Sonntag, 24. März 2019

Afrika im Jahre 1865

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Volk der Xhosa immer mehr von den Zulu und den Engländern bedrängt. 
In dieser unangenehmen Situation stieß eine fünfzehnjährige Xhosa in den Nebeln eines Flusses die Geister ihrer Vorfahren, die ihr weissagten und Handlungsaneisungen für ihren Clan übermittelten: Nur wenn ihr alle Rinder schlachtet, alle Felder verbrennt und alles Korn vernichtet, könnt ihr überleben. Dann werdet ihr für jeden toten Ochsen zehn gesunde bekommen und eure Scheunen werden von Mais überquellen.
Das Mädchen namens Nongqawuse erzählte ihrem Onkel, einem professionellen Seher und Schwindler, von dem Erlebnis. Der befahl ihr zu schweigen und organisierte, dass das Mädchen mit dem eigenartigen Namen und dem seltsamen Charme den Würdenträgern des Clans präsentiert wurde. Die waren tief beeindruckt, und bald entwickelte sich ein regelrechter Kult um sie. Auch außerhalb ihres Clans fand Nongqawuse mehr und mehr Anhänger, bis schließlich das ganze Volk der Xhosa von ihrer Weissagung hingerissen war.
Bald lagen hunderttausende toter Tiere auf den verbrannten Feldern, für die Geier und Hyänen ein wohlfeiles Mahl. Die Xhosa erlebten die schlimmste Hungersnot ihrer Geschichte, denn das versprochene Wunder trat nicht ein.
Das war anno 1856. Heute ist Nongqawuse als Greta wieder auferstanden. Nur ist es bei Greta nicht der clevere Onkel im Hintergrund, der den Tunnelblick eines Mädchens in Deutungshoheit ummünzt, sondern der schlaue Papa und die pfiffige Mama und die kalkulierenden Freunde von Papa und Mama, die es geschafft haben, dass die Mächtigen der Welt auf sie aufmerksam wurden, und dass sie auf der UN-Klimakonferenz in Katowice und auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos zu ihnen sprechen durfte, wodurch das in Jahrzehnten aufgestaute Infantilisierungspotential alle Dämme brach und sich eine Welle des politischen Kindesmissbrauchs nun wie ein Tsunami ausbreitet.

Die Politik hat die willenlosen Kinder sofort als nützliche Idioten für ihre Zwecke vereinnahmt, so dass von alleroberster Stelle - Merkel und Steinmeier vorneweg - nichts als Unterstützung für den Unfug laut wird.

Wir sind Kaiser

Aber Wir sind ratlos. Deshalb unsere Anfrage an Heino Maas: Müssen Wir das jetzt kritisieren (dann wären Wir doch islamophob) oder gut finden (dann wären Wir doch homophob)? Wie sollen Wir verfahren, Wir wollen nichts falsch machen!


Die Oper "Kepler" von Philipp Glass




Die Idee, eine Oper über Kepler zu schreiben, ist natürlich grandios. Nur ist Philip Glass zwar geschäftstüchtig und versteht es, sich mit ehrwürdigen Persönlichkeiten zu schmücken, indem er sie für seine Machwerke missbraucht, aber er ist völlig unfähig zu komponieren. Da hätte selbst ich Besseres hervorgebracht. Philip Glassens abscheulich stupide Monotonien sind der ultimative Insult des musikalischen Empfindens. Man kann es nicht einmal als akustischen Bauhaus-Kitsch bezeichnen.
Wie bereits mehrfach betont, ist traditionelle arabische Musik im Vergleich dazu abwechslungsreich und erholsam. Es scheint eine Art unbewussten „universellen Verblendungszusammenhang“ (Adorno) zu geben, der sich entlang der Unterströmungen der participation mystique“ ausbreitet und gewährleistet, dass skrupellose Scharlatane wie Glass die Gehirne für die Cantilenen der Muezzine empfänglich macht.

Sinnstiftung





Diagnose



Esther Schapira, eine geradezu idealtypische Ausprägung linken Deutschenhasses, war ganz offensichtlich noch nie in mittel- und südamerikanischen Gesellschaften mit ihrem frauenverachtenden Machismus, kennt nicht die völlige Ungleichbehandlung afrikanischer oder asiatischer Frauen – und hat offenbar noch nie etwas über die tödliche Bedrohung von Homosexuellen in islamischen Gesellschaften gehört.

Der deutsche, weiße Mann muss sich von diesem Menschenschlag allen Ernstes als „Neonazi“ beschimpfen lassen, also als Nachfolger des Nationalsozialismus, der den Holocaust hervorgebracht hat. Und als „Rassisten“ und „Islamophoben“. Es ist dabei völlig egal, ob es sich bei dem so Diskriminierten um jemanden handelt, der mit einer ausländischen Frau zusammen lebt, der jahrelang im Ausland gelebt und gearbeitet hat, der mehr ausländische Freunde als deutsche hat, der sich mit Schwulen oder Lesben bestens verträgt – und sich womöglich sogar an internationalen Hilfsprojekten beteiligt.

Dass Gestalten wie Schapira führende Stellungen in Deutschlands Medien innehaben können, zeigt, wie krank dieses Land ist – und wie sehr sich die linke Minorität in den wichtigsten machtpolitischen Schlüsselpositionen festgesetzt hat und von dort aus die Mehrheit der Bevölkerung mit ihrer Meinungsdiktatur terrorisiert. Es gilt daher der Hauptsatz der Ent-Islamisierung, den ich immer wieder betone, und der wie folgt heißt:

Die Linken sind die Primärinfektion der westlichen Gesellschaften. Der Islam ist lediglich die von der primären Infektion hereingeholte Sekundärinfektion.


Wer den Islam aus Europa weg haben will, muss zuvor die Dominanz der Linken brechen. Der muss sie aus den Kindergärten, Schulen, Universitäten, den Verlagen, Medien und vor allem der Politik verjagen.  Gelingt dies nicht, ist Europa verloren.

