Samstag, 28. Februar 2015

Panta rhei






Rhein und Chicago River

Die Palmenlinie rückt nach Norden


Der Dichter Abu-Hatem es Segestani
- aus Persien, oder Sizilien (darüber
wurde man sich noch nicht einig) -
schrieb ein langes Loblied auf die Palme:

von Gottes Hand geformter Baum,
Abbild des Menschen,
wie der Mensch Abbild Gottes ist.
Vortrefflicher Baum,
der dem Schritt des Islam folgt,
dem Gläubigen eine Gabe,
wird er spenden milden Schatten

den schwarzäugigen, keuschblickenden Jungfrauen im Paradies,
deren Nacktheit in den Händen des wahren Gläubigen fließen wird.


Die Wissenschaftler
sagen, die Palmenlinie hat
nichts mit dem Vormarsch des Islam zu tun,
aber sie verschiebt sich jedes Jahr 500 Meter
nach Norden.
Was mich betrifft,
würde ich nicht beschwören,
dass diese Verschiebung nichts mit dem Islam
zu tun hat, und dass die Palmenlinie jedes Jahr
nur 500 Meter nach Norden rückt.
Es sind wahrscheinlich mehr.
Mal verharrt sie eine Weile...
Mal rückt sie weiter...

Leonardo Sciascia (1970)




Die Wut und der Stolz

Die Kraft der Vernunft

Nuntius

Stockholmsyndrom

24. Februar 2015

Auf der Webseite des Gatestone-Instituts ist zu lesen, dass Schweden dank seiner Zuwanderer inzwischen an Nummer zwei der Länder mit der höchsten Rate an Vergewaltigungen liege und nur von Lesotho übertroffen werde. Die Vergewaltigungen hätten in den vergangenen 40 Jahren – seit 1975, als das Parlament beschloss, das Land in eine multikulturelle Gesellschaft umzuwandeln – um 1472 Prozent zugenommen. Folgen wir den Ausführungen:

"Diesen Monat berichteten alle schwedischen Medien über eine brutale Gruppenvergewaltigung an Bord der finnischen Fähre Amorella, die zwischen Stockholm und der Stadt Åbo in Finnland verkehrt. In großen Schlagzeilen wurde den Lesern mitgeteilt, dass die Täter Schweden gewesen seien.
'Etliche schwedische Männer der Vergewaltigung auf der Finnland-Fähre verdächtig' (Dagens Nyheter), 'Sechs schwedische Männer vergewaltigen Frau in Kabine' (Aftonbladet), 'Sechs Schweden wegen Vergewaltigung auf Fähre verhaftet' (Expressen), 'Acht Schweden der Vergewaltigung auf Fähre verdächtig' (TT – die schwedische Nachrichtenagentur).
Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass sieben der acht Verdächtigen Somalier waren und einer ein Iraker. Keiner von ihnen hatte die schwedische Staatsangehörigkeit, sie waren also nicht einmal in diesem Sinne Schweden. Laut Zeugen war die Gruppe der Männer über die Fähre gestreift auf der Suche nach Sex. Die Polizei ließ vier von ihnen frei (sie sind aber immer noch Verdächtige), während vier (alle Somalier) in Gewahrsam bleiben.

Der Internetradiosender Granskning Sverige hat die Mainstreamzeitungen Aftonposten und Expressen angerufen und gefragt, warum sie die Täter als 'schwedische Männer' bezeichnet hatten, obwohl es sich in Wirklichkeit um Somalier ohne schwedische Staatsangehörigkeit handelte. Die Journalisten zeigten sich zutiefst beleidigt, als sie gefragt wurden, ob sie irgendeine Verantwortung fühlten, schwedische Frauen zu warnen, sich von bestimmten Männern fernzuhalten. Einer der Journalisten fragte, warum dass in seiner Verantwortung liegen solle. 'Wenn die Frauen das gewusst hätten, hätten sie sich vielleicht von diesen Männern ferngehalten und auf diese Weise vermieden, vergewaltigt zu werden', sagte der Reporter von Granskning Sverige. Woraufhin der Journalist den Hörer aufs Telefon knallte."

Das Phänomen "Lügenpresse" hat naturgemäß kein deutsches copyright. Bemerkenswert bleibt, dass man sich in Schweden wie in England (Rotherham) als auch hierzulande als "Rassist" verdächtig macht, wenn man diese finsteren Tatsachen problematisiert. Nicht die Schändungen stören das Zusammenleben, sondern der Hinweis auf die ethnische Herkunft der Täter, obwohl dieser Hinweis signifikant ist. Als sich der jugoslawische Kommunist Milovan Djilas 1945 bei Stalin über die Massenvergewaltigungen von Rotarmisten beschwerte, fragte der, was denn schon dabei sei, wenn sich ein Soldat „mit einer Frau amüsiert, nach all den Schrecknissen“; auf die Gegenwart übertragen: Was ist schon dabei, wenn sich der nordafrikanische bzw. morgenländische Zuwanderer ein bisschen mit einer Blondine amüsiert, nach all den Schrecknissen der Diskriminierung? Zugleich lese ich in Birgit Kelles neuem Buch "Gender-Gaga", dass Schweden im Zuge des Gender-Mainstreamings einen neutralen grammatikalischen Artikel als Alternative zur maskulinen und femininen Form eingeführt hat, um Sprachdiskriminierungen abzubauen. Wir haben es ersichtlich mit Wahnsinnigen zu tun, näherhin: mit tendenziell ethnosuizidären Wahnsinnigen. Doch bekanntlich ist Schweden unser aller sozialistisches Vorbild. "Geh unter Schwed', doch werd nicht wunderlich/Im Untergang, die Zukunft sieht auf dich" (frei nach Peter Hacks).

Klonovsky am 24. 2. 2015

Alter Schwede!


Skandinavien wird Alphaville immer ähnlicher.

Freitag, 27. Februar 2015

Wir flehen Sie an


Vera Lengsfeld bedankt sich für die bereits geleisteten Unterschriften. Und ich bitte Sie darum, weiterhin zu unterschreiben. Schluss mit der staatlichen Förderung von Linksextremisten!


Dienstag, 24. Februar 2015

Wie die Goten ans Schwarze Meer kamen

Progressive deutsche Historiker erkennt man sofort an ihrem antivölkischen Eifer und dem überheblich belehrenden, wichtigtuerischen Gestus. Am pseudowissenschaftlichen, Objektivität suggerierenden Jargon, an der gespreizten, technizistischen Wortwahl. Und am völligen Fehlen von epischer Qualität und passionierter Begeisterung. Das gilt für die Historie im Allgemeinen, aber ganz besonders für die Kunstgeschichte.

Zu diesen unangenehmen Äußerlichkeiten kommen die inhaltlichen: sie zweifeln in ihrer progressistischen Überheblichkeit grundsätzlich alles an, was irgendjemand je vor ihrer angeblich durch Wissenschaftlichkeit aufgeklärten, geläuterten und erleuchteten Epoche der Skrupelhaftigkeit geschrieben hat, und verleumden hemmungslos alle diejenigen als voreingenommen, unwissenschaftlich, skrupellos, primitiv und propagandistisch, die nicht ihrer eigenen Epoche und möglichst noch Gesinnung angehören.

Und seien es die Gebrüder Grimm, Goethe, Caesar, Livius, Machiavelli oder Cicero, unsere Zeitgenossen halten sich allemal für klüger, unvoreingenommener und wahrhaftiger.

Jeder Klassiker steht unter Generalverdacht, und Philipp Glass, Pink Floyd oder Udo Jürgens gilt diesen Idioten tatsächlich genauso viel oder gar mehr als Schubert, Brahms oder Schumann und allemal mehr als Wagner. Seis drum. Ich empfinde die auf Jordanes zurückgehende Bezeichnung Skandinaviens als vagina gentium trotz der wichtigtuerischen Quängeleien von Historikern, die sich erst im Fahrwasser der Augsteinäffäre als Trittbrettfahrer profilieren konnten, immer noch überzeugend und glaube weiterhin bis zum ultimativen Gegenbeweis, dass die Burgunder ursprünglich aus Bornholm und die Goten aus Gotland kommen (wo noch bis ins 17. Jahrhundert eine Sprache gesprochen wurde, die dem Deutschen manchmal mehr ähnelte als dem Schwedischen) und später entlang des Bug und weiter entlang des bei uns sogenannten südlichen Bugs (beide haben ihren Namen von den Buschanen) bis zum Schwarzen Meer gelangten, wo die Greutungen östlich des Dnjestr ihr Reich gründeten und die Terwingen westlich des Dnjestr.


Das Gebiet zwischen Bug und Dnepr um die Pripjetsümpfe war übrigens lange bevor die Goten nach Südosten wanderten, ein Sumpfwald, so ähnlich wie der Spreewald. In diesem "Bugwald" siedelte sich 2000 vor Christus der Teil der Arier oder Proto-Indoeuropäer oder Urindogermanen an, die wir früher Wenden nannten und jetzt als Slawen bezeichnen. Die Sorben im Spreewald sind also wie ein Echo dieser Urslawen. Ob diese Urslawen wohl bereits damals Cucumis sativus anbauten und in tönernen Gefäßen gären ließen? Das deutsche Wort "Gurke" kommt jedenfalls aus dem Slawischen.



"Wenn du nicht weißt, wo du hingehst, dann dreh dich um, und sieh nach, wo du herkommst." Moni Ovadia

Indoktrination im Kindergarten

Es wäre nun wichtig herauszufinden, in welchem Bundesland und in welcher Stadt sich dieser Kindergarten befindet, um sich an das zuständige Kultusministerium zu wenden. Vielleicht hat der eine oder andere eine Vermutung...

