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Samstag, 24. September 2011

Kirchenaustritt in Deutschland

Die Forschung unterscheidet mehrere Kirchenaustrittsbewegungen in der deutschen Geschichte.

1. schon vor dem Ersten Weltkrieg (getragen von Sozialdemokraten und bürgerlichen Anhängern Ernst Haeckels),

2. ab 1919 (ebenfalls vornehmlich aus der Arbeiterschaft heraus, aber auch dem Bürgertum).

3. Zwischen 1936 und 1940 traten in den Ausmaßen ähnlich viele Menschen in Deutschland und Österreich aus den Kirchen aus wie

4. nach 1968 und

5. nach 1989.

1933 bis 1936 und nach 1945 in Westdeutschland (Adenauer-Zeit) gab es Kircheneintrittsbewegungen.

Der Kirchenaustritt von 1937 bis 1940 war stark von der „Gottgläubigkeit“ der Nationalsozialisten und Diskussionen rund um kirchenkritische Schriften von Autoren wie Alfred Rosenberg (Bekenntnis: „gottgläubig“ oder „deutsch-gottgläubig“) und Mathilde Ludendorff (Bekenntnis: „Bund für Deutsche Gotterkenntnis (Ludendorff)") getragen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gottgläubig

Die Austrittswelle von 1989 dagegen scheint die einzige zu sein, bei der die Erwägung, Geld zu sparen, eine entscheidende Rolle spielte.

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