Mit Dünkel ist gut münkeln

Der Merkelversteher wenn nicht gar -berater resp. -knecht Herfried Münkler, der zusammen mit seiner Frau das eigentliche Sachbuch zur gar nicht stattfindenden, sondern bloß passierenden "Umvolkung" geschrieben bzw. der Gattin zuliebe seinen Namen dafür hergegeben hat ("Die neuen Deutschen"), macht sich mit einer weiteren öffentlichen Turnübung, deren gemeinplatzaffine Purzelbäume, verglichen mit den konstruktivistischen Pirouetten des Vorgängerprogramms, etwas weniger bizarr wirken, anscheinend für den Wechsel zu AKK warm.
Mit dem Hinweis auf jene Vielen, die von einem grenzenlosen Globus der Ströme "überfordert und geängstigt" seien, signalisiert der Professor seine intellektuelle Überlegenheit gegenüber der Aldi-Kassiererin und stellt zugleich klar, dass er, anders als sie, sich eine nur mittelbar von "Strömen" geprägte Wohngegend leisten kann. Das hat der Herr Münkler sich, wenn auch nicht redlich, so doch immerhin verdient.
Aber der eigentliche Grund, warum ich den charakterlosen, gewissenlosen Opportunist verachte, ist dieser.

Samstag, 23. März 2019

Es wird ernst

Es kann sein, dass an diesem Wochenende die Gelbwestenproteste richtig übel ausgehen. Der innenpolitisch auf dem letzten Loch pfeifende Macron hat das Militär gegen die Protestler aufgeboten. Dieser Beau, der seinen eigenen Laden nicht in Ordnung bringen kann, meldet die Führungsrolle in der EU an, die er in einen von Frankreich geführten, von Deutschland bezahlten und von ihm als Obergockel repräsentierten Bund umwandeln will. Er hat zwar außer Merkel und dem Trinker keine Verbündeten mehr, aber es verwundert schon, dass er auf der sogenannten europäischen Bühne nicht ausgelacht wird.

Bis jetzt sind hunderte Menschen während der Demonstrationen zum Teil schwer verletzt worden – fast ausnahmslos Zivilisten –; über die Zahl der Todesopfer und den unmittelbaren Zusammenhang mit Polizeigewalt herrscht Unklarheit – Fakt ist: Es hat auch einige Tote gegeben –; und  mehrere tausend Menschen sitzen im Gefängnis. Augenzeugen behaupten, dass eine paramilitärische EU-Truppe namens Eurogendfor zum Einsatz kommt, von der niemand weiß, wem genau sie untersteht, für deren Taten die Länder haften, in denen sie eingesetzt wird und die aus ausländischen, vorwiegend osteuropäischen Söldnern besteht, deren Solidarität mit den Ausländern, gegen die sie eingesetzt werden, gering ist – ein Blick in die Zukunft eines Europa nach der Vorstellung von Macron, Merkel e tutti quanti. Die Videos auf dieser Facebookseite vermitteln einen Eindruck davon, was im Nachbarland tatsächlich passiert.

Die Drohung des Präsidenten mit der Armee scheint die Insurgenten freilich nicht zu schrecken. Man vergleiche einmal die Bereitschaft unserer Nachbarn zum Aufstand mit der rechtsrheinischen Schafsgeduld; behaupte doch keiner, nationale Mentalitäten seien "Konstrukte".

Die Gelbwesten kommen aus der ausgeplünderten und täglich neu betrogenen Mittelschicht; es ist eine soziale Rebellion derer, die das Land mit ihrer Arbeit am Laufen halten und am Monatsende immer weniger auf dem Konto haben, während der Präsident Fotos aus dem Skiurlaub postet oder mit seinen Freunden auf Oberschichtspartys den "demonstrativen Verbrauch" (Thorstein Veblen) zelebriert. Die Proteste sind zuletzt immer gewalttätiger geworden, weil sich Randalierer aus dem schwarzen Block unter die Demonstranten gemischt haben, offenbar auch Muslime, wie der Philosoph Alain Finkielkraut erfuhr, der am Rande einer Demonstration als Jude beschimpft wurde, von Muslimen, wie er selber sagte, was die deutsche Lückenpresse auf bewährte Weise verschwieg ("Die Gelbwesten scheinen in ein linkes und ein rechtes Lager zu zerfallen. Beide rufen dem Philosophen Alain Finkielkraut antisemitische Schimpfworte nach. Mehrheits-Frankreich ist empört. Könnte dies das Ende der Bewegung werden?", hub die entsprechende Relotiade bei Spiegel online wunschweltenwonnig an).

Der Chefredakteur des Pariser Nachrichtenportals Mediapart, Edwy Plénel, der ein Buch über die Gelbwesten geschrieben hat, sagt, Macron und seine Regierung "unternehmen alles, um die Bewegung zu brutalisieren und zu kriminalisieren"; er spricht von einem regelrechten "Sozialhass" der Pariser Eliten. Das legt natürlich den Gedanken nahe, dass die vermummten Randalierer nicht ganz zufällig und nicht nur aus eigener Entscheidung neuerdings die Proteste anheizen, denn wer heutzutage eine Rebellion blutig beenden will, der muss sich erst einmal durch Gewalt der Gegenseite die Legitimation dafür verschaffen. Weder die Protestler noch die Polizei- oder Armeeangehörigen entstammen Macrons Soziotop; Monsieur le Président könnte es gleichgültig sein, wenn dieser Pöbel sich in der von ihm bereiteten Arena gegenseitig an die Gurgel ginge. Hat er den Konflikt über Einflussagenten anheizen lassen, um nun radikal gegen ihn vorgehen zu können (eventuell sogar unter Einbeziehung von Teilen der Merkeljugend)?

Dagegen spricht, dass die Herbeirufung des Militärs für die Niederschlagung der Proteste ein gewisses Risiko auch für Macron selber bedeutet. Sollte die Sache in einen veritablen Bürgerkrieg münden – und die Franzmänner scheinen dazu eine gewisse periodische Neigung zu verspüren –, könnte der Präsident selber aus dem Amt gejagt werden. Vor kurzem wurde der Satz eines Offiziers der Fremdenlegion kolportiert, wenn die Regierung das Militär gegen französische Bürger einsetze, werde das nicht das Ende der Proteste, sondern das der Regierung sein.

