Freitag, 31. Dezember 2010

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Chapeau!




 "„Gottes ist der Orient, 
Gottes ist der Okzident.
Nord- und südliches Gelände
Ruht im Frieden seiner Hände.“

ist eine freie Übersetzung der zweiten Sure des Koran. Übersetzt man Gott mit Allah, dann ist dieses Zitat Ausdruck des umfassenden Machtanspruchs des Islam. Wie lebendig und fruchtbar, vielleicht aber auch atmosphärisch belastend wäre das Gespräch des Bundespräsidenten mit Staatspräsident Gül und Ministerpräsident Erdogan geworden, wenn er die folgenden Bemerkungen Goethes aus seinen „Noten und Abhandlungen zum besseren Verständnis des west-östlichen Divan“ zitiert hätte? Goethe sagt dort: „Der Stil des Koran ist seinem Inhalt und Zweck gemäß streng, groß, furchtbar“, und, etwas später: Die muslimische Religion lässt „ihren Bekenner nicht aus einer dumpfen Beschränktheit heraus“. Der hellsichtige Goethe spielte ästhetisch und ironisch mit dem Islam, aber von der totalitären Gefahr dieser Religion verstand er vor zweihundert Jahren mehr als heute die Redenschreiber unseres Bundespräsidenten. Wie schön wäre es, wenn unsere politischen Führer nicht nur über die Halbbildung ihrer Redenschreiber, sondern über eigene Bildung verfügten!"

Unbedingt den ganzen Artikel lesen!!!



Sarrazin scheint bisher der Einzige zu sein, der klar die menschliche Neigung, von einem Extrem ins andere zu fallen, erkannt hat und auch weiß, wie gefährlich dieser Kurs ist.

"Weh uns, wenn sich die Verhältnisse, in denen wir uns so behaglich und selbstgerecht aufgehoben fühlen, einmal zu unseren Ungunsten ändern sollten. Wir werden uns dann wundern über den überbordenden Opportunismus und die kriecherische Feigheit rings um uns."


Für die Lektüre des heiligen Koran
sei hier die Übersetzung von  Hartmut Bobzin empfohlen und sein großartiges Büchlein "Der Koran - eine Einführung".

Pablo Neruda

An ihm sollten sich die Geister eigentlich scheiden. Er wird aber immer noch generell verherrlicht, obwohl er nicht mal ein besonders guter Dichter ist. Das einzige, was mir an ihm gefällt, ist dass die Anschauung der Natur bei ihm vorkommt. Ansonsten ist er seicht, sentimentalistisch und unwahrhaftig. Er schaffte es nicht nur, die italienische Polizei wegen ihrer Nonchalance zu rühmen, sondern sogar Stalin zu verherrlichen. Emblematisch ist er, insofern er konsequent und unerschütterlich den Versuch, die Leidensgenossenschaft an die Stelle der Verwandtschaft zu setzen zum programmatischen Prinzip machte.


Dienstag, 28. Dezember 2010

König Ruprecht von der Pfalz



Tauglichkeitstest englischer Langbögen

Karl IV - ZDF - Dokumentation

Von Karls IV Gegenspieler Ludwig dem Bayern hatte Aub das Marktrecht erhalten, verliehen an Ludwigs treue Gefolgsleute Ludwig und Gottfried II von Hohenlohe - Brauneck.

Dekameron

Nach dem Tod König Karls IV, des großen, zum Geschlecht der Luxemburger gehörenden, römisch-deutschen Königs und Kaisers - der mit der Goldenen Bulle ein Grundgesetz schuf, das in Deutschland die Königswahl regeln sollte - wurde erst mal Wenzel von Luxemburg "Rex Romanorum" (König von Deutschland).

Definition: Deutscher König - Rex Romanorum

Aber er wurde 1400 "wegen Untätigkeit" wieder von den Fürsten abgesetzt. Nach sage und schreibe 22 Jahren "Regierungszeit"...! Sein Beiname wurde "der Faule". Immerhin gewährte er in seinem 20. "Regierungsjahr" den reichsunmittelbaren Grafen zu Castell noch schnell das Münzrecht. Er blieb König von Böhmen und verursachte 1419 den Prager Fenstersturz, der zum Startschuss für die Hussitenkriege wurde.

Nach der Absetzung Wenzels von 1400 wurde der Wittelsbacher Ruprecht von der Pfalz (der in Heidelberg den Markt Aub durch Verleihung des Stadtrechtes zur Stadt erhob) in Köln zum "Rex Romanorum" (König von Deutschland) gekrönt (Kaiser wurde er nie). 




Er wurde von den Luxemburgern nie als König anerkannt, obwohl Karl IV die Wittelsbacherin Anna von der Pfalz geheiratet hatte, und obwohl die Goldene Bulle eigentlich klare Verhältnisse hatte schaffen sollen. Ruprecht blieb aber trotzdem bis zu seinem Lebensende 1410 im Sattel. Hier die Grabplatte dieses Vorfahren der Liselotte von der Pfalz. Es ist das einzige Grab, das nicht von den Franzosen zerstört wurde, als die Truppen des Bruders von Ludwig XIV, mit dem die arme Liselotte verheiratet war, Heidelberg und Speyer plünderten und befindet sich in der Heiliggeistkirche in Heidelberg.






