Stationen

Freitag, 26. Juni 2015

Die Deutschen lernen es nie


-diejenigen zu achten und zu tolerieren, die eine andere Ansicht haben und diese auch vertreten
-ihre Gegner zu achten
-nicht gehässig zu sein
-im Gegner ihresgleichen zu sehen
-unangenehme Wahrheiten nicht zu verdrängen
-der Realität ins Auge zu sehen
-Überbringer schlechter Nachrichten nicht zu ächten
-Wahrhaftigkeit nicht zu schmähen
-zu spüren, dass der lüsterne Sog, durch den Brutalität zum Genuss wird, sie zu Perversen macht
-sich dieser Perversion zu entziehen, wenn man ihnen lange genug ein plumpes Feindbild eingehämmert hat und plötzlich jemand auftaucht, der diesem schematischen Bild zu entsprechen scheint

Ich bin mir sicher, dass Lucke und Petry bereits in Lebensgefahr schweben. Und das nur, weil sie ein paar ganz banale Dinge beim Namen nennen und dem allgemeinen Konformismus zu widersprechen wagen und beabsichtigen Einhalt zu gebieten.

Tragisch ist, dass durch hemmungslose Schmähungen ein Klima der Angst entstand (die mittlerweile nicht nur den guten Ruf betrifft, sondern auch die körperliche Unversehrtheit), durch das Lucke sich von Petry distanziert hat (ja, aus Angst), obwohl er im Grunde seines Herzens gar nicht weniger konservativ, rechts, reaktionär oder national ist.

Hoffentlich werden die Randalierer von Mainz bald gefasst und verurteilt. Ich bewundere den Mut des jugoslawischen Besitzers, dessen Lokal demoliert wurde. Dass man sich da nicht abschrecken lässt, wenn ein fünfstelliger Sachschaden entsteht, ist keineswegs selbstverständlich. Das Gegenteil wäre begreiflich.

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