Stationen

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Grün wirkt


Abendlich vernebelter 7. Dezember


Grün wirkt. Bei der Studie Bildungstrend des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), dem nationalen Pendant zur internationalen Pisa-Studie, war Baden-Württemberg anno 2009 in den Sprachkompetenzen noch zusammen mit Bayern Spitzenreiter. In der aktuellen Studie haben sogar die ostdeutschen Länder und Schleswig-Holstein das seit 2011 von einer grün-roten Koalition regierte Ländle überholt.

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, in dem die Schülerleistungen im Englischen stagnieren. In der sog. Lesekompetenz auf deutsch (bzw. dunkeldeutsch) liegt es 30 Punkte hinter dem führenden Sachsen (!), was etwa dem Leistungsstand eines ganzen Schuljahres entspricht. Beim „Zuhören“ sind es gar eineinhalb Jahre. „Das“, resümierte die Welt, „stellt den Schulreformen der vergangenen Jahre unter der Regierung von Grünen und SPD ein desaströses Zeugnis aus.“

Im aktuellen Pisa-Test schneidet Deutschland eher mäßig ab (Platz 16 von 72 getesteten Ländern), wobei die Gesamtpunkzahl im Vergleich zum letzten Test gesunken ist. Alexander Wendt weist auf seiner allzeit besuchenswerten Facebookseite auf einen kaum beachteten Kollateraleffekt hin, nämlich dass Deutschland bei der Frage, wie viele Schüler sich für eine naturwissenschaftliche Karriere interessieren, auf dem drittletzten Platz landet.

Das ist eine elende Bilanz für ein Land, das – vor allem früher – 30 Chemie-, 28 Physik- und 24 Medizinnobelpreisträger hervorgebracht hat, für das Land von Gauß, Helmholtz, Hertz und Röntgen, für das Land von Bosch, Daimler, Diesel und Siemens, das Land von Heisenberg, Planck, Einstein, von Robert Koch, Paul Ehrlich – –

Grün wirkt. Die Naturwissenschaften sind schlecht. Die Naturwissenschaften sind der Feind. Schüler lernen heute soziale Kompetenz, kultursensibles Verhalten, Medienkompetenz und deutsche Verbrechenskunde, sie lernen, ihren Namen zu tanzen und dass sowieso alle Menschen gleich begabt sind – wozu sie also mit Preisen diskriminieren? –, sie lernen, dass alle Gleichungen und Naturgesetze und vermeintlichen biologischen Tatsachen bloß sozial konstruiert sind, und warten auf die Klimafee, mit der sie zusammen Windräder umarmen gehen. Wie ein Internetforist süffisant anmerkte, haben deutsche Gymnasiasten heute mit 16 ungefähr die physikalischen Kenntnisse, die ein 12jähriger Gymnasiast vor hundert Jahren besaß, dafür aber wissen zwölfjährige Schüler heute besser über die verschiedensten Sexualpraktiken Bescheid als 16jährige damals.

Ein Land, das die Grünen hat, macht Schreckliches durch.




Mittagsbesonnter 7. Dezember

Auf Spiegel online weist eine Kolumnistin darauf hin, dass 2015 in Deutschland 331 Frauen von ihrem Partner getötet wurden (und 84 Männer von ihrer Partnerin), um sodann zu postulieren: "Würde man die Meldungen darüber jedes Mal in die Abendnachrichten einbauen, würden wir denken, wir leben in einem Land, in dem Gewalt gegen Frauen eine wahre Epidemie ist – und es würde stimmen." Der von "rassistisch eingestellten Leuten" veranstaltete Lärm über den Mord an der Freiburger Studentin sei also letztlich irgendwie, nun ja, unbegründet.

Ist er nicht – aus drei Gründen.

Erstens: Eine Beziehungstat bedroht nicht die Allgemeinheit. Sie findet in einem Binnenraum statt. Sie verbreitet nicht Unsicherheit und Angst in der Bevölkerung. Niemand muss sich sorgen, Opfer einer fremden Beziehungstat zu werden. – Ganz anders ein Sexualmord wie jener in Freiburg. Das Opfer solcher Taten ist in der Regel zufällig ausgewählt. Jede halbwegs junge Frau – seit wir willkommenskulturell tätig sind aber sogar auch manche Greisin – kann zum Opfer werden. Solche Taten verbreiten Unsicherheit und Angst in der Bevölkerung, auch wenn Heribert Prantl versichern mag, dass durch Haushaltsunfälle weit mehr Frauen verunglücken bzw. ungewollt schwanger werden als sogar durch den IS.