Bei dem Moslem, der den deutschen Kindern den Koran preist, handelt es sich ganz offensichtlich um Ömer Akbulut, der sich als Sprecher der islamischen Gemeinde für den Bau einer Moschee mit Minarett in Wertheim engagiert hat. Man kann also davon ausgehen, dass sich der Kindergarten in der Umgebung von Wertheim befindet.


Gegen multikulturalistische Reservate 



Gegen multikulturalistische Reservate



Serap Çileli 

Toleranz  ist, wenn man die, die zu intolerant sind, nicht toleriert.

Rechnung

Ohne Vordergrund

Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer und ist leider noch gravierender, und wir machen uns etwas vor, solange wir es nicht erkennen:

Es gibt nicht viele Dschihadtöchter! Aber es gibt mehr Dschihadtöchter als Serap Çilels. 

Und dazwischen unzählige türkische, syrische, arabische, persische, orientalische Frauen, die sich im Falle eines "Bürgerkriegs mit Migrationshintergrund" eher nicht zu der guten Serap, sondern zu den Dschihadtöchtern gehörig fühlen würden, wollte sagen werden. 

Machen wir uns bitte nichts vor. Der Islam besitzt seit mehr als 1000 Jahren gegenüber Gewaltanwendung eine Unbefangenheit, die sich jeder christlich erzogene Mensch im ernsten Bedarfsfall erst mit einiger Mühe - um nicht zu sagen Überwindung - erarbeiten muss. Anders gesagt: zur natürlichen Hemmung gegenüber Gewaltanwendung tritt bei Buddhisten und Christen noch eine gewaltfeindliche Konditionierung als zusätzlicher Hemmschwelle hinzu, die bei Muslimen fehlt.

Hieran wird auch die bestgemeinteste, aufgeklärteste, reformistischste Modernisierung (oder soll ich Kastrierung sagen?) des Islam nichts ändern.



P.S.:  

1. dass christliche Gewalt umso schrecklicher zu Tage tritt, wenn die Hemmschwelle erst mal überwunden wurde, ist ein anderes Paar Schuhe.
2. dass die Gewalttätigkeit der deutschen ANTIFA mit der der allzu gern verherrlichten palästinensischen INTIFADA identisch ist, insofern es sich in beiden Fällen um unreife von unerschütterlichen Ideologen indoktrinierte Jugendliche handelt,sei hier am Rande als Fuß- und Schlussnote ebenfalls erwähnt.

Bitte nicht aufgeben, Herr Bosbach!


Bitte nicht aufgeben, Herr Bosbach!!!
Wolfgang Bosbach denkt über Rücktritt nach, weil er nicht länger als Querulant gelten und ständig gegen den Kurs der Regierung stimmen will.
In Ruhe überlegen, wie es weitergeht

Zwischenzeitlich wurde das Reformpapier der Griechen von den Euro- Finanzministern abgesegnet, man geht davon aus, dass der Antrag Griechenlands auf eine 4-monatige Verlängerung des Hilfsprogramms genehmigt werden wird.
Regierungskreise Euro-Finanzminister

 Frauke Petry kann Herrn Bosbachs Frustration sehr gut verstehen. Sie schätzt seinen gesunden Menschenverstand und möchte ihn deshalb unbedingt bitten durchzuhalten.
Es gibt nur wenige Streiter im Bundestag, die den Bedürfnissen unserer Bürger Vorrang geben und nicht blind den Vorgaben der Regierung folgen.

Bleiben Sie standhaft, Herr Bosbach. In rund 2 Jahren stehen Sie nicht mehr alleine, dann wird Sie die ‪‎AfD‬ im Bundestag nach Kräften dabei unterstützen, in erster Linie die Interessen unserer Bürger zu vertreten! Wenn Sie aufgeben, wird der Widerstand im Bundestag gänzlich verschwinden und nur noch "Ja-Sager" unkritisch den Vorlagen der Regierung zustimmen.
Die AfD fordert ein Ende des Hilfsprogramms für Griechenland und dessen Austritt aus der Euro-Währungszone!

Samstag, 21. Februar 2015

Wir und Russland (und Amerika)

14. Februar 2015

Der kluge Roger Köppel macht sich im Weltwoche-Editorial Gedanken über die Haltung deutscher Offizieller gegenüber Russland. Er habe vor einiger Zeit Gelegenheit erhalten, so Köppel, bei einem Abendessen in Berlin mit hochrangigen Regierungsvertretern der Bundesrepublik über Putin zu sprechen. Er sei entsetzt gewesen „über den kompromisslos kriegerischen Ton und die betonharte Abneigung gegenüber dem Kreml“, schreibt Köppel, der die „überspannt wirkende Gereiztheit“ bei diesem Gespräch „knapp unter dem Siedepunkt der Hysterie“ verortet. Also im Grunde nichts Besonderes: der typisch (neu)deutsche Tonfall, die typisch (neu)deutsche Temperiertheit. Nach Eleganz, Geist, Zweideutigkeiten oder Grundkenntnissen der Regeln der Diplomatie suchte man in solcher Gesellschaft vergeblich. Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun. Doch hören wir weiter.

 Um die Situation zu entspannen, fährt Köppel fort, habe er eingeworfen, dass Deutschland doch eigentlich kein Interesse an einer Entfremdung mit Russland haben könnte. Nun sei die Stimmung erst richtig eisig geworden. „Ein Minister zischte mir zu, dass die Deutschen gegenwärtig niemals mit Putin eine Übereinkunft finden könnten. Das sei ausgeschlossen, unmöglich, absolut undenkbar. Das wäre ja eine Wiederauflage jenes teuflischen Vertrags, den vor Beginn des Zweiten Weltkriegs Hitler und Stalin abgeschlossen hätten“... –

 Hier wäre nun wohl doch Hysterie oberhalb des Siedepunktes zu konstatieren gewesen. Nach einer solchen Bemerkung aus dem Mund eines Ministers, also eines Gesetzgebers – eine Bemerkung, die, ganz nebenbei, jeden Jakob-Augstein-Kommentar auf Spiegel online zu einer moderaten und intellektuell redlichen Ansicht erhöbe –, könnten schlichte Gemüter wähnen, dass diese Republik von Geistesgestörten regiert wird. Aber das griffe wohl zu kurz. Zu kurz greift meiner bescheidenen Ansicht nach auch der ehrenwerte Weltwoche-Chefredaktor, indem er aus solchem Kolonisiertengeschwafel schließt, dass der Zweite Weltkrieg in den Köpfen dieser Politiker noch immer nicht vorbei sei: „Das Trauma wirkt nach. Deutschland bleibt gefangen in seinen historischen Erfahrungen, die es geistig immer wieder durchlebt, um sie auf keinen Fall zu wiederholen.“

 Also: Nie wieder Hitler? Ach was! Das ist nicht mal ein Tertiärmotiv. Allein schon aus dem griffigen Grunde, dass diesem Ländle für kriegerische Kraftentfaltung ja nun wirklich alles fehlt: Waffen, junge Männer, Anführer, Ziele, Ideale, Eier – alles. Nicht dass unsereins das schlimm fände, im Gegenteil – nur die feudale Rhetorik hiesiger Offizieller widert einen denn doch an; Eunuchen sollten nicht von sich selbst als potentielle Vergewaltiger reden, das ist lächerlich, sie sollten vielmehr jene Gefahren benennen und abzuwenden suchen, die Eunuchen ins Haus stehen (und wozu fraglos auch gehört, dass man sie nötigt, jemanden mit Penetration zu drohen).

 Vielleicht hätte Köppel bei der von ihm sicherlich zutreffend diagnostizierten überspannten Gereiztheit seiner Gastgeber besser an ein Wesen denken sollen, das sich allweil damit hervortut, auf überspannte und lächerliche Weise gereizt zu sein: an den Zwergpinscher. Der ist bekanntlich ohne sein Herrchen nichts, mit diesem im Rücken aber stets bereit, einen Feind zu verbellen. Das Gekläff der meisten deutschen Politiker gegen Putin ertönt hinter den Hosenbeinen ihres transantlantischen Apportiermeisters (und zwar desto beflissener, je näher sie der CDU stehen). Die Lehre, die von deutschen Politikern aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen wurde, ist nämlich sehr simpel: Man wollte nach der Prügel zweier verlorener Weltkriege fortan nurmehr noch auf der Siegerseite stehen, koste es, was es wolle, die Tradition, den Nationalstolz, die Ostgebiete, die Währung, die Sprache, die ethnische Substanz – egal. Nur nie wieder solche Prügel! Niemals wieder auf eigene Rechnung Politik machen! Lieber allmählich von der Landkarte verschwinden, als je wieder allein gegen alle stehen. Aber die Untertanen-Mentalität der deutschen Politiker hat sich bei diesem Wechsel auf die Seite der Weltkriegssieger und schließlich auf jene des Triumphators im Kalten Krieg nicht geändert, sie ist so sturheil wie sturdeutsch geblieben, und heute heißt es eben: Amerika befiehl, wir folgen! Sogar Linke, wenn sie mal in Regierungsverantwortung geraten, fressen diese Lektion meist sofort, mögen sie vorher dutzende Male gegen die Amis demonstriert haben; fragen Sie den Fischerjockel oder Trittin. Und was ist aus amerikanischer Sicht seit 100 Jahren das schlimmste politische Szenarium für Europa? Genau: dass Russland und Deutschland sich – nein, nicht einmal verbünden, nur politisch annähern könnten. Allein der Gedanke macht die Amerikaner unruhig, und ein guter Pinscher fühlt Herrchens Erregung und teilt sie stracks, indem er erregt zu tänzeln und zu kläffen beginnt, wie man es ihm auf den Dressurwettbewerben der Bilderberger beigebracht hat. Das ist und bleibt der Modus der deutschen Außenpolitik, der Außenpolitik eines widerlegten, durch Prügel "klug" gewordenen (Rest-)Volkes.