1411 wurde wieder ein Luxemburger König (ab 1433 auch Kaiser): Sigismund von Luxemburg (der Bruder Wenzels des Faulen). Damals erreichte in Florenz gerade Cosimo de’ Medici, genannt Cosimo "il Vecchio" - "der Alte", den Gipfel der Macht, und die Wollweberzunft beauftragte Brunelleschi mit dem Bau der Domkuppel. Die Pest, die Ende des 14. Jahrhunderts Europa ins Chaos gestürzt hatte, hatte in ganz Europa zu enormen Zerreißproben geführt und während des Aufstands der Ciompi in Florenz den politischen Aufstieg der Medici begünstigt.

Der Reichserbkämmerer Sigismunds - also sein oberster Finanzmanager - wurde Konrad von Weinsberg, der unter anderm - Stichwort Zerreißprobe! - das Konzil von Konstanz organisierte, zu dem auch Johannes Hus eingeladen war, wobei ihm freies Geleit garantiert wurde. Jan Hus hatte aber keinen starken Beschützer wie 100 Jahre später Martin Luther, das gegebene Wort wurde gebrochen, und Hus wurde im Verlauf des Konzils, zu dem er eingeladen worden war, verbrannt.

Eines von Konrads Lehen war die Reichelsburg, und über seine Mutter war Konrad mit den Luxemburgern verwandt.

Am Konzil von Konstanz nahm als einer der damaligen Päpste auch Martin V teil, bzw, er wurde dort 1417 zum Papst erhoben, nachdem der - von Cosimo "il Vecchio" nach Konstanz begleitete - Gegenpapst Johannes XXIII das Konstanzer Konzil erst mal eröffnet hatte und dann als Stallknecht verkleidet geflohen war! Dieses Konzil wäre einen historischen Actionfilm wert. Da 2014 das 600-jährige Jubiläum des Konzils gefeiert werden wird, besteht Hoffnung, dass sich jemand der Sache annehmen könnte.

Unter anderem wurde anlässlich des Konstanzer Konzils auch der Burggraf von Nürnberg von Sigismund zum erblichen Markgraf und Kurfürst von Brandenburg ernannt (April 1415), womit die Hohenzollernherrschaft in Preußen beginnt! Dieser Kurfürst Friedrich I wird als treuer Gefolgsmann Sigismunds eine wichtige Rolle in den Hussitenkriegen spielen (Jan Hus wird im Juni 1415 verbrannt).

Brandenburg

Einen offiziellen Johannes XXIII hatten wir dann erst 1958! Angelo Giuseppe Roncalli, der, der das 2. Vatikanische Konzil einberief.

1439 fand noch - auf Betreiben Cosimos! es war eigentlich in Ferrara geplant - ein Konzil in Florenz statt, bei dem es zum letzten Mal zu einer Kirchenunion mit Byzanz kam.

Konzil von Florenz

Liste der römisch-deutschen Herrscher






Kurpfalz




Mannheim und München

Luther, das Papsttum, die Medici und die Fugger

Irrtum, Heiligtum und Judentum

Griechenland



Ein Freund aus Italien rief mich an und erzählte mir, er habe im September zwei lehrreiche Wochen in Griechenland verbracht. Er arbeitete zuvor als Sekretär in Italiens größtem Buchantiquariat und erhielt ein Angebot von einer "internationalen Einrichtung", die eine Stelle als Bibliothekar in Kap Sounion vermittelte. Er erfüllte die gesuchten Voraussetzungen und merkte zu seiner Freude bald bei Telefongesprächen, dass die Verantwortlichen der Einrichtung außerdem besonders erfreut waren, einen Italiener für die vorgesehene Aufgabe gefunden zu haben. Der Vertrag meines Freundes lief gerade ab, er schaffte sich den Griechischkurs von ASSIMIL an, freute sich, dass ihm bei seiner Karriere ein zusätzlicher Erfahrungsschub bevorstand, den er seinem Curriculum hinzufügen konnte, er schiffte sich ein und träumte während der Überfahrt davon, irgendwann einmal als Gutachter für die UNO tätig zu werden.

In Griechenland angekommen, stellte er fest, in einer herrlichen Gegend am Arsch der Welt gelandet zu sein und dass die Bibliothek seit 3 Jahren ohne Leitung war, dass keiner der dort Anwesenden die Verantwortung übernehmen wollte, ihm zu sagen, was zu tun sei und dass allmählich deutlich wurde, dass seine Aufgabe allein darin bestehen sollte, einmal im Monat Papiere zu unterschreiben, durch die er bescheinigt hätte, dass alles in Ordnung sei, dass die Bibliothek sich in der erwünschten Weise weiterentwickele, dass mit angesehenen Verlagen und Zeitschriften reger Austausch herrsche und eine Reihe weiterer völlig unverständlicher, fiktiver, zusammenhangloser Kausalitätszusammenhänge, die einen erschauern lassen konnten. Dies alles mit dem einzigen Zweck, der EU und der UNO ein X für ein U vorzumachen, angeblich, um dadurch die Wettbewerbschancen der "internationalen Einrichtung"  bei der Teilnahme an der Ausschreibung von ominösen Projekten der juristischen Forschung zu erhöhen oder erhöhen zu können, möchten, blöken.