Zweitens: Der Täter ist illegal eingereist, die Tat ist also importiert worden. Egal wie viele Frauen in Deutschland vergewaltigt oder sexualgemordet werden, es ist zumindest nicht dringend nötig, den Opfern der ohnehinnigen Gewalt durch Gewaltimport neue Opfer hinzuzufügen. Die massenhafte Einfuhr junger ungebildeter Männer aus frauenverachtenden Gewaltkulturen bedeutet aber genau dies. Während nicht davon auszugehen ist, dass in bestehenden deutschen Partnerschaften künftig häufiger vergewaltigt und getötet wird, ist der Anstieg von Gewalt gegen Frauen durch Migranten gewissermaßen beschlossene Sache. Das weiß auch die Spiegel-Kolumnistin. Wir wünschen ihr persönlich alles Gute.

Drittens: Das besonders Pikante oder eben doch Perfide an der Freiburger Tat besteht darin, dass Politik und Medien den "Menschen, die schon länger hier leben" (A. Merkel) eingeredet haben, dass es sich bei den lichten Scharen, die über unsere einladend offenen Grenzen an unsere gedeckten Tische strömen und neuerdings sogar eingeflogen werden, samt und sonders um Fliehende, um Schutzsuchende, um Verfolgte, um Bürgerkriegsbedrohte handele, denen zu helfen unsere Menschenpflicht sei. Die wir sogar dauerhaft bei uns zu integrieren hätten, sonst: Bissu Rassist oder was? 
 



Einschub: Ein Flüchtling ist immer jemand, der aus einem Gebiet oder Land flieht; sobald dieser Jemand erklärt, er fliehe in ein bestimmtes Land, ist er kein Flüchtling mehr, sondern ein Migrant.




Wie gesagt und wie unter anderem auch hier vielfach dokumentiert, handelte es sich in Freiburg zwar um einen – womöglich zweifachen? – Einzelfall, aber eben um einen unter vielen, mit eindeutiger Tendenz zum Immer-mehr.

Die Masseneinwanderung mag zur Hälfte tatsächlich Schutzbedürftige ins Land gebracht haben – wobei sich die Frage aufwirft, was mit den Alten, den Behinderten, den Schwachen, den Frauen und Kindern ist, die es nicht hierher schaffen, die in den Bürgerkriegsgebieten zurückbleiben müssen, warum wir denen nicht helfen, sondern so viele von deren Brüdern und Männern aufnehmen –, zur anderen Hälfte ist es ein Gewaltakt gegen Deutschland und diejenigen, die schon länger hier leben. Ohne diesen Gewaltakt würde die Freiburger Studentin – und würden einige andere – noch leben resp. hätten viele Eingeborene einschlägige Gewalterfahrungen nicht machen müssen. Und deren Zahl wird wachsen, wie übrigens auch die Zahl der in Beziehungen vergewaltigten, misshandelten oder getöteten Frauen hierzulande wachsen wird, bis sie in den ebenfalls wachsenden Parallelsegmenten der hiesigen Einwohnerschaft ungefähr jenes Niveau erreicht, das in orientalischen oder afrikanischen Ländern als üblich zu veranschlagen ist.


PS: Die ägyptische Schriftstellerin und Feministin Mona Eltahawy am 2. Mai 2012 in Le Monde: „Ja: sie (die Männer der arabischen Welt – M.K.) hassen uns. Es muss endlich gesagt werden (...) Die Frauen der ganzen Welt haben Probleme; stimmt, die Vereinigten Staaten haben noch keine Frau zur Präsidentin gewählt; und richtig, in vielen ,westlichen‘ Ländern (ich lebe in einem von ihnen) werden Frauen weiterhin wie Objekte behandelt.