Für die nüchterne Erwägung dessen, was man gemeinhin nationale Interessen nennt, lässt eine solche Konditioniertheit wenig Raum, Herrchens Wille ist längst der eigene (umso rühmlicher im Nachhinein Gerhard Schröders Weigerung, beim Überfall auf den Irak mitzutun), wer etwas anderes sagt, wird sogar bei einem informellen Abendessen angebellt. Herrchen sieht und hört nämlich alles. Da diese hysterisch verteidigte Unselbständigkeit durchaus etwas Ehrenrühriges hat, schmückt sie sich mit allerlei Gesinnungsputz, mit dem langen Wegs nach Westen etwa oder der Verteidigung von Weltfrieden, Grundgesetz, Menschenrechten umd Mülltrennung am Hindukusch. Oder eben einer Verhinderung des Teufelspaktes von anno 1939. Ohne solche Kosmetik – und das bisschen Kontra seitens der Kanzlerin gegen ein direktes Auf-den-Gegner-gehetzt-werden – stiege die Selbstverachtung ins Uferlose.

(Aber vielleicht liege ich ja völlig daneben, und hinter den Kulissen waltet unbeirrt die gute doppelzüngige Normalität...)


 Was nun aber die unbeirrbare und irgendwie endsieggläubige Dauerselbstkasteiung Deutschlands mit u.a. Hakenkreuzen und Hitlervergleichen angeht, hält der philosophische Schriftsteller Frank Lisson, dessen Bücher ich hier grosso modo empfehle, dazu fest:
 „Der vom kulturellen Selbsthaß durchdrungene Mensch haßt ja nicht sich selbst als Person, sondern nur seine kulturelle Herkunft, die ihn mit dem Makel einer ‚ererbten’ Schuld behaftet. Und gerade weil er diese Schuld auf sich nimmt, das Tätererbe einer überkommenen Identität in sich bekämpft oder wieder gut zu machen versucht, betreibt er durch Einhaltung selbst des abstraktesten Tabus zugleich eine Art Erhöhung und Heiligung seiner selbst.
Weil in modernen, ‚offenenen’ Gesellschaften das Spiel mit dem Tabubruch inzwischen selbst zu den Prinzipien der Herrschaftssicherung zählt, werden Scheintabus und Persiflagen von Tabus nötig. Die Persiflage eines Tabus, also die gezielte Hysterisierung einer Sache, die vor den eigentlichen Kern dieser Sache geschoben wird und ihn damit verdeckt, dient als Ersatzhandlung für den echten Tabubruch. Das Scheintabu und die Persiflage erlauben dem vulgären Tabubrecher, sich daran auszutoben, damit die echten, staatstragenden Tabus unberührt bleiben. Denn die Macht der bestehenden Funktionseliten basiert ganz entscheidend auf der Bewahrung und Sicherung jener echten und staatstragenden Tabus, die vor allem in Deutschland das Ereignis des Nationalsozialismus betreffen und dazu dienen, alle Brücken in die Geschichte abzubrechen und alle Zugänge zur eigenen Herkunft und Kultur zu versperren. Indem das abstrakte Tabu Nationalsozialismus wie eine unberührbare Barriere oder streng bewachte Demarkationslinie zwischen dem weiten Gestern und dem engen Heute liegt, wird auch das bestehende System unberührbar und ‚alternativlos’; wer also nach Bewegung in alle Richtungen verlangt, gerät automatisch in den Nähe des Tabus und fällt damit sofort unter Generalverdacht. Verlöre das täglich gepflegte Tabu also an Wirkung, wäre der Status quo gefährdert, denn die bestehenden Funktionseliten könnten die Notwendigkeit ihres Machtanspruchs dann nicht mehr allein aus ihrer ‚Verantwortung vor der Geschichte’ rechtfertigen und es würde womöglich erneut zum freien Spiel der gesellschaftlichen Kräfte kommen, woran jedoch kein etabliertes System je ein Interesse gehabt hat.“
(Aus: „Die Verachtung des Eigenen. Ursachen und Verlauf des kulturellen Selbsthasses in Europa“, Schnellroda 2012).

17. Februar 2015

Leser W. schreibt zum Eintrag vom 14. Feburar:

"Auch ich habe Köppels Text gelesen und möchte ihm und Ihnen insofern zustimmen, als dieses Streberhafte, dieses unbedingt Klassenprimus sein wollende der deutschen politischen Elite in der Tat ziemlich abstoßend ist. Aber ansonsten?
Daß nun ausgerechnet die Obama-Administration eine Neuauflage des Kalten Krieges wünscht, kann ich nicht im Entferntesten erkennen. Und was Amerika-Hörigkeit betrifft: Gerade eine nüchterne Abwägung der deutschen Interessen legt immerhin den Gedanken nahe, daß es besser ist, mit der (immer noch) stärksten Macht der Welt befreundet als verfeindet zu sein. Eher habe ich umgekehrt den Eindruck, daß das Verhältnis von Frau Merkel zu Obama verdächtig dem von Herrn Honecker zu Gorbatschov zu ähneln beginnt. Und wieso ist es „aus amerikanischer Sicht seit 100 Jahren das schlimmste politische Szenarium für Europa“ wenn sich „Russland und Deutschland sich – nein, nicht einmal verbünden, nur politisch annähern“? Ich will nicht auf den 100 Jahren herumreiten, aber Brandt hat seine Ostpolitik auch gegen amerikanische Bedenken durchgeführt. Schröder haben Sie selbst erwähnt.
Deutschlands und Europas Problem mit den USA ist nicht ein übergroßer amerikanischer Einfluß, sondern ein zunehmendes amerikanisches Desinteresse an Europa. Eines so wehleidigen, anspruchsvollen und verwöhnten Vasallen, wie die Deutschen es sind, wird man irgendwann einmal müde.
Generell scheint mir, daß Ihnen nicht nüchterner Verstand, sondern Ressentiment die Feder geführt hat. Ich habe durchaus ein gewisses Verständnis dafür, aber ich halte daran fest, daß man dieses aus politischen Analysen raushalten sollte."

Nein, kein Ressentiment, geehrter Herr W. – nur ein schwer zu bezähmender Ekel. Aber Sie haben recht, eine politische Analyse war dieser Text nicht. 

Klonovsky am 14. und 17. 2. 2015

Freitag, 20. Februar 2015

Ehrlicher Palästinenser


Vor zwei Tagen landete ein palästinensischer junger Mann von 19 Jahren im Krankenhaus, weil ihn die Polizisten der palästinensischen Behörde von Hebron verprügelt hatte.

Am selben Tag ließ dieselbe Behörde 20 Palästinenser des Flüchtlingslagers Balata bei Nablus als vermeintliche Kriminelle verhaften.

Im Verlauf des Jahres 2014 wurden 16 palästinensische Frauen Opfer von Ehrenmorden.

Warum berichtet die deutsche (und die europäische) Lügenpresse nicht darüber?

Weil sich diese Nachrichten von den Meutenfeiglingen nicht antiisraelisch ausschlachten lassen.

Der ehrliche Leser ist aufgefordert, Khaled Abu Toamehs Tweets zu folgen.

DGB bezahlt Ordnungsgelder für Gesetzesverstöße der Antifa

Natürlich nur, wenn die verurteilten Täter Gewerkschaftsmitglieder sind. Aber immerhin!







Kampf gegen Rechts

Ganz einfach kann man heutzutage "zum Helden" werden: Durch den Kampf gegen Faschisten.
Leider gibt es nicht mehr genug "Nazis", also muss man welche dazu deklarieren, ohne dabei auf Details zu achten. 


Man ist ja auf der Seite der "Guten"! Dafür gibt es viele Beispiele: Die AfD fordert seit Beginn ein Zuwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild, keine Zuwanderung in unsere Sozialsysteme, Reformierung und konsequente Umsetzung der Asylgesetzes usw. Für all diese Forderungen wurde sie als Nazis, Fremdenhasser und vieles mehr beschimpft.
 
Mittlerweile haben die Regierungs- und andere Parteien diese Themen aufgenommen. Gestern erst sagte Seehofer, wir seien nicht das Sozialamt der Welt!

Und was passiert? Kein Aufschrei, keine Diffamierung, plötzlich sind all diese Themen salonfähig! Das beweist, dass die AfD auf dem richtigen Weg ist.

Und die Antifa?
Hier ein paar Zitate aus einem lesenswerten FAZ-Artikel von Markus Günther.

"Der Kampf gegen Rechts braucht immer neue Nahrung. Da verwischen dann schnell mal die Unterschiede zwischen NPD und AfD‬, da steht der konservative Flügel der CSU unter Faschismusverdacht, und Thilo Sarrazin liegt auf der Linie von Jean-Marie Le Pen. Auf Details kommt es nicht an. Wo antifaschistisch gehobelt wird, fallen sehr grobe Späne."
"Hinter dem antifaschistischen Eifer stecken gefährliche Selbsttäuschungen. Lupenrein und lehrbuchhaft zeigt sich hier der Dreiklang neurotischer Störungen: Verdrängung, Abspaltung, Übertragung.
"Hinzu kommt, dass Antifaschismus noch nie so billig zu haben war wie heute. Früher konnte er das Leben kosten, heute kostet er nicht mehr als ein Lippenbekenntnis unter Gleichgesinnten - und schon gehört man dazu, zum erlesenen Kreis der Aufrichtigen, Anständigen, Tapferen. Die Kämpfer gegen Rechts bilden den Adelsstand der aufgeklärten Gesellschaft. Oder noch einen Schuss polemischer: Hier findet ein Ablasshandel statt..."