Monsieur le Président
Je ne veux pas la faire
Je ne suis pas sur terre
Pour tuer des pauvres gens...
(hier)

Wie auch immer das Wochenende verläuft – Napoleon III. 2.0 ist besonders nervös, weil er sich mit dem chinesischen Staatschef Xi trifft, vor dem er sich einerseits nicht blamieren will und den er andererseits gewiss um seine Möglichkeiten der Oppositionsbekämpfung glühend beneidet –: "Macron und Merkel werden fallen wie Kegel" (Steve Bannon), und was mich betrifft, "ich freue mich darauf" (Katrin Göring-Eckhardt).   MK

Der Gipfel niederträchtiger Faktenverdrehung

In Nigeria haben militante Muslime innerhalb von drei Wochen von einem Dorf zum nächsten ziehend 120 Christen ermordet. Dabei handelt es sich angeblich um Fulani-Dschihadisten, die für nigerianische Christen inzwischen zu einer noch größeren Bedrohung geworden sind als die islamistische Terrorgruppe Boko Haram. So jedenfalls berichten The Christian Post“ und Breitbart“.


 "Ich töte wie ich Hühner schlachte"


Doch der eigentliche Skandal besteht darin, in welchem Umfang über diese 120 massakrierten Christen in Nigeria berichtet wurde und in welchem Umfang über die 50 ermordeten Muslime in Christchurch.
Insbesondere die ARD war hier wieder einmal Vorreiter. Ähnliches galt für das ZDF, die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel und Die Zeit.
Bei all diesen war ein so krasses Missverhältnis der Berichterstattung zu gewärtigen, dass der Begriff „Propaganda“ angemessen ist.

Den Vogel schoss aber in der Tat die mittlerweile offenbar linksradikale ARD ab mit einem einzigen Bericht über die 120 ermordeten Christen und 51 Berichten über die 50 getöteten Muslime.

Da David Bergers, Jürgen Fritz, kath.net und Epoch Times über den Skandal dieses Missverhältnisses berichteten, sah sich die ARD genötigt, wenigstens irgendwie zu reagieren. Drei Tage nach David Bergers Berichterstattung, schrieb daher Patrick Gensing, der als „ARD-faktenfinder“ ausgegeben wird, folgendes: „Vorwürfe von rechten Blogs – Gewalt gegen Christen verschwiegen?“
Dann suggerierte Gensing, mit der religiösen Weltanschauung der Täter hätten diese Morde überhaupt nichts zu tun. Die Religion sei „nicht Ursache“ des „Konflikts zwischen Bauern und Fulani-Nomaden“ (die 50 Muslime in Christchurch hatten gemäß der von ihm vertretenen Lesart wohl einen Konflikt mit Australiern, von dem sie erlöst wurden?).

Gensing beruft sich bei seiner „Faktenfindung“ auf einen Wolf Kinzel von der „Stiftung Wissenschaft und Politik“.
Und was erfahren wir durch den "faktenfindenden, unabhängigen Journalisten" Patrick Gensel vom „unabhängigen Forscher“ Wolf Kinzel? Der „Konflikt zwischen Bauern und Fulani-Nomaden“ gäre „seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten“ und er spitze sich weiter zu. Grund seien unter anderem das starke Bevölkerungswachstum in Nigeria sowie die Folgen des Klimawandels. Die verfeindeten Parteien seien zwar Christen und Muslime, der Grund der Konflikte sei aber der Mangel an Weideland für die muslimischen Nomaden durch den (letztlich ja von Christen verursachten!) Klimawandel. Ungefähr so wie der Getreidemangel für Hitler der Grund war, in Russland einzumarschieren. Ganz zu schweigen vom Champagnermangel im Jahr davor!! Man muss immer die Primärursachen suchen, auch wenn es schwerfällt!
Ist dieser Herr Kinzel nicht großartig? Gensing hat genau den richtigen angerufen.

Und nun raten Sie mal, wer hinter der Stiftung steckt, für die Kinzel kanzelt. Sie wird aus dem Haushalt des Bundeszkanzleramtes finanziert, das, wie wir wissen, seit 2005 Frau Dr. Merkel innehat. 2016 erhielt dieStiftung Wissenschaft und Politik aus dem Bundeskanzleramt 12,3 Millionen Euro. Hinzu kamen nochmal ca. 2,5 Millionen Euro aus Drittmitteln (hinter welchen wiederum andere Stiftungen, sowie einige Bundesministerien und die Europäische Kommission stecken). 

Handelt es sich bei der in der "Stiftung Wissenschaft und Politik" betriebenen Forschung wohl um freie, wissenschaftliche Forschung, oder um Auftragsarbeiten, die wie gewünscht geliefert werden?



Ganz Neuseeland trägt jetzt Kopftuch. Ich hätte nun gern:
Erstens: Ich gehe davon aus, dass nach den unvermeidlichen nächsten Anschlägen von Muslimen auf Nichtmuslime bzw. "Weiße" die im jeweiligen Land lebenden Muslime sich mit den "ungläubigen" Opfern solidarisieren, indem sie beispielsweise Kreuze oder von mir aus Krawatten oder String-Tangas an- oder die Kopftücher ablegen, und der als Imam fungierende Trauerredner analog zum neuseeländischen Vorbild erklärt, das Überlegenheitsgefühl der radikalen Muslime (statt "der weißen Rassisten") stecke hinter dem Anschlag und spalte die Gesellschaft. 
Zweitens: Nachdem die westlichen und speziell deutschen Medien nahezu unisono der Ansicht waren, für die Bluttat sei der rechtsextreme weiße Rassismus verantwortlich, dürfen wir nun getrost davon ausgehen, dass für künftige Bluttaten mit dem "Allahu akbar"-Hintergrund endlich auch die islamische Spaltung der Welt in Rechtgläubige und Unreine irgendwie verantwortlich sein wird.
 