Ich vermute, es handelt sich bei dem "Projekt" um eine griechische Verschlüsselung  zum Zweck, möglichst wenig Anhaltspunkte preiszugeben, die Außenstehenden Hinweise geben könnten, über welchen Kanal man denn hier versucht, EU-Subventionen anzuzapfen. Was mich beunruhigt, ist, dass selbst mein ehrlicher Freund sich einer italienischen ungeschriebenen Regel gemäß nicht genauer ausdrücken wollte, als er von der mysteriösen "internationalen Einrichtung" sprach. Vielleicht wollte er auch nur seine Erzählung vereinfachen und mir keine Gedächtnisleistungen Namen und Natur dieser Einrichtung betreffend abverlangen... Dennoch bin ich mir sicher, dass er niemanden angezeigt hat. Was wiederum mit dem Zustand der dringend reformbedürftigen italienischen Justiz zusammenhängt. Denn durch eine Anzeige hätte er gewisslich viele zeitaufwendige Scherereien, aber keinerlei Gewissheit, was den Erfolg seines "im Bürgerinteresse erfolgten Handelns" anginge. Aber weshalb informiert er nicht direkt die UNO und die EU? Ich werde das Thema irgendwann einmal ansprechen und versuchen, in Erfahrung zu bringen, was ihn davon abhält, schließlich beabsichtige ich, dazuzulernen, obwohl sich kaum jemand für meine Berichterstattung zu interessieren scheint. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass er mir davon erzählt hätte, wenn er UNO und EU kontaktiert hätte.

Ich hätte nicht gedacht, dass es soweit kommen könnte. Aber so wie die Dinge sich entwickeln, glaube ich inzwischen, je eher Deutschland zur Mark zurückfindet (Deutschland als eine Art neutral distanzierter Superschweiz... dieser Gedanke kam mir bisher immer weltfremd vor), desto besser. Dann allerdings würden Stimmen unter den deutschen Unternehmern laut, die im Moment davon profitieren, dass der Euro so schön durch Griechenland entwertet wird... So weit sind wir schon. Man gibt es nicht zu, aber so ist es. Und was wäre passiert, wenn die Weltwirtschaftskrise ausgebrochen wäre und Deutschland seine Mark noch gehabt hätte??? Es gibt Experten, die behaupten, das wäre noch schlimmer gewesen und andere, die sagen, das wäre besser gewesen. Ich kann es nicht beurteilen, ich kann nur zur Kenntnis nehmen, dass sich die Experten nicht einig sind.

Aber es gibt auch Dinge, die ich beurteilen kann. Zum Beispiel Mentalitäten. Dafür bin ich sozusagen eine Art Superexperte. Sehr besorgniserregend ist die Einfalt mit der deutsche Politiker nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass die Bevölkerungen ("das Volk", die, die sich in den Bars darüber unterhalten) der Mittelmeerländer nicht nur davon träumen, von Deutschland ausgehalten zu werden, sondern dies nur recht und billig finden, weil sie nämlich in der Überzeugung leben, der Norden beute den Süden ständig aus und gerade Deutschland sei der Welt was schuldig. Und die Tatsache, dass ein deutscher Politiker, der dies aussprechen sollte - Fakten an der Hand: eine beliebige Auswahl themenrelevanter Zeitungsartikel südlicher Zeitungen der letzten 30 Jahre würde genügen - in Deutschland sofort von anderen Deutschen als Rassist diffamiert würde, ist erst recht beängstigend; es ist entsetzlich, und mir ist es richtig peinlich, dass wir uns so zum Dummen machen lassen und gleichzeitig auch noch Respekt dafür empfinden, wie andere Nationen ihren eigenen Stolz geltend machen. Temperamentvoll und wohl temperiert, ich muss schon sagen..

Und wenn ich daran denke, wie man einen gesetzlichen Vorwand herbeigemogelt hat, um den Stabilitätspakt in eine Interventionsnotwendigkeit gegenüber einer Naturkatastrophe umzudeuten. Pfui Teufel.

Am meisten beunruhigt mich die Notwendigkeit zukünftiger Schadensbegrenzung. Wie soll man denn die gezinkten Statistiken anderer Länder zuverlässig kontrollieren lassen?

Verfassungsbeschwerde gegen das Stabilitätsgesetz

Sonntag, 26. Dezember 2010

Hans Thomas von Absberg




Hans Thomas von Absberg gilt als der typische Raubritter. Die Vorfahren unseres derzeitigen Verteidigungsministers von und zu Guttenberg waren - zusammen mit den Rosenbergern - Alliierte von  Hans Thomas von Absberg. Aber so wie auch heute, je nach Blickwinkel, gewaltbereite, entschlossene Männer als Befreiungskämpfer verherrlicht werden oder als Terroristen verteufelt werden, waren auch damals die Situationen bei der Absberger Fehde, die auch Fränkischer Krieg genannt wird, vermutlich komplexer. Absberg unterstützte Götz von Berlichingen, dem Goethe sein Denkmal setzteDie Nationalsozialisten verherrlichten Michael Kohlhaas, den Heinrich von Kleist verewigte.