Dienstag, 17. Februar 2015

Bild von Dresden 16. Februar 2015


Und Bericht von Leipzig 16. Februar 2015:

Liebe Freunde von LEGIDA,
erst einmal vielen Dank an die rund 700 Teilnehmer von gestern, welche ihre Ankündigungen bei FB auch umgesetzt und mit uns gemeinsam auf dem Platz gestanden haben. Ihr habt erkannt das der junge Baum, welchen wir auf diesem alten Feld gepflanzt haben, auch mit Begeisterung und Nähe zum wachsen gebracht werden muss. Danke, wir sind uns sicher, Ihr bringt nächste Woche wieder, jeder einen mit.

Danke auch an die Redner, welche aus ganz Deutschland angereist waren um uns und euch zu unterstützen. Die weiteste Strecke hatte unser Andrej aus Koblenz und auch er wird die Dresdner Thesen und den Geist von LEGIDA jetzt unter die Menschen, dort bei sich vor Ort, bringen.

Apropos Volk, auch Frau Nagel hat sich wieder ein Stück unseren Thesen genähert. Waren es beim ersten Mal noch 300 m und ein Gitter, was uns trennte, einmal nur 100 m und eine Kette von Polizeiwagen, blieben gestern nur gut 30 m übrig, dann hätte sie die Bühne erklimmen können.
Sehen sie Frau Nagel, es geht alles ganz friedlich bei uns zu. Vielleicht haben Sie aber auch nur erkannt, dass Sie bei uns eine Stunde lang interessanten Inhalten beiwohnen durften und Ihnen erschien das abstruse Gegröle der Alkohol Partei auf der Gegendemo zu flach.
So nähert man sich langsam, auch Sie zeigen ihren Leuten schon „wie`s geht“. Wir freuen uns.

Gegendemo, ja was ist los mit der Gegendemo? Gut 650, sinnfrei schreiende Halbwüchsige, kann das unser Anspruch sein? Kein richtiger Gegendruck, keine Kampfgeschwader unterwegs? Was war los gestern? Auch in Dresden war es so ruhig, das die Einsatzgruppen der Polizei mal auf einen Kurzbesuch rüber kamen.

Diese Situation ist so sehr gut aber mit Vorsicht zu genießen. In Leipzig ist Z/Intec-Messe, es ist durchaus möglich, dass der Zauberlehrling seinen Besen eine Woche Ruhe verordnet hat um das ohnehin schon strapazierte Ansehen seiner Stadt nicht noch mehr zu entwürdigen. Wir werden nächste Woche sehen, ob die Besen wieder kehren wollen.

Ja, nächste Woche. Wir werden NICHT in einen 14-tägigen Rhythmus gehen, sondern weiterhin, so wie von euch gewünscht, jeden Montag zusammen mit euch auf dem Augustusplatz stehen und auch wieder LAUFEN!
Heute 16:00 ist dazu wieder einmal ein freundliches Kooperationsgespräch beim Ordnungsamt angesetzt.

Wir wollen nicht nur kritisieren und verwalten, wir sind gekommen um zu gestalten!
WIR SIND DAS VOLK!

Der gute Patzelt warnte zu recht vor einer Dämonisierung der PEGIDA.

Montag, 16. Februar 2015

Wo Unrecht zu Recht wird...

...wird Widerstand zur Pflicht


Was passiert in einer Stadt, wo linke Gewalt hofiert und rechte Gewalt herbeigeredet wird? Das Auto des Anwalts der LEGIDA wurde heute morgen, von bisher nicht identifizierten Tätern, zerstört. Wer eins und eins zusammen zählen kann, weiß wer die Täter sind.

Herr Jung, die Geister, die sie riefen, die werden sie glaube ich nicht mehr los.

Oder wollen Sie sich jetzt darauf versteifen, die LEGIDA habe das Auto ihres Rechtsanwalts selber demoliert, um die Antifa in Verruf zu bringen???

Unterdessen bezeichnet Jürgen Kaube die Mörder von Paris und Kopenhagen als "Wutbürger", um auf dieselbe Weise wie bereits zuvor Berthold Kohler - aber eleganter und daher noch perfider: nämlich als implizite Anspielung - die PEGIDA-Demonstranten durch Schmähung zu diskreditieren und in Verruf zu bringen.

Kein gutes Omen.

"Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen.", sagte einst Konrad Adenauer, in einer Zeit als gute Manieren noch keine Ausnahme waren und Uwe Seeler sich noch rühmen konnte, in seiner ganzen Karriere nur ein einziges Mal die rote Karte bekommen zu haben. Aber wer die Dinge so verdreht wie Kohler und Kaube, der weckt irgendwann Abscheu, und wenn Heuchelei, Sticheleien, Ecken und Kanten, leisetreterische Pöbeleien und Verleumdungen zur Richtschnur werden, dann nimmt man am Ende nur doch die ernst, die das nicht mitmachen wollen.

Demokratie!

"Ich gratuliere unseren Kollegen in Hamburg zum Einzug in die Hamburger Bürgerschaft. Nun hat die AfD‬ acht weitere Parlamentarier in ihren Reihen!
Das ist sehr wichtig für weitere Erfolge der AfD.

Dass wir schon sehr erfolgreich sind, bewies z. B. die gestrige "Berliner Runde" im Rahmen der Wahlberichterstattung.

Einhellig befürworteten die Vertreter der verschiedenen Parteien die Notwendigkeit eines Zuwanderungsgesetzes nach kanadischem Modell.
Sogar Fahimi meinte sinngemäß, ein "Punktesystem sei notwendig, sonst brauche man auch kein Zuwanderungsgesetz..."
Eine unserer Forderungen, für die man uns noch vor einem Jahr als "Nazis" und "Fremdenhasser" beschimpft hat!

Scheuer von der CSU meinte, die AfD habe in Bayern nur etwa 4%, weil man uns dort eine "gute Politik" entgegensetze. Was er meinte war, dass auch in Bayern die AfD-Themen und -Forderungen von den regierenden Parteien übernommen werden.

Auf diese Weise bestätigt er, dass die Politik der AfD eine gute Politik ist!
Wir bleiben dran und wir mehren unseren Einfluss, liebe Freunde und Unterstützer!
Die AfD wirkt! Immer mehr!"

somewhere i have never travelled

somewhere i have never travelled, gladly beyond
any experience, your eyes have their silence:
in your most frail gesture are things which enclose me,
or which i cannot touch because they are too near

your slightest look easily will unclose me
though i have closed myself as fingers,
you open always petal by petal myself as Spring opens
(touching skilfully, mysteriously) her first rose

or if your wish be to close me, i and
my life will shut very beautifully, suddenly,
as when the heart of this flower imagines
the snow carefully everywhere descending;

nothing which we are to perceive in this world equals
the power of your intense fragility: whose texture
compels me with the color of its countries,
rendering death and forever with each breathing

(i do not know what it is about you that closes
and opens; only something in me understands
the voice of your eyes is deeper than all roses)
nobody, not even the rain, has such small hands

Überblick

review2014

Sonntag, 15. Februar 2015

Dresdner Thesen


Schulterschluss

Vorheriges Positionspapier

BITTE UNTERSCHREIBEN

Stattdessen


Stein und Zeit

Sie predigen Germanophobie, Selbsthass und moralische Eitelkeit

Sie lehnen das Christentum ab und hofieren den Islam, sprechen aber von Nächstenliebe und christlichen Tugenden, wenn es darum geht, dem Volk für die Wirtschaftsflüchtlinge in die Taschen zu fassen oder darum, dass es die Landnahme bereitwillig zu akzeptieren habe.

Sie greifen tief in die Geschichte zurück, um den aktuellen Dschihad mit den Kreuzzügen zu relativieren. Sie ziehen Parallelen aus dem Mittelalter, um Ehrenmorde und Familienfehden zu rechtfertigen, die jeden Tag um uns herum passieren. Sie weisen Kritik am Burka- und Kopftuchzwang zurück und behaupten, in Deutschland habe man früher auch Kopftücher getragen. Sie stellen die deutsche Kultur und Identität, ja ganz Deutschland infrage, sprechen aber von unserer deutschen Verantwortung, wenn es darum geht, die Schuld für irgendetwas bei uns zu suchen. 

Sie vergleichen die „Flüchtlings“ Ströme aus dem Balkan und der dritten Welt, mit den Vertreibungen aus dem Osten, sehen diese aber als gerechte Strafe für uns Deutsche an oder verleugnen ihre Ausmaße. Sie schmälern die Aufbauleistungen unserer Trümmerfrauen, um die Leistungen des migrantischen Humankapitals zu übersteigern und beteuern, dass es nicht dem Aufopferungswillen und der Tatkraft der Nachkriegsgeneration, sondern harten US-Dollars zu verdanken war, dass Deutschland aus Trümmern wieder auferstehen konnte.

Sie lassen Schulen verfallen, bezahlen Lehrer nicht ordentlich und beklagen sich über mangelnde Bildung. Sie senken das Lohnniveau, schaffen Niedriglohnjobs, aber klagen über „Fachkräftemangel“. Sie warnen vor dem demografischen Wandel aber besteuern Familien, verschenken die Pille und lassen 100.000 Kinder pro Jahr abtreiben.
Sie sind die Beschwichtiger, Schönredner und Brunnenvergifter. Sie sind Söldner des Großkapitals und der Migrantenvereine! Sie geißeln uns mit ihren Halb- und Unwahrheiten und mit ihrem Neusprech, mit dem sie das Volk vergiften. Sie sind die geistigen Brandstifter unserer Zeit! Sie verleumden, hetzen und wiegeln auf! Sie wollen das Land spalten und das Volk seiner Mündigkeit berauben! Doch die billige Hetze und Polemik sind längst durchschaut. Wir wissen, dass der antideutsche Geist in jeder Phrase und Worthülse mitschwingt, die man uns entgegenschmettert.