TV könnte so schön sein

Die Ministerpräsidenten der Länder haben resigniert und kapituliert. Sie wollen – wie es genau gehen soll, lassen sie jetzt prüfen – den Rundfunkanstalten nicht mehr ans Portemonnaie. Jährlich sollen die Gebühren steigen, angepasst an die Inflationsrate. Es ist zugleich das Ende der Debatte um ein besseres Programm.
I.
Die Reformdebatte ist immer unter falschem Vorzeichen gelaufen. Immer ging es nur um die Finanzen, um Einsparpotentiale. Sparen wurde verwechselt mit dem viel wichtigeren Anliegen, die Anstalten wieder auf ihren Auftrag zu verpflichten. Jetzt wird nicht einmal mehr gespart. Die Geldgarantie nimmt den Anstalten den notwendigen Druck, sich zu entscheiden. Etwa gegen wahnsinnige Fußballlizenzen, aber für mehr Kreativität im Journalismus.
II.
Die Ministerpräsidenten besitzen weder den Sachverstand noch den politischen Willen dazu. Sie akzeptieren die Einschaltquoten als Maß aller Dinge. Die grundfalsche Gleichung lautet: Das beste Fernsehen ist das, was die meisten Zuschauer hat. Die Verseichtung des Programms ist nun auch ganz offiziell Geschäftsmodell des Gebührenfernsehens.
III.
Der Missstand ist ein doppelter. Die Zwangsgebührenzahler werden zugeschüttet mit immer mehr vom Gleichen. Krimis und Serien von der Stange, Fußball. Noch übler: Auch die journalistischen Formate, auf denen noch die alten Etiketten kleben, folgen dem Quotendruck. Nachrichten, Magazine, Dokumentationen und Reportagen. Alles muss unterhalten. Nichts darf provozieren. „Die Leute abholen“: so lautet die Verblödungsformel.
IV.
Was ist nur aus der „Demokratieabgabe“ geworden? Sie dient einem faden Einheitsbrei, nicht dem Diskurs. Das war früher, als Rotfunk und Schwarzfunk in insgesamt ziemlich ausgewogener Meinungsvielfalt produzierten. Heute nur grüne Volkspädagogik vom Bayerischen Rundfunk bis zum durchgemerkelten ZDF. Denn der Quotendruck verbündet sich mit der Herrschaft der Stimmungsdemokratie. Deshalb wird emotionalisiert. Deshalb ist alles nur noch korrekt, aber kein kritisches Korrektiv zur dominanten Parteipolitik. Für die Herrschenden ist es so am bequemsten. Erbauung und Belustigung statt Aufklärung.
V.
Der Verfall der Fernsehkultur. In dieser Woche ein schlagender Beweis: Der bald siebzigjährige Thomas Gottaschalk bekommt „Wetten dass?“ zurück. Die Retroshow als letzte Innovation. Gerade lief auch zum ersten Mal „Gottschalk liest“ im Bayerischen Fernsehen, die leibhaftige Abdankung der Kultur unter der Fahne der Kultur. Um ein paar Zuschauer mehr oder weniger darf der Entertainer sich als vermeintlich gebildeter Bücherfreund präsentieren. Ein Format ohne den geringsten Wert für das wirklich an Büchern interessierte Publikum. Nur hohles Gequatsche – in der Statistik Kulturfernsehen. Ich weiß, wovon ich spreche, habe als Redaktionsleiter erlebt, wie aspekte im ZDF von den Programmoberen malträtiert worden ist. Aber Gottschalk geht immer.   Herles


Jedes Land braucht auch ein GEZ-Fernsehen. Es ist ein wichtiges Instrument der Demokratie als Gegengewicht zu den Privaten. Wir brauchen aber 1. andere Mehrheiten in den Rundfunkräten (haargenau wie im Bundestag) 2. muss offenbar die Gesetzeslage, die die Berechtigung zur Teilnahme an Sendungen regelt, geändert werden. Ich kann mir anders nicht erklären, dass die AfD nicht rechtlich erzwingt, an mehr Talkshows teilzunehmen. In Italien hat jede Partei, die ins Parlament gewählt wurde, das Recht, ihre Standpunkte im TV zu erläutern, egal ob SED, NPD oder wer auch immer. Das gilt für das italienische GEZ-Fernsehen wie für die Privatsender. Gerade das Fernsehen ist für eine Demokratie sehr wichtig. Und ein ör Rundfunk ist für eine Nation genauso wichtig wie die Wehrpflicht. Er muss in Deutschland aber reformiert werden. Darüber hinaus ist für ein Europa der Völker und Nationen ein europäischer Sender unerlässlich, damit diese Länder einander endlich mal kennenlernen. Als Kernzelle sollte so bald wie möglich eine wöchentliche Eurovisionstalkshow eingerichtet werden. Auch diese nach dem italienischen, freimütigen Modell (wo Regierungschefs mindestens 3 mal im Jahr Rede und Antwort vor 5 Journalisten stehen müssen) und nicht nach dem pseudofreimütigen Plasbergmodell). Diese Eurovisionstalkshow müsste jeden Monat von einem Topjournalisten aus einem anderen europäischen Land (einschließlich Israel) moderiert werden und die teilnehmenden Journalisten natürlich simultanübersetzt aus wechselnden Ländern.

Und sowas ist leitender Redakteur

„In Berlin gibt es ausländische Jugendbanden. Das ist ein Problem. Noch größer wäre das Problem, wenn es sie nicht gäbe. Sie sind jung, mutig, mobil, hungrig, risikobereit, initiativ. Solche Menschen braucht das Land. Natürlich ist es nicht schön, wenn Jugendliche – ob mit türkischem oder libanesischem Hintergrund – in den Straßen von Berlin Banden bilden, Reviere verteidigen und mit Messern hantieren. Aber hinter der Kritik an ihrem Verhalten verbirgt sich oft bloß der Neid derer, die Vitalität als Bedrohung empfinden, weil sich die eigene Mobilität auf den Wechsel vom Einfamilienreihenhaus in die Seniorenresidenz beschränkt. Lieber ein paar junge, ausländische Intensivtäter als ein Heer von alten, intensiv passiven Eingeborenen.(...)
Demographisch, das weiß man, steht Deutschland vor dem Super-Gau. Es hat das dritthöchste Durchschnittsalter der Welt, eine der niedrigsten Geburtenraten, immer mehr Fachkräfte wandern aus (etwa in die Schweiz), in umgekehrte Richtung wandern durch Familienzusammenführung eher bildungsferne Milieus ein. Es gibt immer mehr Rentner und zu wenig Kinder. Keine Maßnahme hat diesen Trend bislang umdrehen können. Weder das Elterngeld noch die Öffnung des Arbeitsmarktes für Akademiker aus Osteuropa. Weder die Erleichterung für ausländische Universitätsabsolventen, einen Arbeitsplatz zu finden, noch die Senkung der Verdienstgrenze für Facharbeiter von außerhalb der Europäischen Union. Laut Angaben des Bundesamtes für Migration haben im vergangenen Jahr nur rund 700 Hochqualifizierte aus dem Ausland von ihrem speziellen Aufenthaltsrecht Gebrauch gemacht. Ein Zigfaches davon, speziell Ärzte, wird benötigt.(...)
Eine solche Gesellschaft braucht vor allem junge, tatkräftige, durchsetzungsfähige, agile Menschen, um das psychologische Gesamtgefüge auszugleichen. Ein Volk, das schnurstracks in die Seniorenrepublik der Schneeköpfe tapst, schafft sich in der Tat selbst ab. Zu Recht beklagen wir die Kriminalität vieler ausländischer Jugendgangs. Aber das Maß an Phantasie, Mut und Vitalität, was deren Mitglieder oft aufbringen, zeigt auch: In diesen Menschen steckt, im Gegensatz zu den mentalen Altersheimern, noch ein Wille, ein Drang. Das sollten wir zu würdigen lernen – und uns fragen, wie wir die positiven Eigenschaften der Jugendlichen trennen können von den negativen Zielen, auf die sie sich richten. Wenn Deutschland nicht einmal mehr Jugendbanden hat, ist alles zu spät.“   
Malte Lehming 2010 im Berliner Tagesspiegel