Die Rosenberger bewohnten damals das Schloss Aub, weshalb Aub "gebranntschatzt" wurde.
Route des Schwäbischen Bundes bei seinen Brandschatzungen

Traurige Tropen - wir breiten uns aus




Claude Lévi-Strauss

http://de.wikipedia.org/wiki/Brandrodungswanderfeldbau#Demografischer_Faktor

http://persciun.blogspot.com/2010/12/2-sehr-gute-dokumentationen.html

http://www.survivalinternational.org/

http://de.wikipedia.org/wiki/Paradise_Lost

Samstag, 25. Dezember 2010

Winterhimmel

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Frohes Fest

Nun singet und seid froh




I) In dulci iubilo
cantate domino
nostri cordis gaudium
in praesaepio
et fulget ut lux solis
in matris gremio
|: ergo merito :|
iubilizat cor omne
mentis tripudio

II) O Jesu parvule
langueo post te
laetum fac cor meum
tu puer optime
et tuum fer auxilium
tu puer inclite
|: trahe me post te :|
ad regnum patris tui
tu princeps gloriae

III) Ubi sunt gaudia
plena gloria
ubi canunt angeli
di nova cantica
nam sonat vox laetitiae
in regis curia
|: eia qualia :|
laetam mentem faciat
Christi praesentia

IV) Maria nostra spes
da, virgo nobilis,
ne nos repellat fragiles
tua progenies :|
nostra dele peccamina
laudanda species
|: vitam nobis des :|
et nostra sit hereditas
aeterna requies

Freitag, 24. Dezember 2010

Nero und Xanten



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Neros Leibwachen, seine Custodes Corporis, wurden auch einfach seine Germani genannt. Denn vorwiegend waren es Germanen vom Stamm der Bataver. Ihre Grabsteine kann man noch in Rom betrachten. Ihr Kontingent wurde während des Bataveraufstandes von Galba abgeschafft. Traian führte später dann die Equites singulares Augusti ein.


Während des Bataveraufstands (unter Julius Civilis, dem batavischen "Arminius"), der in Xanten endete und der ausbrach, als in Judaea schon seit 3 Jahren der Jüdische Aufstand tobte, erwies sich die schlechte Verkehrsverbindung von Augsburg nach Mainz problematisch, die damals noch auf dem Umweg über Basel verlief. Wegen der Wirren des Vierkaiserjahres, wie das Jahr des Bataveraufstandes genannt wird, bauten die Römer unter Vespasian, der auch das Kolosseum bauen ließ, dann eine Militärstraße durch den Schwarzwald, entlang des Kinzigtals, wobei Rottweil - die älteste Stadt Baden Württembergs - gegründet wurde: Arae Flaviae, "Altäre der Flavier", denn Vespasian war ein Flavier. Der sparsame, unbestechliche Vespasian war vorher einer der wenigen Vertrauten Neros gewesen! Er musste Nero bei dessen Gesangstourneen als Claqueur begleiten, und anlässlich des Jüdischen Aufstands wurde er von ihm nach Judaea geschickt, um den Widerstand zu brechen. Sein Sohn war der berühmte Titus, der den Tempel von Jerusalem zerstörte und Joseph ben Mathitjahu ha Kohen ebenfalls zum Flavier werden ließ: Flavius Josephus Damals hatte man noch Achtung vor seinen Gegnern und nahm sie sogar in die eigene Familie auf - statt sie sentimental oder mitleidig zu verklären - und wurde daher auch von ihnen respektiert, könnte man sagen. Aber man könnte auch sagen, was dem einen der Realismus von Josephus und die Gastfreundschaft der Flavier ist, ist dem anderen eben der Realismus Adenauers und der Marshallplan Truemans.


Rottweil bekam seinen heutigen Namen mindestens 200 Jahre später von den Alamannen, die 260 die Gegend übernahmen und die an der günstigen Verkehrsstraße einen Königshof einrichteten, der Rotuvilla hieß; wobei nicht geklärt ist, ob Rotuvilla eine Farbbezeichnung war oder wie bei Rottenburg und Kastelruth der Verfall römischer Gebäude gemeint ist.

Unter den Karolingern wurde aus dem Königshof ein wichtiger Gerichtshof und dann das Rottweiler Hofgericht, das im Spätmittelalter, nach dem Tod Friedrichs II des Staufers eines der wichtigsten Gerichte im ganzen Reich war. Kurios, dass Josef Ratzinger von seinen Schmähern ausgerechnet als mittelalterlicher Rottweiler Gottes bezeichnet wird. Die Hunderasse Rottweiler hatte diesen Namen schon im Mittelalter und kommt auch tatsächlich aus Rottweil, wo sie für den Viehtrieb gezüchtet wurde und zum Handwerkszeug von Viehhändlern und Metzgern gehörte. Es gibt sogar Leute, die die Ansicht vertreten, die Urahnen der Rottweiler stammten aus den römischen Legionen.

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In Wikipedia ist zu lesen, dass damals über eine Million Juden getötet worden sein sollen!!! Kann das stimmen? Wieviele Juden gab es damals überhaupt? 2 Millionen? 3 Millionen? Wie auch immer, die Opfer müssen ungeheuer groß gewesen sein. Als Masada 74 endlich fiel, nahmen sich 900 Verteidiger (mit Frauen und Kindern) selbst das Leben, um nicht in römische Gefangenschaft zu kommen (als Deutscher muss man unwillkürlich an Magda Goebbels denken). Es ist einer der wenigen Fälle von Massensuizid, die die Geschichte kennt. Masada bietet auch heute noch einen imposanten Anblick, und Posters von Masada hängen nicht nur in Israel in jüdischen Haushalten an der Wand. In diesem Krieg, wie auch schon bei Cäsars Gallierkrieg, wird besonders deutlich, dass die römischen Soldaten vor allem eines waren: gut organisierte, disziplinierte, fleißige Arbeitertrupps, die das Gelände regelrecht umbauten, wenn es die Verhältnisse geboten. Mut, Tapferkeit, Motivation und geniale Feldherrenkunst reichen nicht.