Sie nennen sich „Volksvertreter“ und verstehen sich als die Führer der Anständigen! Doch wir wissen es besser und bezeichnen Sie als dass, was sie wirklich sind – nämlich „Maulwerker“! Götz Kubitschek



Samstag, 14. Februar 2015

Aushöhlung des Demonstrationsrechts und Zermürbung

Damit wir nicht wie die letzten Male gegen 16:00 Uhr die erstinstanzliche Entscheidung haben und dann weit nach Veranstaltungsbeginn, die dann zwingend unterliegende Entscheidung des OVG erhalten (alles andere wäre ja ein Witz - man gewinnt und wird faktisch doch mit Repressalien überzogen), hat Legida gestern Abend noch einen Eilantrag gegen das Aufzugsverbot gefertigt und gegen 20:15 Uhr dem VG per Fax zugestellt. Nach der Rspr. des BVerfG gibt es übrigens kein Erstanmelderprivileg. Es gibt auch faktisch keine zeitlich vorgehende Anmeldung. Es existiert nur ein nicht nachvollziehbarer "Zufallsfund" auf dem Schreibtisch des OBM, der bei der Anmeldung für die Montage und der Route auf dem Ring im Kooperationsgespräch vom 13.01.2015 der Versammlungsbehörde nicht bekannt war und am 14.01.2015 wie ein weißes Kaninchen aus dem Hut der Stadt Leipzig sprang. Diese Anmeldung ist zu dem so unbestimmt, dass sie wohl für jede Route als Universalschlüssel gelten sollte und ist nur nach großzügigster Auslegung zu Lasten der Legida Veranstaltung überhaupt geeignet, mit deren Versammlungsanmeldung zu kollidiere. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Amigos sind und bleiben halt Amigos.

 Theoretisch müsste Legida mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gegen das Aufzugsverbot gewinnen, was faktisch passieren wird, haben wir ja nun bereits mehrfach erlebt. Der Antrag ging laut Faxprotokoll gestern gegen 20.15 Uhr per Fax beim VG ein. Da dort von Freitag 14:00 Uhr bis Montag 9:00 Uhr in der Regel nichts passiert, hat der Anwalt versucht, dort Sonnabend 8:00 Uhr anzurufen. In funktionierenden Bundesländern wird die Nummer des Bereitschaftsrichters auf Band angesagt. Beim VG Leipzig wird die Nummer des Lagezentrum der Polizeidirektion angesagt. Vielmehr wird die Nummer 2552224 als dessen Nummer dort auf Band angesagt. Der Bürger der diese Nummer wählt, erfährt aber durch eine Bandansage, dass "dieser Anschluss vorübergehend nicht erreichbar ist", tatsächlich dürfte die Nummer bereits seit Jahren nicht mehr aktuell sein. Der neugierige Bürger sucht und findet dann im Internet die Nummer des Lagezentrums der PD Leipzig als 96642224. Allerdings erfährt er dann dort, dass dies die Polizei ist und mit dem Verwaltungsgericht nichts zu tun hat. Ein renitenter Rechtsanwalt, der mit derartig interessanten und skurrilen Situationen umzugehen lernte und sich mit dem Betreffenden auch verbal auseinander- und durchzusetzen versucht, schafft es zumindest dort gegen 8:15 Uhr seine Kontaktdaten neben der Botschaft zu hinterlassen, dass beim VG ein Eilantrag auf Entscheidung wartet und durch Art. 19 IV GG es aus seiner Sicht geboten erscheint, dem Bürger auch den gesetzlich vorgegebenen Instanzenzug durch zeitnahe Entscheidung zu ermöglichen.

 Exakt 8:57 Uhr wird der RA dann zurückgerufen und mitgeteilt, dass man den Antrag per Fax benötige, da die Bereitschaftsrichter technisch nicht in der Lage sind, den Briefkasten zu öffnen und im Übrigen sei bis 20:00 Uhr kein Fax eingegangen. Nach Aufklärung des Informationsversehens bei der PD wird das Gericht sich den Antrag nun anschauen (Dies in Zeiten in denen jedermann seinen Router selbst so einrichten kann, dass er jedes Fax per Mail sofort an jede E-Mailadresse weiterleiten kann!!!). Es bedarf scheinbar dringend auch einer technischen Aufrüstung und Modernisierung unserer Justiz. Eine Entscheidung wird voraussichtlich Sonntagnachmittag ergehen. Legida ist gespannt, ob sich die Stadt mit ihrer Auffassung zum Erstanmelderprivileg vor dem VG gegen die explizite Rechtsprechung des BVerfG durchsetzen kann und ob man der Vorgabe des polizeilichen Notstandes erneut folgen wird. Legida und ihr Anwalt haben jedenfalls alles in ihrer Macht stehende getan, sogar den Antrag am Sonnabendmittag noch persönlich zum Gericht gebracht, um dem Technikteufel einen Streich zu spielen. Das Fax war dann aber kurz vor Mittag auch schon durch die Technik des VG zu Ausdruck gekommen.
 
Insoweit wird klar, dass alle jene, die die tatsächlich existenten, der Legida scheinbar offensichtlich Recht gebende Entscheidungen uns so freundlich mitteilten, tatsächlich in ihrer Annahme, dass die Verbote und Beschränkungen rechtswidrig sind, mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit Recht haben. Der Anwalt der Legida hat bereits eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vor Jahren für eine andere Mandantin erwirkt, die die Verfahrensweise der Stadt Leipzig für verfassungswidrig erklärt hat. Leider interessierte dies aber bislang offenbar niemanden.
Faktisch hat Legida alles getan, um ihr und Euer verfassungsrechtlich garantiertes Recht "Spazieren gehen zu dürfen" durchzusetzen. Es wird aber letztlich alles am VG Leipzig liegen und es könnte erneut an den Leipziger Besonderheiten scheitern, dieses Recht auch erfolgreich durchsetzen zu können.

Aus dem Alltag eines LEGIDA-Anwalts

Ohne Vordergrund

Freitag, 13. Februar 2015

Elbflorenz








Feuersturm Dresden vor 70 Jahren



"Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens." Gerhart Hauptmann

Lupercalia




 Nachdem wir unsere Kranzniederlegung - die beispielsweise von etwa 25 Anhängern der Piratenpartei und „Dresden Nazifrei“ mit Rufen wie „DRESDEN HATS VERDIENT“ gestört werden sollte - beendet hatten, wurden kurzum von diesen Personen die abgelegten Kränze umgedreht und die Schleifen abgeschnitten. Dieses ideologisch geprägte Scheuklappendenken und die daraus resultierenden Aktionen verhöhnen nicht nur die Opfer und deren Angehörige, sondern auch eine ganze Stadt.


Selbstkritik ist eine Tugend. Aber jede Tugend kann man übertreiben, verabsolutieren, missbrauchen und am Ende verschandeln, indem man sie zum Exzess macht und dabei verdirbt und ins Extrem kippt. Wenn Selbstkritik zu Germanophobie wird, ist das rechte Maß lange überschritten.



Donnerstag, 12. Februar 2015

Der Neue Mensch 3.2


Es ist für uns alle hier nicht besonders tröstlich, dass wir die mäßigende Kraft des Lebens kennen: Fast alle, die uns grölend und pöbelnd gegenüberstehen, führen in zehn Jahren ein ziemlich normales, meist sogar ziemlich bürgerliches Leben.

Warum ist das kein Trost? Es ist kein Trost, weil diese Leute eine bestimmte Ideologie in ihren Beruf und in unsere Gesellschaft hineintragen. Diese Ideologie ist im Kern das, wogegen PEGIDA und LEGIDA und alle anderen protestierenden Städte seit Monaten auf die Straße gehen. Diese Ideologie lautet: „Der Mensch, wie wir ihn kennen, gefällt uns nicht. Wir wollen einen neuen Menschen.“

Wir setzen folgenden Grundsatz dagegen:
„Wir wollen keinen neuen Menschen. Wir wissen, dass jede Suche nach einem neuen Menschen ein rücksichtsloses Experiment ist. Wir wissen, dass diese Experimente immer verheerende Folgen haben.“

+ Die Ideologie unserer Zeit möchte keinen Unterschied mehr zwischen Mann und Frau anerkennen. Es gibt also nicht nur zwei Geschlechter, sondern fünfzehn oder zwanzig. Was für ein schäbiges Experiment, was für ein teures Hirngespinst! Wollen wir das?
+ Die Ideologie unserer Zeit hält Erziehung und Bildung für überflüssig. Erziehung ist Unterdrückung, Bildung ist Quälerei. Wohin soll das führen? Es führt in die Oberflächlichkeit ganzer Schülergenerationen, es führt in eine völlige Unkenntnis über die Geschichte und die Identität unserer Heimat. Wollen wir das?
+ Die Ideologie unserer Zeit hat einen Narren gefressen an der Bereicherung Deutschlands durch ungebremste Masseneinwanderung: jeder Ankömmling ist ein potentieller Facharbeiter, jeder Ausländer macht unser graues Land bunter und fröhlicher. Was für ein schrecklicher Irrtum!
Bautzen, Hameln, Lüneburg – das sind nur drei Ortsnamen aus den letzten Wochen: Dort ist das fröhliche Experiment umgeschlagen in einen Alptraum für die Deutschen, und die Beispiele aus den vergangenen Jahren gehen in die hunderte. Wollen wir das?