Ich kann gar nicht glauben, dass Lehming einmal Reden für Helmut Schmidt schrieb. Es muss daran liegen, dass Schmidt im Alter heilig gesprochen wurde und so tat, als habe er immer davor gewarnt, so viele Fremde zu uns kommen zu lassen. In Wirklichkeit hat Dregger immer davor gewarnt, und Schmidt wollte nie ins selbe Horn wie Dregger stoßen. Aber es war Dregger, der immer sagte: "Wir müssen die Maschinen zu den Menschen bringen, nicht die Menschen zu den Maschinen".



 

Volkskrankheit Nr. 1

Multiple Mimose

Divers

Ist das eine genderneutrale Toilette? Nein für Taucher.

Salus - ut ita dicam - Pucciniana



Freitag, 22. März 2019

Katrin Budde

Berlin, 22. März 2019. Der kulturpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Dr. Marc Jongen, hat in einer Sachverständigenbefragung anlässlich des 30-jährigen Jahrestages des Endes der SED-Diktatur die Kündigung des Direktors der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, zur Sprache gebracht.
Die Vorsitzende des Kulturausschusses, Katrin Budde (SPD), unterband daraufhin die Beantwortung der gesamten Frage durch die Sachverständigen, weil die Frage vom Thema abweiche.

Dazu erklärte Jongen: „Die AfD wird den Versuch, unbequeme Fragen zu unterbinden, nicht hinnehmen. Dass ausgerechnet anlässlich einer Anhörung zum Ende der SED-Diktatur frei gewählte Abgeordnete an der Ausübung ihres parlamentarischen Fragerechts gehindert werden, spricht Bände. Wir werden uns aber nicht einschüchtern lassen und das Nachwirken von Stasi und SED bis in unsere Tage weiterhin thematisieren.“
Jongen hatte in seinem Redebeitrag deutlich gemacht, dass gerade Hubertus Knabe für seine konsequente Aufarbeitung der SED-Diktatur Respekt verdiene. In seinem Buch „Der diskrete Charme der DDR. Stasi und Westmedien“ habe er dokumentiert, wie bereitwillig sich viele Westmedien von der Stasi mit Material versorgen ließen und damit habe Knabe sich wohl viele Feinde gemacht. Jongen verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Vize-Fraktionsvorsitzenden der Union, Arnold Vaatz, der Knabes Kündigung als „irreparablen Rückschlag für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte“ eingestuft hat.
Die Begründung von Frau Budde, es sei in der Sitzung nicht um die Personalie Knabe, sondern um 30 Jahre friedliche Revolution in der ehemaligen DDR gegangen, läuft ins Leere, so Jongen, da mit Frau Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur, die Unterzeichnerin eines Aufrufs gegen die Unterstützer Knabes anwesend war, und die Abgeordneten ein Recht hätten, ihre Motive dafür zu erfahren.
Die Frage zielte auch gar nicht unmittelbar auf die Personalentscheidung ab, sondern auf die prominent erhobenen Vorwürfe, es solle mit dieser ein Schlussstrich unter die Aufarbeitung des DDR-Unrechtsregimes gezogen werden.
"Wer die Beantwortung einer solchen Frage unterdrückt und damit auch auf die geladenen Sachverständigen manipulativ einwirkt, wie Frau Budde, muss sich vorwerfen lassen, selbst nicht allzu viel Interesse an der Aufklärung der fraglichen Hintergründe zu haben", stellte Jongen abschließend fest.


Achtung, Achtung!



Eigentum und Enteignung

Nicht gewählte Politiker, sondern die Technokraten der Zentralbanken und der internationalen Finanzinstitutionen stehen heute an der Spitze der globalen Machtpyramide. Keiner repräsentiert diese Klasse besser als Mario Draghi. Der gebürtige Römer (1947), der sich selbst einmal als „liberalen Sozialisten“ bezeichnet hat, promovierte 1970 an der römischen Universität Sapienza. In seiner Dissertation über „Ökonomische Integration und Wechselkursänderungen“ übte er noch heftige Kritik an Pierre Werner, dem luxemburgischen Ministerpräsidenten, der als erster einen Plan zur Einführung einer gemeinsamen europäischen Währung vorgelegt hatte. Nach einem Postgraduate-Studium am Massachusetts Institute of Technology lehrte Draghi an mehreren italienischen Universitäten, bis ihn die Regierung Craxi 1984 als Exekutivdirektor in die Weltbank entsandte. 1991 wurde er Generaldirektor des italienischen Schatzministeriums, schließlich, nach einem Zwischenspiel von drei Jahren bei Goldman Sachs in London, im Dezember 2005 Gouverneur der Banca d´Italia. Seit November 2011 ist Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB).
In einer scharfen Polemik, die voriges Jahr unter dem Titel „Die Draghi-Krise“ erschien, warf ihm der deutsche Jurist und Finanzwissenschaftler Markus C. Kerber „das Selbstverständnis eines souveränen Diktators“ vor. Unter seiner Führung verlagere die EZB die italienische Schuldenlast auf die Länder der Euro-Zone, allen voran Deutschland, und hintertreibe damit die dringend erforderliche radikale Sanierung der öffentlichen Finanzen und der Banken Italiens.