Die Belagerung von Alesia (auf italienisch)




http://de.wikipedia.org/wiki/Titus_Flavius_Vespasianus

http://de.wikipedia.org/wiki/Bataver


Rekonstruktion des Bataverhelms, von dem im Artikel die Rede ist.
http://www.frisius-f.de/Seiten/rekonstruktionen.htm

Die historische Römerstraße durch den Schwarzwald entlang der Kinzig

Archäologischer Park Xanten

Nero hieß eigentlich Lucius Domitius Ahenobarbus. Der Gentilname Ahenobarbus - einst Aenobarbus - kommt von "aes" = Erz, Kupfer und rührt daher, dass viele Familienmitglieder rote Haare hatten. Ahenobarbus hat dieselbe Bedeutung wie Barbarossa: Rotbart. Nero hasste den Namen Ahenobarbus. Er muss ihn so ähnlich empfunden haben, wie Rothaarige, denen in Franken "Kupferdächle" nachgerufen wird.

Germanien sollte ja eigentlich genauso erobert werden wie Gallien. Man wollte die germanische Landkarte von Basel aus in Richtung Nordosten aufrollen, und Rottweil entwickelte sich, trotz der günstigen Lage an der Straße, in römischer Zeit nicht mehr besonders weiter, eben weil es den Römern gelang, die römisch-germanische Grenze in Richtung Nordosten bis zu Odenwald, Wetterau und Main zu verschieben, wodurch Rottweil immer mehr zum Hinterland wurde. Aber 260 kamen die Alamannen.

Alamannenmuseum Ellwangen

Authentizität



Was aus "Stille Nacht, heilige Nacht" ein echtes Volkslied macht, ist ja gerade das, was die Vox Popoli alles hinzudichtet, und nicht das, was die von Realismus und Liebe fürs Detaille besessene SNG zu Tage fördert. Aber auch das gehört dazu, und so trägt am Ende auch die "Stille Nacht" Gesellschaft zur Aura des Liedes bei, umarmt von einer Authentizität, die seit Tausenden von Jahren die Stimmung des nächtlichen Winters "bestimmt" und in diesem Lied besonders schön in christlicher Tradition zum Ausdruck kam.


FAZ über SNG

http://www.stillenacht.at/de/

Dienstag, 21. Dezember 2010

Israel

"Langobardos paucitas nobilitat" sagte Tacitus (Germania 40,1). Nicht alle Minderheiten veredelt die geringe Zahl. Aber David ist ein dauerhaftes Symbol.

"Maneat, quaeso, duretque gentibus, si non amor nostri, at certe odium sui, quando urgentibus imperii fatis nihil iam praestare fortuna maius potest quam hostium discordiam." sagte Tacitus (Germania 33,3). Passt ebenfalls. Mit "gentibus islamicis", denn Israel ist bisher Gottseidank das Einzige worüber die sich manchmal einig sind.




Tuck & Patti







"Langobardos paucitas nobilitat" Tacitus

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http://www.thelatinlibrary.com/tacitus/tac.ger.shtml

http://de.wikisource.org/wiki/Die_Germania_des_Tacitus

http://de.wikipedia.org/wiki/Mogontiacum

Römerlager

Marktbreit

http://it.wikipedia.org/wiki/Limes_germanico-retico

http://de.wikipedia.org/wiki/Wetterau-Limes

http://persciun.blogspot.com/2010/12/ahnen.html

Elbgermanen (suebische Stämme wie Hermunduren, Quaden, Semnonen, Markomannen und Langobarden) brachten die "Großromstätter Kultur" nach Franken und siedelten koexistierend mit den dort bereits ansässigen Kelten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sueben

http://de.wikipedia.org/wiki/Marbod

http://www.mainfraenkisches-museum.de/frames2.htm

http://www.rhoenwind.de/

http://www.gabreta.bfz.de/gabreta/index.php

http://www.michls.de/hohe-strasse/kost.html

http://www.heilbronn-franken.com/DATA/TOURISMUS/TOURISMUS_KULTURLANDSCHAFTEN/tauberland.php

Montag, 20. Dezember 2010

Kamel


Kamele sind ganz fantastische Tiere. Man möchte Allah geradezu erfinden, um ihm mit einem Gebet ehrfürchtig für die Erschaffung dieses herrlichen Tieres danken zu können.