Es reicht!!!



"In der Ukraine besteht eindeutig eine Kriegsgefahr. Die Antwort auf die Bewaffnung der Separatisten darf jedoch nicht sein, dass der Westen seinerseits Waffen in die Ukraine liefert. Das würde eine Spirale der militärischen Eskalation auslösen und die Gefahr eines Stellvertreterkrieges hervorrufen.
Grenzen müssen in Europa unverletztlich sein, aber nicht unveränderlich. Mit militärischen Mitteln dürfen Grenzen nicht mehr verändert werden. Im Zuge des Selbstbestimmungsrechtes der Völker muss es mit friedlichen Mitteln der Demokratie jedoch möglich sein, Grenzen zu ändern.
Diese Worte hätten heute im Europaparlament gesprochen werden sollen. Ich war jedoch enttäuscht, mit welchen Gemeinplätzen die Vertreter des Rates und der Kommission zum Ukraine-Konflikt und dem heutigen Minsker Treffen Stellung genommen haben."

Wenn Merkel und Von der Leyen Obamas Beschluss, den Ukrainern Waffen zu liefern, billigen möchten, dann sollen sie gefälligst zurücktreten, statt unser Land für die USA zu verheizen!!!

Wenn Sie der Ansicht sind, dass Europa in eigener Sache gegen Russland Krieg führen muss, dann sollen sie gefälligst dafür sorgen, dass Europa sich geeint, einig und bärenstark mit europaweiter Wehrpflicht unter dem Kommando eines Mannes, der etwas davon versteht, befindet und bis an die Zähne bewaffnet in der Ukraine aufmarschiert, statt mit dieser lächerlichen Berufsarmee zu klappern.

Offenbach


Die Lügenpresse hat gestanden. Ausnahmsweise mal, verspätet und unbeachtet.



An der Oberfläche

Im Plasma

im Kern 


Designerdrogenhirne wie des Professors an der Hochschule für Gestaltung, Herrn ......., sprechen schwärmend von der "mediterranen, basarartigen Atmosphäre" in Offenbach, von den über 100 Nationalitäten, von den Düften und Klängen...

Weltfremder geht's nicht mehr.



Sonntag, 8. Februar 2015

Gemahltes Obst im Licht



Luciano Ventrone

Eumerikas Botschafter


"Guten Tag Herr Putin! Der Islam gehört zu Deutschland, und Deutschland gehört zu Amerika."

Sonne und Menschen


Renato Guttuso

Samstag, 7. Februar 2015

Sanft

In seinem Roman „Unterwerfung“ hat sich Michel Houellebecq auf literarisch-viertelphantastische Weise eines Themas angenommen, dessen öffentliche Erörterung in allen westeuropäischen Ländern einstweilen noch tabu ist, nämlich der Frage: Was geschieht in diesen Ländern, wenn die stetig wachsende und vor allem deutlich jüngere muslimische Bevölkerung anfängt, ihre Vorstellungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in die Politik „einzubringen“?

 Unsere Progressisten scheinen ja allen Ernstes zu glauben, die Zukunft des Islam in Deutschland bestehe darin, dass er zu einer folkloristischen Privatangelegenheit absinkt, vor der die Öffentlichkeit allenfalls am leicht veränderten Aussehen des „Wort zum Sonntag“-Sprechers etwas mitbekommt. Also dass es anstelle von Kirchen eben da und dort Moscheen gibt, in denen potentielle Grünen- und SPD-Wähler verkehren, die sich ansonsten brav an die Kandare nehmen lassen, mit der biodeutschen Volksgemeinschaft gegen „rechts“ kämpfen, sich für soziale Gerechtigkeit, Windräder, Frauenquoten, die Homoehe, Regenbogenfamilien, verschärfte Mülltrennung und den europäischen Finanzausgleich engagieren und bei denen daheim das Grundgesetz, Gott segne es und schenke ihm Heil, einen Sonderplatz neben dem Koran einnimmt. Nach dieser Ansicht werden Zuwanderer, gleich welcher Art und Herkunft, das bisherige Bevölkerungsvolk mit Ausnahme von Pegida, Ratzinger und Waffen-SS einfach eins zu eins ersetzen und sowohl den Fortbestand der Demokratie, des Rechtsstaates als auch der Technik bruchlos bewerkstelligen.

 Auf der anderen Seite haben wir bekanntlich die Schwarzseher, die meinen, dass fromme Muslime letztlich nichts als Beten, Weiber wegsperren bzw. steinigen, Hände abhacken und unter Allahu akbar!-Geschrei Ungläubigenkehlen durchschneiden, also letztlich irgendwie das Grundgesetz sehr großzügig auslegen wollen. Für sie ist der Islam eine Art Barbareneinfall. Diese düsteren Prognostiker sind davon überzeugt, dass mit dem sukzessiven Ersetzen der bisherigen Bevölkerung durch Zuwanderer auch ein völliger Zusammenbruch der bisherigen europäischen Zivilisation einhergehen müsse. Danach herrscht über den Erdteil, wer sich im großen ethnischen Bürgerkrieg durchsetzt bzw. Letzterer waltet in Permanenz.

 Beide Perspektiven werden in verschiedenen Abstufungen und Härtegraden vorgetragen, beide scheinen mir im Kern vergleichbar unrealistisch zu sein, wenngleich mir die Version, der Westen werde zugleich Sieger und Endziel der Geschichte sein, stets noch eine Nuance weltfremder vorkam. Selbstverständlich ist in der öffentlichen, nein: veröffentlichten Meinung ganz klar fixiert, welche der beiden Versionen von den Guten und Lobenswerten und und welche von den Bösen und Verwerflichen vorgetragen wird. Der aktuelle Kampf zwischen Gott und Teufel findet sozusagen um die angemessene westliche Deutung des Islams statt, wobei die Perspektive des lieben Gottes von fast allen Politikern und Medien vertreten wird – was unsere Politiker parteiübergreifend noch mehr eint als ihre sogenannten Werte ist ihr allabendlicher kollektiver Einschlafgedanke Wird schon nicht so schlimm werden –, während die Sichtweise Satans vornehmlich im Internet und bei Auftritten von sogenannten Rechtspopulisten zu vernehmen ist.

 In diesen wechselseitigen Verblendungszusammenhang platzt nun der vom Zeitgeistgeklingel unbeeindruckte Houellebecq mit seiner durchaus scharfsichtigen Roman-Fiktion, die eigentlich beide Seiten irritieren müsste, aber typischerweise von beiden im Sinne ihrer einmal vorgefassten Meinung vereinnahmt oder bekämpft wird. Die einen wähnen, der Romancier bilde ihre düsteren Vorahnungen literarisch ab, die anderen unterstellen ihm reflexhaft „Islamophobie“ (die Zunahme vermeintlicher Gruppen-Phobien im heutigen Diskurswesen wäre eine gesonderte Betrachtung wert). Beide Seiten irren (auch) hier. „Unterwerfung“ ist ein islamfreundlicher Roman. Der erste literarische Repräsentant des sexuellen Pauperismus und trostloseste Schilderer der Aussterbegeneigtheit des europäischen Menschen stimmt diesmal den Sirenengesang der Erlösung an.

 Zu diesem Zweck muss man sich zunächst seine Hauptperson François anschauen. Es handelt sich um eine typische Houellebecq-Figur, wie immer in der Ich-Form erzählend („Elementarteilchen“, sein bester und in gewissem Sinne eigentlicher Roman, bildet die Ausnahme), intelligent und halbwegs gebildet, aber frühzeitig daseinserschöpft und antriebsarm, allein lebend, herkunftslos, kinderlos, elternverachtend (also gewissermaßen auch elternlos), glaubenslos, voller Selbstgeringschätzung, unattraktiv, sexuell unbefriedigt, nihilistisch, etwas angeschmuddelt und leicht versoffen, eine nur innerhalb künstlich geschaffener Bürowelten lebensfähige Existenz, die von der Überzeugung durchdrungen ist, dass mit dem eigenen Ende alle Dinge überhaupt enden. Noch vom Welteroberungsdrang seiner Vorfahren zehrend, konsumistisch, hedonistisch, fremder Leute Ernte verspeisend, aber eben bereits auf dem Abstieg befindlich, spürt Houellebecqs literarisches Alter ego die Angst im Nacken, dass dieser immer schneller werden und noch vor dem geplanten friedlichen Ableben ein halsbrecherisches Tempo erreichen könnte, dass, wie es im Roman in Anspielung auf den berühmten Satz der Pompadour heißt, die Sintflut noch vor dem Ende kommen könnte. Und unterwegs ist sie ja längst, dessen ist sich zumindest der Ich-Erzähler bewusst, auch wenn er es öffentlich zunächst nicht zugeben würde. François weiß, „dass der sich seit Jahren verbreiternde, inzwischen bodenlose Graben zwischen dem Volk und jenen, die in seinem Namen sprachen – also Politiker, Journalisten –, notwendigerweise zu etwas Chaotischem, Gewalttätigem und Unvorhersehbarem führen musste. Frankreich bewegte sich, wie die anderen Länder Westeuropas auch, auf einen Bürgerkrieg zu, das lag auf der Hand.“ Und ihm ist auch vollkommen klar, dass die Zugehörigkeit zu einer Bürgerkriegspartei keineswegs einer freien Entscheidung entspringen werde, sondern: „Im Falle eines ethischen Konflikts würde ich automatisch zum Lager der Weißen gezählt werden.“

 Über diesen Fall mögen vor allem weiße Linke meditieren; für François öffnet sich ein überraschender anderer Weg.