Draghi verteidigt den Regelbruch

Am 22. Februar zeichnete die rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Bologna Mario Draghi mit einem Ehrendoktorat aus. In einer ungewöhnlich politischen und ungeschminkten Dankesrede beanspruchte Draghi für die supranationalen Institutionen das Recht, ohne demokratische Kontrolle durchzuregieren. Die EZB, sagte er, habe ihre Aufgaben in der Euro-Krise nur bewältigen können, weil ihr eine weitgehende Entscheidungsbefugnis den Einsatz von zuvor nicht erprobten Instrumenten ermöglicht habe. Weder eine auf festen Regeln basierende Währungspolitik, noch die bisher bewährten Instrumente wären dafür ausreichend gewesen. Heute sehe sich die EU bedrohlichen geopolitischen Veränderungen ausgesetzt, für die sie rasch handlungsfähige Institutionen benötige. Alte Regeln dürften ihnen nicht im Wege stehen.
Tatsächlich verfügt der EZB-Präsident, formell lediglich Primus inter Pares unter 19 Gouverneuren der nationalen Zentralbanken, über eine gewaltige Macht. Die Zentralbank ist nicht nur von politischer Einflussnahme geschützt, sondern unterliegt auch nicht dem Europäischen Gerichtshof. Unter Draghis Präsidentschaft hat die EZB 400 Milliarden Euro in den Geldkreislauf gepumpt, um das Wachstum anzuheizen und das selbstgesteckte Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Die Kreditkrise hat sie damit keineswegs bewältigt, die EZB hat sie lediglich mit immer niedrigeren Zinsen und einer gewaltigen Geldschwemme übertüncht.

Im Teufelskreis der Null- und Negativzinsen

Draghi & Co. sind der Ansicht, dass marktgerechte Zinsen weder der Konjunktur noch den überschuldeten Staaten zuzumuten seien. Mit neuen, günstigeren Krediten konnten Schuldner ihre fälligen Kredite finanzieren, wodurch Zahlungsausfälle verhindert wurden. Das Schuldenkarussell drehte sich munter weiter. Die Ausweitung der Geldmenge bildete sich in steigenden Aktienkursen und Immobilienpreisen ab. Wohnen wurde immer teurer. Sparen lohnt sich längst nicht mehr. Man lebt auf Pump, die Altersversorgung wird vernachlässigt, wodurch die Abhängigkeit vom Sozialstaat zunimmt. Bereits im März 2016 war der Leitzins bei null angelangt. Je mehr die Schulden der Staaten und der Privaten wachsen, desto unwahrscheinlicher wird eine Zinskorrektur. Es ist ein Teufelskreis.
Die Selbstermächtigung der EZB führt dazu, dass die Null- und Negativzinsphase im Euro-Raum weitergeht. Die Zentralbank heizt damit die nächste monetäre Krise an, von der sie behauptet, sie könne sie verhindern. Wenn diese Krise kommt, und angesichts des Abschwungs der Konjunktur in der Euro-Zone könnte das schon bald sein, wird sie ihr Pulver verschossen haben. Der absehbare nächste Schritt in die monetäre Hölle sind dann Negativzinsen auf Privatkonten, um den Zusammenbruch der Kreditpyramide hinauszuschieben.
Dabei wird den Zentralbanken, in der EU wie in den Vereinigten Staaten, die Existenz von Bargeld, das sich ihrer Kenntnis und ihrer Kontrolle entzieht, immer mehr zum Ärgernis. Seit Jahren fordern Banker und Ökonomen seine Abschaffung unter dem Vorwand des Kampfes gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Die digital hochgerüsteten Waffenschieber, Drogenhändler und Terroristen beeindruckt das nicht, aber je weniger Bargeld es gibt, desto leichter wird der Zugriff auf unsere Ersparnisse. Der 500-Euro-Schein wird schon nicht mehr gedruckt. In den USA diskutiert man über die Abschaffung der 100-Dollar-Note. Immer mehr Länder senken die Höchstgrenzen für Bargeldtransaktionen. Bankomat-Gebühren sind ein weiterer Anreiz, statt Papiergeld elektronisches Geld zu nützen.

Die Flucht in das Bargeld soll blockiert werden

Aber gegen die Abschaffung des Bargeldes gibt es Widerstand. Die langen Schlangen vor den griechischen Bankomaten während der Eurokrise sind noch allzu gut in Erinnerung. Einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge hat sich die Anzahl der umlaufenden 100-Dollar-Noten seit der Finanzkrise sogar verdoppelt. Sollten die Zentralbanken die Null-Prozent-Grenze durchbrechen, würden noch mehr Banknoten gehortet werden. Ein Negativzinssatz von fünf Prozent hieße zum Beispiel, dass 100 Euro auf dem Konto nach einem Jahr nur noch 95 Euro wert sind. Sparer würden sich in diesem Fall ihre Guthaben auszahlen lassen und die Scheine unter die Matratze legen, so unfein das auch sein mag. Die würden durch die Inflation zwar weiter an Wert verlieren, aber wenigstens dem Negativzins könnten sie auf diese Weise entkommen.
Ökonomen der EZB und des IWF überlegen sich daher, wie man die Flucht ins Bare blockieren kann. Gedacht wird an eine Abwertung des Papiergeldes in der Höhe des Negativzinses. Wer in unserem Beispiel nach einem Jahr seinen 100 Euro-Schein unter der Matratze hervorholen würde, um eine Überweisung durchzuführen, bekäme von der Bank nur noch 95 Euro gutgeschrieben. Man könnte dann zwar Dollar oder Schweizer Franken bunkern, und Großinvestoren werden zweifellos immer noch Möglichkeiten finden, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Aber der Weg zur monetären Enteignung der von der bisherigen Nullzins-Politik der EZB bereits schwer geschädigten kleinen Sparer ist vorgezeichnet.
Mario Draghis Mandat endet definitiv im Oktober 2019. Manche hoffen, dass ihm Jens Weidmann nachfolgen werde, der Chef der deutschen Bundesbank. Wie hoch Weidmanns Chancen sind, wird sich frühestens nach den EU-Wahlen und der Kür des neuen Präsidenten der Europäischen Kommission zeigen. Die Gefahr, dass Draghis Geldpolitik ihren Urheber überlebt, ist jedenfalls real.   Karl-Peter Schwarz

In wehmütiger Erinnerung an Dr. Proebstl

Auf dem Grabstein von Angela Merkel könnte einmal geschrieben stehen: „Euro, Energie, Einwanderung, überall lag sie daneben – hier liegt sie richtig!“ Mit diesem Wortwitz brachte die leider nicht mehr aktive Kunstfigur Dr. Alfons Proebstl (Percy Hoven) sein Publikum zum Lachen.