Was kaum bekannt ist, ist, dass sich der größte Teil seiner Evolution in Nordamerika abspielte. Dort starb es erst vor kurzer Zeit aus, nähmlich Ende der letzten Eiszeit vor 10000 Jahren, und zwar zusammen mit dem Pferd, das es ebenfalls in Nordamerika gegeben hatte, bevor Menschen dorthin kamen. Die Menschen, die die Mississipianerkultur, die aztekische, die Maya- und die Inkakultur hervorbrachten und all die Hopis, Irokesen, Lakota, Yanomami und wie sie alle heißen, es sind alles Asiaten, die erst während der letzten Eiszeit - als Pferd und Kamel auf diesem Kontinent ausstarben - dorthin kamen und tausende von Jahren ohne Pferde oder andere Reittiere dort lebten und sich auf dem ganzen Kontinent verteilten wie später die Pferde und Schweine, die die Spanier mitgebracht hatten und die in den unermesslichen Räumen des Kontinents verwilderten und sich ausbreiteten.


Da Kamele vorwiegend trockene Regionen bewohnen, haben sie eine Reihe von Fähigkeitenen entwickelt, um mit dem Wasser besser haushalten zu können. Stark verlängerte Henlesche Schleifen in den Nieren sorgen für eine hohe Konzentration des Urins, auch der Kot ist im Vergleich zu anderen Säugetieren verdickt. Eine Besonderheit sind die Roten Blutkörperchen, die nicht rund, sondern oval sind. Diese Form bewirkt, dass Kamele in kürzester Zeit sehr viel Wasser aufnehmen können (kolportiert werden 200 Liter in 15 Minuten) ohne die Gefahr einer Wasserintoxikation („Überwässerung“ des Körpers). Bei den sogenannten Neuweltkamelen - das sind die amerikanischen Kamelarten, die nicht ausstarben, also Lama, Alpaca, Guanaco und Vikunja; - bewirkt die ovale Form eine bessere Sauerstoffaffinität, was ihnen ein Überleben in der dünnen Atmosphäre in über 5000 Metern Seehöhe ermöglicht. Der Ausdruck Neuweltkamele ist etwas verwirrend, denn die alte Welt der Kamele ist eigentlich die, die für uns Europäer die neue ist.

Die Körpertemperatur der Kamele ist variabler als die der meisten anderen Säugetiere und kann um 6 bis 8 ° schwanken, was die Überhitzungsgefahr deutlich mindert, ohne dass durch unnötiges Schwitzen Wasser verloren geht. Ein Kamel kann 20 Tage lang ohne Essen und Trinken auskommen und verträgt Temperaturschwanken von 20° bis über 50°. Camelus bactrianus ferus kann sogar Salzwasser trinken. Dennoch ist gerade das letztgenannte mittlerweile (aus mir unbekannten Gründen) sehr vom Aussterben bedroht. Es existieren nur noch ein paar hundert Exemplare.

Altweltkamele sind durch die Höcker charakterisiert, die entgegen der landläufigen Meinung nicht als Wasser-, sondern als Fettspeicher fungieren. Bzw. doch auch wieder als indirekte Wasserspeicher, denn das Kamel kann aus 1 Kilo eigenem Körperfett tatsächlich etwa 1 Liter Wasser gewinnen, indem es Wasserstoff aus dem Fett gewinnt und mit dem Sauerstoff aus der Luft H2O produziert.
Geschrumpfte Höcker sind auf jeden Fall ein Anzeichen für einen schlechten Ernährungszustand. Die Vorfahren der "Altweltkamele" stammten aus Nordamerika, aber sie entwickelten sich erst in Asien zu ihrer jetzigen Form – das Dromedar  im Arabischen Raum und das Trampeltier in Zentralasien.


Verwendet wird von diesem Tier wirklich alles. Das Fleisch ist sehr bekömmlich, die Milch enthält sogar Vitamin C, das Leder ist schön weich und elastisch, das Fett, besonders das der Höcker, soll sehr gut sein, sogar der Kot wird verwendet, und zwar als Brennstoff (vermischt mit Stroh), was nur bedeuten kann, dass er nicht unerträglich stinken kann.


http://de.wikipedia.org/wiki/Camelops

http://de.wikipedia.org/wiki/Kamele

http://de.wikipedia.org/wiki/Camelus_ferus

2 sehr gute Dokumentationen





Man lese vorher aber, was hier steht!


Denn es wird leider wieder zum x-ten Mal das übliche unglaubhafte Märchen über Columbus erzählt...

Man lese auch, was hier steht:

Bartolomé de las Casas

Denn die Kirche war die einzige Institution, die von Anfang an versuchte, die aussterbenden Kulturen auch zu beschützen und nicht nur zu bekämpfen.

Man lese auch, was hier steht:

Antoine Parmentier

Denn Diderot war nicht der einzige, der in Frankreich seine Meinung zur Kartoffel äußerte.

An sonsten ist diese Dokumentation reich an zutreffenden Informationen, die es höchste Zeit war, endlich einmal in einer Fersehsendung zusammenzufassen.

Unter anderem wird en passent deutlich, dass selbst die Prärie eine Art Kulturlandschaft ist, die durch Brandstiftung der Sioux geschaffen wurde. Und deren Feuerwirtschaft ist eine schallende Ohrfeige für all diejenigen, die immer wieder das Märchen vom edlen Wilden erzählen, der „in Einklang mit der Natur lebt“.