Nicht dass bürgerkriegsartige Zusammenstöße zwischen Identitären und Islamisten nicht stattfänden, die Medien melden sie nur einfach nicht, aber was eigentlich geschieht, ist folgendes: Um einen Wahlsieg des Front National zu verhindern, verbünden sich die vormals etablierten, aber rasant Wählerstimmen verlierenden Parteien mit der Bruderschaft der Muslime, deren Vorsitzender Mohammed Ben Abbes zum Präsidenten der Republik gewählt wird. Danach verändert sich Frankreich naturgemäß, aus François’ Perspektive, nach anfänglichen Problemen, fast immer zum Positiven.

Er wird konvertieren, seinen Lehrauftrag an der Sorbonne zurückbekommen und sich mehrere Ehefrauen nehmen, wie andere Professorenkollegen auch. Das Gesindel verschwindet von den Straßen, die Kriminalität lässt nach, die Arbeitslosigkeit nimmt ab, die Familienzulagen steigen (wir kommen gleich zum Grund). Der neue Präsident ist ein moderater Herrscher, der behutsam vorgeht, also den Weg der Korrumpierung jenem der Gewalt entschieden vorzieht. Die Muslimbruderschaft zeigt wenig Interesse daran, die Marktwirtschaft zu bekämpfen, die Rechtsprechung zu islamisieren oder die Leitlinien der bisherigen französische Außenpolitik grundlegend in Frage zu stellen. Das einzige Ressort, auf dessen Beherrschung sie sich nachdrücklich kapriziert, ist die Bildung. „Wer die Kinder unter Kontrolle hat, der hat die Zukunft unter Kontrolle und Schluss“, erklärt ein Beamter. Da die Muslime ohnehin das fruchtbarste Segment der französischen Bevölkerung vertreten, ist die sanfte Islamisierung des Landes damit durchgesetzt. Die Betonung liegt auf sanft.

 Houellebecq insistiert darauf, dass der europäische Mensch wie der gesamte überalterte und mutlos gewordene Erdteil in hohem Maße erlösungsbedürftig geworden ist. Diese Erlösungsbedürftigkeit hat er bereits in seinen früheren Büchern thematisiert, aber der Weg seiner Protagonisten führte stets nur durchs Nadelöhr des Sexuellen ins temporäre Glück, um nach dem Rausch der Paarung den Kater der Vereinsamung und des Alterns desto entsetzlicher zu spüren. Diesmal bringt er die Erlösung durch religiöse Unterwerfung ins Spiel. Die verschiedenen Parteiungen Frankreichs können sich unter einem neuen Stern versöhnen. In der gemeinsamen Unterwerfung unter den Islam finden sie endlich jene Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit, die der Franzose seit 200 Jahren notorisch sucht.

 Es ist eine bekannte psychische Wahrheit, dass die Unterwerfung unter einen Gott den Menschen für alles andere in einer Weise frei macht, um die ein Ungläubiger den Gläubigen nur glühend beneiden kann.

Wir befinden uns aber im frühen dritten Jahrtausend nach Christus und in Westeuropa, wo nicht nur Kampfeswille und Zeugungstrieb erschlafft sind, sondern auch die Fähigkeit des tiefen Glaubens. Mit den Worten „Dieses Europa, das der Gipfel der menschlichen Zivilisation war, ist innerhalb von wenigen Jahrzehnten an sich selbst zugrunde gegangen“, begründet Rediger, der Rektor der Sorbonne, seine Konversion zum Islam. Wenn, wie im Roman beschrieben, in unserem Weltteil, beispielsweise in Deutschland, auf dem Wege demokratischer Wahlen irgendwann ein muslimisches Staatsoberhaupt an die Macht gelangt, wird es Massenkonversionen geben wie im März 1933 NSDAP-Eintritte, und wie man damals in alten Kämpferkreisen über die „Märzgefallenen“ spottete, wird man eventuell in Zukunft in traditionell muslimischen Kreisen über die opportunistischen Konvertiten spötteln. Eine solche Unterwerfung macht nicht im eben angesprochenen Sinne frei, da sie nicht aus tiefem Glauben kommt. Wenn sie dennoch eine Befreiung bedeutet – und das ist in Houellebecqs Darstellung intendiert –, dann deshalb, weil diese Befreiung die weltliche Freiheit selber abwirft und mit ihr all den Ekel, den sie in den vergangenen Dekaden zunehmend zu erzeugen vermochte, all die Zerstörungen und Entwertungen, die sie auf ihrem Siegeszug auf dem Weg zurückließ. Dass es mit der westlichen Freiheit an ein Ende kommen muss, wenn ihre Träger aussterben und deren Platzeinnehmer ein anderes Verständnis vom Sinn des Lebens und der Ordnung der Dinge im Herzen tragen, ist aus der pessimistischen Perspektive folgerichtig.

Die optimistische indes hofft auf die Verwestlichung der Muslime. In der Tat würde der Einfluss, den Hunderttausende westeuropäische Konvertiten auf den Islam nähmen, auf diesen nicht folgenlos bleiben, denn unter den Konvertiten befänden sich Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler, Unternehmer, Lehrer, Schriftsteller, Künstler etc. Umgekehrt leben viele Muslime seit nunmehr Generationen im Westen, und die meisten von ihnen werden sich nicht mehr auf eine Lebensart einlassen, die in Islamabad oder Teheran als verbindlich gälte; die neuen Herrscher müssten auch mit dieser Klientel rechnen. Der Euro-Islam an der Macht wäre zwar alles andere als das, wovon der linke deutsche Multikulturalist träumt, aber er ließe fast alles unangetastet, was der heutige europäische Durchschnittsmensch, zumal wenn er etwas konservativ ist, für lebenswichtig hält. Er heiligte die Familie und tolerierte die anderen Buch-Religionen. Konsum und Luxus blieben bestehen. Gut, es gäbe in der Öffentlichkeit keine Mini-Röcke mehr, alle Frauen trügen Hosen oder lange Kleider, die Plakatwerbung würde züchtiger, nackte Frauenkörper verschwänden aus den Medien, ein Dschungel-Camp und ähnlicher Schweinkram fände im TV nicht mehr statt, Homosexualität würde wieder Privatsache (was sie im Alten Orient immer war, wie die zahllosen erotisch aufgeladenen Preisgedichte von Männern auf Männer bzw. Jünglinge beweisen, an denen sich nie jemand stieß), mit anderen Worten: Die Öffentlichkeit würde entsexualisiert. Dafür wird Halal das neue Bio. 

 Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Einschnitt: In Houellebecqs Brave New Islamic World dürfen Frauen nicht mehr arbeiten. Deswegen geht die Arbeitslosigkeit so stark zurück. Den Preis zahlen die Frauen. Also nicht die Frauen an sich, sondern nur diejenigen, die sich durch Arbeit selbstverwirklichen wollen. Die Mütter und sorgenden Gattinnen würden ein glückliches Familienleben führen, entbunden von den Belästigungen der westlichen Freiheit und vom ständigen Zwang, sich entscheiden zu müssen. Sie würden nicht mehr tagsüber mit Konkurrentinnen in den Wettstreit um Jobs und Männer treten müssen, um am Ende doch nur abends allein vorm Heimkino in ihren Popkorn zu weinen. Was die anderen, auf ihre Selbständigkeit beharrenden Frauen angeht, steht die Frage im Raum, ob sich die Männer von ihnen entsolidarisieren würden, und wahrscheinlich würden viele genau das tun, denn die Aufkündigug des Geschlechtervertrages fand ja längst seitens der Feministinnen und der ihnen aus den Händen fressenden westlichen Politikerkaste statt. Überhaupt sollte man den "Todhass der Geschlechter" (Nietzsche) nicht unterschätzen.

 Natürlich gäbe es noch andere Verlierer, nämlich diejenigen Männer, die sich keine Frauen leisten können, während andere drei oder vier daheim für Erotik, Kulinarik und Kinderaufzucht unterhalten, aber da wir uns in einem islamisch regierten Land befinden, wo zwar weitgehend europäisches Recht gilt, aber doch inzwischen mit dem rustikalen Verständnis einer virilen Gemeinschaft durchgesetzt wird, droht von diesen Verlierern wenig Gefahr, etwa Vergewaltigungen, denn das täten sie nur einmal und dann nie wieder.

 Weitere Vorzüge der sanften Islamisierung, um den Houellebecqschen Ariadnefaden beim Weg aus dem westlichen Labyrinth aufzunehmen, wären das völlige Verschwinden des sozialen Okkultismus namens Gender Studies mitsamt ihren Professorinnen und Professorxen. Desgleichen verschwänden Frauenbeauftragte und Gender-Mainstreamerinnen, die Asylindustrie, fast alle Sozialarbeiter, die Antifa, das Glückspiel, der Christopher Street Day, überhaupt alle ästhetischen Zumutungen im öffentlichen Raum, natürlich auch, kein Glück ist vollkommen, der Alkoholausschank. Das Oktoberfest? Man wird sehen. An den Universitäten dürfen in Houellebecqs islamisierten Frankreich zwar nach wie vor Frauen studieren, aber keine Frau mehr lehren – ist das ein Problem? Gibt es große Texte, unsterbliche Werke oder wissenschaftliche Entdeckungen in nennenswerter Zahl von Frauen? Von den bisher 199 Nobelpreisen für Physik entfielen bislang zwei auf Frauen, von den 169 für Chemie drei, von den 207 für Medizin und Physiologie elf. Nur Muslime haben noch weniger Nobelpreise errungen als Frauen. Deswegen wird eine weise muslimische Regierung in einem europäischen Land nicht so töricht sein, männlichen westlichen Forschern Steine in den Weg zu legen. Nur werden bei gleicher Eignung eben keine Konkurrentinnen mehr bevorzugt. Und Sängerinnen, Instrumentalistinnen, Autorinnen würde es natürlich weiterhin geben, wie überhaupt den Künsten durch das private Mäzenatentum bei gleichzeitigem Verschwinden der staatlichen Förderungen eine große Zukunft ins Haus stünde.