Das ist im Allgemeinen der Punkt, an dem das Gespräch beendet wird, wenn Sie versuchen, über die Gründe zu diskutieren, aus denen die arabischen Gesellschaften die Frauen hassen (...) Nennen Sie mir den Namen arabischer Länder, und ich werde Ihnen eine Litanei an Beispielen für den schlimmen Umgang – er ist tausendmal schlimmer, als Sie denken – mit Frauen rezitieren, der von einer giftigen Mischung aus Kultur und Religion angefacht wird, mit der sich anscheinend nur wenige auseinandersetzen wollen, aus Angst, der Blasphemie beschuldigt zu werden oder zu schockieren.“

Siehe auch: Mona Eltahawy, "Warum hasst ihr uns so? Für die sexuelle Revolution der Frauen in der islamischen Welt" (hier), Original: „Headscarves and Hymens: Why the Middle East Needs a Sexual Revolution" (hier).

PPS: Der nächste Einzelfall: "Mann" übergießt "Frau" vor einer Klinik in Kiel mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündet sie an, hier. Lasst uns beten, dass er Helmut heißt und sie Fatima, dann schafft es die Meldung vielleicht in die Tagesschau. Die Sache erinnert aber eher an diesen Fall. Dann ist es eher kein Thema für die Abendnachrichten.


 PPS: "Die Zahl 331 im Jahr 2015 von ihrem Partner getöteten Frauen, die Frau Stokowski dort angibt, ist falsch", moniert Leser ***. "Es handelt sich bei der Zahl 331 um die Summe aus vollendeten und versuchten Tötungsdelikten. Der Fehler liegt hier nicht bei Frau Stokowski, sondern beim BKA, das in seiner Auswertung  irreführend schreibt: 'In 2015 wurden in Deutschland Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt [...] von Mord und Totschlag: 331.' Auch in der ausführlichen Studie wird nur die Summe 331 genannt und eher versteckt darauf hingewiesen, dass vollendete und versuchte Delikte gemeinsam betrachtet werden. Die Intention scheint klar: Man wollte in dieser von Frau Schwesig vorgestellten Studie möglichst erschreckend hohe Zahlen präsentieren.

Aufklärung über die Zahl der tatsächlich Getöteten bringt ein Blick in die Grund-Datenquelle, nämlich die polizeiliche Kriminalstatistik 2015. Tabelle 921 darin zeigt die Zahl der Opfer, die mit dem Täter/der Täterin in einer formalen Beziehung standen (Ehe, eheähnliche Gemeinschaft, eingetragene Lebenspartnerschaft, ehemalige Partnerschaft – hier).
Die Zahl von 331 weiblichen Opfern bei Tötungsdelikten ergibt sich aus den dort gegebenen Zahlen als Summe:
57 vollendete Morde (Schlüssel 010000, Tabellenfeld H13)
54 versuchte Morde (Tabellenfeld H14)
73 vollendete Totschlagsdelikte (Schlüssel 020010, Tabellenfeld H28)
145 versuchte Totschlagsdelikte (Tabellenfeld H29)
1 vollendeter minderschwerer Totschlag (Schlüssel 020020, Tabellenfeld H31)
1 versuchter minderschwerer Totschlag (Tabellenfeld H32)
Insgesamt ergeben sich damit 331 = 57 + 54 + 73 + 145 + 1 + 1 Opfer. Tatsächlich getötet wurden aber natürlich nur die Opfer der vollendeten Taten. Das sind 131 = 57 + 73 + 1.

Wenn man ganz genau ist, müsste man davon sogar noch die Opfer abziehen, die von ihren ehemaligen Partnern getötet werden. (Die Studie nannte sich ja 'Gewalt in Partnerbeziehungen' und nicht 'Gewalt nach Partnerbeziehungen'.) Die Zahlen finden sich in Spalte P der Tabelle, und es sind 12 weibliche Mordopfer und 7 weibliche Totschlagsopfer, insgesamt also 19. Macht im Endergebnis 131 - 19 = 112 von ihren (aktuellen) Partnern getötete Frauen. (Ob die Partner auch bei den 'nichtehelichen Lebensgemeinschaften' jeweils alle männlich waren, ergibt sich aus der Statistik leider nicht.)

Umgekehrt sind tatsächlich auch nur 20 Männer von ihren Partner(inn)en getötet worden und nicht 84, wie Frau Stokowski schreibt."   MK

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