Sehr nette Komödie




http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1209738/Familie-Froehlich

Samstag, 18. Dezember 2010

In hoc signo vinces



http://de.wikipedia.org/wiki/Pons_Milvius



Character



"Integrity has no need of rules." Albert Camus

1 COMMENTS:


epitimaios said...
But noone remains integer, and healing needs rules. And even in order to remain integer, it is very helpful to get good rules by an experienced person who understands our situation, since the best rules are not always of timeless validity. The encounter with the experienced person is one of the best things that can be lived exactly for this reason. Rules are never unfailing. Even the best rules are not unfailing. This is the reason why even wise people - and not only Camus - sometimes state that "there are no recepies". What a bullshit. Good will, attention, patience and honesty are a good recepy anyway, but not an unfailable one. It is not so difficult to do the right thing, but it can be very difficult to know what the right thing is. When we know what is right to do, it becomes difficult not to do it.

Freitag, 17. Dezember 2010

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben


Wegen seiner nationalen und liberalen Haltung, die sich in seinen "Unpolitischen Liedern" äußerte, wurde Hoffmann 1842 von der preußischen Regierung pensionslos seiner Professur enthoben. Ein Jahr später entzog man ihm die preußische Staatsbürgerschaft und verwies ihn des Landes. 

Dies war der Wendepunkt in seinem Leben; Hoffmann ging ins Exil. Er irrte quer durch Deutschland, wurde aber von politischen Freunden aufgenommen. Zu seinem Freundeskreis im Exil gehörte der Vormärzpolitiker Georg Fein. Ständig von der Polizei bespitzelt, wurde er 39 Mal ausgewiesen, darunter dreimal aus seiner Heimatstadt Fallersleben. An etlichen Stationen seines Wanderlebens wurden im 20. Jahrhundert Schrifttafeln an den Gebäuden angebracht, zum Beispiel in Vorsfelde oder in Alt-Wolfsburg mit der Aufschrift:
„Hoffmann von Fallersleben fand in diesem Pfarrhause vor dem Revolutionsjahr 1848 und danach Schutz auf der Flucht vor den staatlichen Verfolgern bei seinem Freund und politischen Weggefährten David Lochte, Pastor von St. Marien 1826–1862“

Für längere Zeit Unterschlupf erhielt er auf einem mecklenburgischen Rittergut, dessen Besitzer ihn gegenüber den Behörden als Kuhhirten deklarierte. In der Abgeschiedenheit des Landlebens entstanden seine schönsten Kinderlieder. Im Revolutionsjahr 1848 bekam er dank eines Amnestiegesetzes ein Wartegeld auf preußischem Boden ausgezahlt, aber nicht seine Professur zurück.





An meine Heimat dacht’ ich eben
Da schrieb ich mich von Fallersleben
Ich schrieb’s und dachte nie dabei
An Staatscensur und Polizei.
So schrieben sich viel Biederleute
Nach ihrem Ort und tun’s noch heute,
Und keiner dachte je daran,
Durch von würd’ er ein Edelmann.

Balders Heim






Balder lebt in Breidablik in Asgard und besitzt das Schiff Ringhorn. Er hat eines Tages einen Traum von seinem eigenen Tod, worauf seine Mutter Frigg zu jedem Tier und zu jeder Pflanze geht und sie auffordert, einen Eid abzulegen, dass sie Balder nicht verletzen werden.

Nur der junge Mistelzweig scheint Frigg zu unbedeutend zu sein, als dass sie von ihm einen Eid abnehmen sollte. Es kommt zu einem Spiel der Asen, bei welchem sie den nunmehr unverwundbaren Balder mit Speeren, Steinen und anderen Waffen beschießen, ohne dass Balder etwas geschieht.
Loki nutzt es aus, dass die Mistel keinen Eid abzulegen brauchte, und gibt Balders blindem Bruder Hödur einen Mistelzweig und bedeutet ihm, damit zu schießen. Der Zweig trifft Balder, und der Gott sinkt tot zusammen.

Der Leichnam wird auf einem Schiff aufgebahrt, das nur die Riesin Hyrokkin ins Wasser stoßen kann. Unter der Wucht fangen die Rollen, auf denen das Schiff stand, Feuer und entzünden den Leichnam. Thor segnet den Leichenbrand mit seinem Hammer Mjölnir. Sein Vater Óðinn (Odin, der weiter südlich Wotan hieß) gibt den Ring Draupnir ("der Tröpfler", ein Sinnbild für Reichtum, Überfluss und Fruchtbarkeit), den Balder ihm einst geschenkt hatte, mit auf Balders letzte Fahrt gen Hel. Balders Gattin Nanna stirbt während der Bestattungsfeierlichkeiten an gebrochenem Herzen und wird zusammen mit Balder verbrannt.

Hermodr versucht vergeblich seinen Bruder aus dem Reich Hel zurückzuholen. Diese aber entlässt Balder erst aus ihrem Reich wenn alle Dinge ihm nachweinen. Die Asen schicken Boten in alle Welt und erreichen, dass alle Lebewesen und sogar Steine und Metalle um Balder trauern. Nur Loki, in Gestalt der Riesin Þökk, verweigert ihnen den Gefallen. Folglich wird Balder die Rückkehr nach Asgard verweigert.

Später versöhnen sich Balder und Hödur miteinander und kehren nach Ragnarök einträchtig bei der Entstehung eines neuen Weltgebäudes zurück.