 Interessant bei Houellebecq ist auch die Außenpolitik von Präsident Ben Abbas. Er träumt nämlich davon, in der Nachfolge des Kaisers Augustus im Mittelmeerraum ein neues, nur eben islamisches Rom zu errichten. Da wir Eurasia momentan halbwegs erfolgreich kaputtmachen, angeblich um Eumerika zu retten, tatsächlich aber die Amerikaner die heiße Kartoffel Europa sofort fallen lassen werden, wenn ein Eurabia daraus werden sollte, ist dies keine unrealistische Vision...

 Schauen Sie sich, geneigter Leser, einfach in ihrer beruflichen und privaten Umgebung um. Überall sehen sie künftige Konvertiten. Und Frauen, denen ein Kopftuch gut stünde. Oder? Klonovsky am 7. 2. 2015

Deutschland gehört zum Islam!

Plattform



Wie sagte Kleists Herrmann so schön? "Die Besten sind die Schlimmsten."

Islamische Medienprofis

Islamische Gemeinschaft Deutschland

Islamischer Charme

Islamischer Traum


Da der smarte Ibrahim viel intelligenter und abgebrühter ist als der einfältige Michel, sind wir entweder tatsächlich bereits am Ende, oder wir werden erst dann reagieren, wenn es längst zu spät ist und dann umso blutiger. Im Moment und für das kommende Jahrzehnt wirkt jedenfalls noch der Islam-Bonus.

Der Islam-Bonus bewirkt z.B., dass  Obama 1. Gewalt im Islam relativiert und 2. an die Kreuzzüge erinnert. Der Islam von heute und seine Anhänger sollten aber an den Errungenschaften der Moderne und an den Menschenrechten gemessen werden, nicht am Mittelalter.

Viele Muslime relativieren wiederum die Moderne und erinnern an die glorreiche Zeit des Islam im 9. Jahrhundert, wo man in der Welt das Sagen hatte. Das 9. Jahrhundert war aber bekanntlich vor den Kreuzzügen. Warum ist der Islam dann heute im Eimer?!

Die Kreuzzüge und die Inquisition hat man in Europa auch nicht durch Vergleich mit den Gräueltaten der Mongolen überwunden. Hätte man die Hexenverbrennungen von damals relativiert, wäre Europa heute nicht da wo es gerade steht. 

Neulich haben die Humor-Beamten der ZDF-Anstalt auch Stellen aus der Bibel zitiert, die Gewalt verherrlichen, um die Gewalt im Koran zu relativieren. Das ist der falsche Ansatz. Muslimen hilft man nicht, indem man ihnen sagt: ihr seid zwar schlimm, aber ihr seid nicht die einzigen! 

Es sind nicht die einzelnen Passagen, die problematisch sind, sondern der Stellenwert dieser Passagen bei den Gläubigen. Der Christ, der heute die Bibel als das unverfälschte Wort Gottes sieht, wird zurecht als Fundamentalist bezeichnet. Der Muslim, der dies über den Koran sagt, ist einfach nur ein Muslim. Das ist genau der Grund warum jeder sich über Jesus lustig machen kann, aber nicht über Mohamed. 

Wenn ein säkularer deutsch-deutscher Intellektueller heute sagen würde, die Bibel sei das letzte direkte Wort Gottes an die Menschen, wird er von niemandem mehr ernst genommen. Wenn aber Navid Kermani vom Koran als Offenbarung Gottes spricht und den Sinn des Lebens darin sieht, Gott zu dienen, ist er für die veröffentlichte Meinung immer noch ein aufgeklärter Intellektueller! 


Das ist er, der Islam-Bonus. Muslime beanspruchen ihn, Islamversteher, die nichts vom Islam verstehen, liefern ihn. Und deshalb kommt man nicht voran.

Freitag, 6. Februar 2015

Giovanni Semerano



Dieser Tage machen in Frankreich die Thesen Jean-Paul Demoules Furore, so dass Kunde davon bis nach Deutschland gelangte. Nur schade, dass dabei mit keinem Wort erwähnt wird, dass Demoule nur eine These wiederaufwärmt, die von Giovanni Semerano stammt, einem hartnäckigen Apulier, der sich nicht damit beschränkte, Gegenthesen aufzustellen, sondern statt seine Gegenkonzeption nur durch einleuchtende ideologische Überlegungen zu begründen mit gut fundierten linguistischen Argumenten untermauert und unzählige Indizien dafür anführt, dass die indoeuropäischen Sprachen und die semitischen Sprachen einen gemeinsamen Ursprung im Akkadischen haben.

Massimo Cacciari ist einer von Semeranos Fans.

Siehe auch

Leggere per non dimenticare 

Donnerstag, 5. Februar 2015

Wie immer

Wie immer, wenn von Linksradikalen oder Migranten Gewalttaten begangen werden, wird dies nicht expressis verbis so mitgeteilt. Man kann froh sein, wenn der Berichterstatter den Mut findet, genug Anhaltspunkte mitzuteilen, um es einem aufmerksamen Leser zu ermöglichen, selber die wahren Zusammenhänge zu erschließen.
Dabei würde der Journalist, wenn er die Dinge beim Namen nennen würde, ja nicht riskieren, ins KZ deportiert zu werden, sondern nur, dass sich dann womöglich in der Kantine niemand mehr neben ihn setzt. Oder dass ihm ein Redakteur wie Berthold Köhler nahelegt, in einem anderen Blatt zu veröffentlichen.

Umgekehrt erfolgt sofort ein medialer Aufschrei, sobald Migranten zu Opfern deutscher Täter werden. Ja sogar wenn der Täter in Wirklichkeit selber Migrant ist, beginnt immer wieder bevor irgendwelche Anhaltspunkte vorliegen - schlicht auf Verdacht - eine antideutsche Hetze. Man hetzt tatsächlich, statt zu recherchieren. Hetze als Putativnotwehrexzess.

Angesichts dieser erbärmlichen Charakterlosigkeit und Feigheit frage ich mich, welche Auswüchse des Opportunismus man wird erleben müssen, wenn es wirklich einmal wieder ernst werden sollte.



Mittwoch, 4. Februar 2015

Canossa und London


Londoner Schuldenabkommen

The Germans are not amused these days. Look everywhere from tabloids to the blogosphere, and it seems that the public mood has reached boiling point. Loth to shoulder another national debt increase and finance another bailout, the Germans have started questioning everything from the wisdom of supporting Greece to the common euro currency, or indeed the merits of the European integration project altogether. This might be strange for a country that is nudging ever closer to full employment, and which is about to recapture its position as the world's leading exporter of manufactured goods from the Chinese. But the Germans say they've had enough: no more underwriting of European integration, no more paying for this and that, and certainly no more bailing out the Greeks.
What is truly strange, however, is the brevity of Germany's collective memory. For during much of the 20th century, the situation was radically different: after the first world war and again after the second world war, Germany was the world's largest debtor, and in both cases owed its economic recovery to large-scale debt relief.
Germany's interwar debt crisis started almost exactly 80 years ago, in the last days of June 1931. What had triggered it was Germany's aggressive borrowing in the late 1920s to pay reparations out of credit. A credit bubble resulted, and when it burst in 1931, it brought down reparations, the gold standard and, not least, Weimar democracy.
Having footed the resulting massive bill, after the second world war the Americans imposed the London debt agreement of 1953 on their allies, an exercise in debt forgiveness to Germany on the most generous terms. West Germany's economic miracle, the stability of the deutschmark and the favourable state of its public finances were all owed to this massive haircut. But it put Germany's creditors at a disadvantage, leaving it to them to cope with the financial aftermath of the German occupation.
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Indeed, the London debt agreement deferred settlement of the reparations question – including the repayment of war debts and contributions imposed by Germany during the war – to a conference to be held after unification. This conference never took place: since 1990, the Germans have steadfastly refused to reopen this can of worms. Such compensation as has been paid, mostly to forced workers, was channelled through NGOs to avoid creating precedents. Only one country has challenged this openly and tried to obtain compensation in court: Greece.
It may or may not have been wise to put the issue of reparations and other unsettled claims on Germany to rest after 1990. Back then, the Germans argued that any plausible bill would exceed the country's resources, and that continued financial co-operation in Europe instead would be infinitely more preferable. They may have had a point. But now is the time for Germany to deliver on the promise, act wisely and keep the bull away from the china shop.




The economist

Albrecht Ritschl

Der große Schuldenschnitt

Canossa

Weshalb Ritschl unrecht hat




Erinnerung an die 90-er Jahre

Arme Merkel

Das klügste, was Merkel jetzt tun könnte, wäre endlich einmal mit klaren Worten ihre Politik zu verteidigen, also eine regelrechte Rhetorik-Offensive. Und zwar nicht bei uns, wo ihr außer PEGIDA sowieso jeder hinterherläuft, sondern im Ausland. In den Fernsehstudios Athens und Roms. Und dabei gleich für die Schaffung eines europäischen Fernsehsenders zu werben. Ein gemeinsamer Sender ist mindestens so wichtig wie eine gemeinsame Währung. Und wenn Bernd Lucke nicht schleunigst etwas einfällt, was besser ist als ein europäischer Außenminister mit den entsprechenden Vollmachten, bzw. was - wenn nicht der Euro - zur Schaffung eines europäischen Außenministeriums führen könnte, dann wird er dauerhaft nie mehr als 7% oder vielleicht 10% der Stimmen bekommen.