Rekontextualisierung

Tumult

2 Aphorismen

"Man muss viel Geschmack haben, um dem seines Zeitalters zu entgehen."
"Ein Tag genügt, um festzustellen, dass ein Mensch böse ist, man braucht ein Leben, um festzustellen, dass er gut ist."   Théodore Jouffroy (1796-1842)

Donnerstag, 21. März 2019

Mehr demokratische Rechte wagen




Wann wird endlich mit der undemokratischen Praxis Schluss gemacht, die AfD nicht ihrer Parlamentspräsenz gemäß in die politischen Talkshows einzuladen? Wann wird diese für eine Demokratie fundamentale Selbstverständlichkeit endlich per Gesetz explizit festgelegt? Und wann bequemt die AfD sich dazu, Medienpräsenz einzuklagen?

Der Fall Billy Six



Kobili Traoré

Gerade erfahren wir von den neuen Entwicklungen im Mordfall der französischen Jüdin Sarah Halimi:
Kobili Traoré, ihr Mörder, der um vier Uhr nachts über die Feuerleiter in ihre Wohnung einbrach, um sie unter "Allahu Akbar"-Rufen totzuschlagen und sie anschließend aus dem Fenster zu werfen, kommt möglicherweise straffrei davon.
Möglicherweise wird sich auch dieser Einzelfall in eine lange Serie einreihen.


Lügen mit langen Beinen kann man auch lange bereuen (und beichten)



Die Kunst des Lügens

Die Antwort der Bundeskanzlerin auf die Frage des AfD-Abgeordneten Martin Hebner war schon im Dezember eindeutig. Sie sagte im Zusammenhang mit der Rechtsverbindlichkeit des „Globalen Paktes für Migration“ (GCM): „…Und diese Abstimmung muß dann so sein, daß zwei Drittel der vertretenen Länder der Vereinten Nationen dem zustimmen, und dann ist es für alle gültig. Das ist nun mal so, wenn es um Mehrheitsentscheidungen geht“.
Bis dahin hatte niemand eindringlicher als Merkel betont, daß der Pakt nicht bindend sei. Der Bundestag hatte dies gerade nochmals festgestellt. In einem Nachhall von Verwirrung fragten sich viele Beobachter, ob die Wörter „gültig“ und „verbindlich“ wirklich semantisch so weit auseinanderliegen. So geht Glaubwürdigkeit also: Der Pakt ist nicht bindend, aber er ist für alle gültig.    (weiter hier)

Medien ohne Fairness



Mittwoch, 20. März 2019

Merkel macht's möglich

In den letzten Kriegsjahren vertraten viele Offiziere die Ansicht, erst müsse der Krieg gewonnen werden, dann erst könne man Hitler beseitigen. Denn im Falle einer Niederlage befürchtete man angesichts der Greuel des Judenmords ein Super-Versailles, dass das Ende Deutschlands bedeutet hätte. Dieses Ende konnte nicht nur abgewendet werden, sondern ab 1955 ging es zumindest den Menschen in Westdeutschland sogar so gut, wie nie zuvor. Man könnte fast sagen, für Westdeutschland habe sich der Krieg gelohnt. Dank Merkel wird das böse Ende nun wahrscheinlich aber doch noch kommen.

Burden









Purim


In der persischen Diaspora...

Den Ungarn verdanken wir die Wiedervereinigung

Heute werden in Brüssel die Weichen für ein neues Europa gestellt.
1. „Die Zeit ist reif für die Schaffung eines neuen Bündnisses. Ein neues Bündnis kann man aber nur dann schaffen, wenn man das bisherige verlassen hat. Für den Fidesz ist die Zeit gekommen, das entwürdigende Verhandeln mit der EVP zu beenden. Die Volkspartei ist nicht mehr die Partei von Helmut Kohl…“
2. „Viktor Orbán, der bisher schon ein Vorkämpfer des wahren Europas gewesen ist, kann jetzt nicht auf einmal dieses Europa und die wahren europäischen Werte zu Gunsten einer sich selbst negierenden Volkspartei verraten. Ebenso wenig kann er wegen empörender Ultimaten von EVP-Politikern, die das Erbe von Helmut Kohl mit Füßen treten, den Konservatismus und das Christentum verraten.
Die Volkspartei hat sich für die Sozialisten und Liberalen entschieden, und will Ihnen gefallen. Für den Fidesz bleibt nur ein Weg: die Schaffung eines neuen Bündnisses. Mögen Viktor Orbán und der Fidesz aus der EVP austreten und zusammen mit Matteo Salvini, den österreichischen Freiheitlichen sowie der polnischen Regierungspartei ein neues Bündnis schaffen. Das ist heute das Interesse von Europa und von Ungarn.
Es macht keinen Sinn, länger zu warten oder genauer gesagt: es darf nicht noch länger gewartet werden! So und nur so kann man den Kampf gegen die illegale Einwanderung aufnehmen und das Europa der Nationen verteidigen. Der ungarische Ministerpräsident hat die Pflicht, sich in diesem Kampf an die Spitze zu stellen. Das ist die logische Konsequenz all dessen, was er bis jetzt vertreten hat.“
3. Mit dieser Politik gibt es aber kein Verhandeln. Der Fidesz kann es sich nicht erlauben, im Rahmen der Volkspartei an dem heute bereits vorhandenen liberalen und sozialistischen Bündnis teilzunehmen. Stellen wir uns nur einmal vor, es würde versucht, unserer politischen Gemeinschaft vorzuschreiben, dass sie - sagen wir einmal - mit einem Gyurcsány verhandeln solle. Dieses extreme Beispiel ist übrigens nicht einmal aus der Luft gegriffen, erst gestern hat Weber ein derartiges Wahlbündnis in Polen angeregt und begrüßt. Der Fidesz kann es sich aber nicht erlauben, all das aufzugeben, wofür er bis heute gekämpft hat.