Neuere Textuntersuchungen der Quellen und Vergleiche mit Darstellungen auf völkerwanderungszeitlichen Brakteaten lassen vermuten, dass in einer älteren Version der blinde Óðinn seinen Lieblingssohn tötete und so zu sich nahm. Die Darstellung in der Völuspá und bei Snorri sei eine humanisierte Fassung, in der Óðinn, der vorher in der Maske des Hödur auftrat, später von ihm geschieden wurde. Das Spiel der Asen, auf Balder zu schießen, soll die alte mythische Formel einer rituellen Gemeintötung zum Opfer für das Gedeihen alles Lebendigen darstellen.

Mit der Lichtgestalt Balder verschwinden Glück und Schönheit aus der Welt und lässt die „Götterdämmerung“ bzw. Ragnarök damit näherrücken. Da Balder die Personifizierung der Sonne ist, steht sein Tod auch mit den Sonnenwenden in Verbindung. Balder wird zum Zeitpunkt scheinbarer Unverwundbarkeit getötet, wie auch die Sonne am Tag ihrer längsten Leuchtkraft – dem 21. Juni, der Sommersonnenwende – an Kraft verliert und dadurch die Tage wieder kürzer werden.

Zur Wintersonnenwende werden die Tage wieder länger. Die Sonne kommt wieder zu Kräften, was Balders kommende Wiedergeburt ankündigt.

Anfang des 20. Jahrhunderts kam die Deutung J. Frazers in Mode, dass es sich bei Balder um einen Vegetationsgott gehandelt habe, dessen Tod notwendig gewesen sei, um die Fruchtbarkeit aufrecht zu erhalten. Frazer fand viele Anhänger, heute wird seine Theorie nicht mehr vertreten. Frazer kümmerte sich wenig um die Quellen. Balder wird in ihnen nirgends mit der Vegetation in Verbindung gebracht. Der Baldermythos ist in der Völuspá, bzw. „der Seherin Gesicht“ eindrücklich geschildert.



Mittwoch, 15. Dezember 2010

Thematisierung



http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Studentenverbindungen

Hoffmann von Fallersleben und Haydn



Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,
Dank ich Dir mein Vaterland!
Nicht in Worten nur und Liedern
Ist mein Herz zum Dank bereit,
Mit der Tat will ich's erwidern
Dir in Not, in Kampf und Streit.

In der Freude wie im Leide
Ruf ich's Freund und Feinden zu:
Ewig sind vereint wir beide,
Und mein Trost, mein Glück bist Du.
Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,
Dank ich dir, mein Vaterland!


Quoad vivo, pietatem
Iuro corde, dextera;
Quidquid sum et facultatem
Tu dedisti, patria.
Neque verbis nec canendo
Agam tibi gratias:
Respondere factis tendo,
Quando est necessitas.

Rebus laetis, in dolore
Testor hostem, socium:
Semper nos concordes fore,
Esse spem te, gaudium.
Quoad vivo, pietatem
Iuro corde, dextera;
Quidquid sum et facultatem
Tu dedisti, patria.






















Der Sarazene und der Jude

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/es-war-ein-langer-und-lauter-furz/




Romainmotier




http://www.romainmotier.ch/contenu/index.php?option=com_wrapper&view=wrapper&Itemid=120

Artefakt



In taberna quando sumus 
non curamus quid sit humus, 
sed ad ludum properamus, 
cui semper insudamus. 
Quid agatur in taberna 
ubi nummus est pincerna, 
hoc est opus ut queratur, 
si quid loquar, audiatur. 


Quidam ludunt, quidam bibunt, 
quidam indiscrete vivunt. 
Sed in ludo qui morantur, 
ex his quidam denudantur 
quidam ibi vestiuntur, 
quidam saccis induuntur. 
Ibi nullus timet mortem 
sed pro Baccho mittunt sortem: 


Primo pro nummata vini, 
ex hac bibunt libertini; 
semel bibunt pro captivis, 
post haec bibunt ter pro vivis, 
quater pro Christianis cunctis 
quinquies pro fidelibus defunctis, 
sexies pro sororibus vanis, 
septies pro militibus silvanis. 


Octies pro fratribus perversis, 
nonies pro monachis dispersis, 
decies pro navigantibus 
undecies pro discordantibus, 
duodecies pro penitentibus, 
tredecies pro iter agentibus. 
Tam pro papa quam pro rege 
bibunt omnes sine lege. 


Bibit hera, bibit herus, 
bibit miles, bibit clerus, 
bibit ille, bibit illa, 
bibit servus cum ancilla, 
bibit velox, bibit piger, 
bibit albus, bibit niger, 
bibit constans, bibit vagus, 
bibit rudis, bibit magnus. 


Bibit pauper et egrotus, 
bibit exul et ignotus, 
bibit puer, bibit canus, 
bibit presul et decanus, 
bibit soror, bibit frater, 
bibit anus, bibit mater, 
bibit ista, bibit ille, 
bibunt centum, bibunt mille. 


Parum sescentae nummatae 
durant, cum immoderate 
bibunt omnes sine meta. 
Quamvis bibant mente laeta, 
sic nos rodunt omnes gentes 
et sic erimus egentes. 
Qui nos rodunt confundantur 
et cum iustis non scribantur.

Völkerkunde





Typisch deutsch...

http://www.corps-suevia.de/

Polis, Polizei, Popolo

http://de.wikipedia.org/wiki/Piazza_del_Popolo