Stimmen aus der selben Ecke

Zuerst hat man uns erzählt, dass man die Grenzen öffnen müsse, weil die Deutschen kaum noch Kinder bekommen. Jetzt sagt man den Deutschen, sie dürften keine Kinder mehr bekommen, weil das das Klima schädige. Die beiden Stimmen aus der grünen Ecke widersprechen einander nur scheinbar. Sie ergänzen einander: der unheilvolle Europäer soll durch den edlen Wilden ersetzt werden.

 Brunschweiger in Deutschland, Yves Cochet in Frankreich.

Aber wehe, man nennt es Umvolkung.

In Frankreich geht gerade sehr viel zu Bruch

Die Gewalt eskaliert. Die Black Blocks, die in die Arena gelassen wurden, um die Gelbwesten zu diskreditieren, erzeugen eine Zerstörungsspirale, in die die Gelbwesten aus Frustration wie in einen Feuersturm mit hineingesogen werden.
Es könnte eine Situation eintreten, in der Polizei und Militär sich weigern, Macrons Anweisungen zu befolgen.
Dann wäre nicht nur er am Ende. Es würde sich eine Eigendynamik entfalten, die unvorhersehbare Folgen für ganz Europa haben könnte.

Ganz Italien tobt wegen der kaltschnäuzigen, deutschen Heuchelei

”Ich plädiere sehr dafür, dass sich die Bundesregierung nicht mit einem Votum einmischt”, so Merkel. Dabei hatte das Bundesfinanzministerium die Gespräche voran getrieben.

 Nach einer Fusion würde die Staatsgarantie – der Bund ist seit der Finanzkrise mit 15 Prozent an der Commerzbank beteiligt – steigen, weil man eine solche Bank sicherlich nicht untergehen lassen wolle, sagte Schnabel, die zusammen mit vier weiteren Ökonomen dem „Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ angehört.

In Italien wird zu recht kommentiert, wenn die italienische Regierung auf diese hinterhältige Weise eine Bankenrettung mittels Steuergelder einfädelte, würde ganz Europa mit Steinen werfen.

Denk mal!

Erdogans politischer Bündnispartner Devlet Bahceli von der MHP sagte, die Türkei werde „die Kreuzritter im eigenen Blut ersäufen“. Denkaufgabe: Würden Erdogan in Deutschland viele seiner Landsleute folgen, wenn er sich dieser Terminologie anschließt?

Dienstag, 19. März 2019

Die bisher größte Lüge Brüssels

Erinnern Sie sich noch an die vielstimmige, multimediale und überparteiliche Versicherung, der "Global Compact for Migration" sei ein rechtlich vollkommen unverbindliches Dokument, und wer das Gegenteil behauptet ein rechtspopulistischer Hetzer?

In Kakanien, wo man den Stuss eh' nicht glaubte, sickert nun zuerst die Erkenntnis durch, dass die Hetzer wieder einmal richtig lagen. Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl zitiert ein bisher nicht veröffentlichtes Gutachten der EU-Kommission, das "eine andere Meinung als die bisher kommunizierte rechtliche Unverbindlichkeit" vertrete (hier), und bereits ein paar Tage zuvor hatte Victor Orban angekündigt, die "bisher größte Lüge Brüssels" entlarvt zu haben; denn Ungarn zufolge werde der Juristische Dienst der EU-Kommission den Mitgliedsstaaten demnächst darlegen, dass durch bestimmte internationale Verträge der Migrationspakt für alle EU-Staaten bindend sei, auch für jene neun Mitgliedsländer, die den Pakt nicht unterzeichnet haben (hier).

Wer Ohren hatte, zu hören, konnte beides – die baldige Rechtsverbindlichkeit des Paktes und das Überstimmtwerden der Neinsager – bereits am 12. Dezember aus dem Munde der Kanzlerin vernehmen, nämlich hier.

Protokoll versus Akustik



Schüler werden auf ihre Gesinnung gegenüber dem Islam ausgehorcht

In Reutlingen unterrichtet jetzt eine evangelische Religionslehrerin Islamkunde und lässt nicht nur Klassenarbeiten darüber schreiben, sondern schnüffelt auch noch die Gesinnung ihrer Schüler aus. Nachdem ich 1974 in Bad Nauheim zum ersten Mal den Gottesdienst einer Pfarrerin erlebt hatte, wurde ich das Gefühl nicht mehr los, dass es sich bei den Pfäffinnen um eine Verschlechtbesserung unserer Gesellschaft und speziell der Kirche handele, die wir 1. nicht mehr loswerden und durch die 2. die Welt auf den Kopf gestellt würde und 3. Vernunft und gesunder Menschenverstand auf unabsehbare Zeit verschwinden würden.

Die evangelische Kirche ist wiedermal ganz vorne dran beim Reinwaschen deutscher Gehirne.

Deine Zukuft ist eh im Eimer


Alles für die Katz



Diverse EU-Staaten mit schnell wachsenden muslimischen Minderheiten sehen sich mit einem importierten, oft gewalttätigen Antisemitismus konfrontiert. In den deutschen Medien wird zwar immer noch mit Hinweis auf die Polizeistatistik der Eindruck vermittelt, dass der Grossteil der antisemitischen Taten auf das Konto von Rechtsextremen gehe. Doch die registrierten Anzeigen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mobbing und Gewalt gegenüber Juden zunehmend von muslimischen Einwanderern ausgeht. So hat sich in Berlin, der Stadt mit der grössten jüdischen Gemeinde, die Anzahl der antisemitischen Taten seit 2013 verdoppelt. Vor diesem Hintergrund zeigt sich der deutsche Rechtsstaat, ähnlich wie in Frankreich oder Schweden, wo das Phänomen bereits länger in Erscheinung getreten ist, weitgehend ratlos.
Dennoch mutet der gleiche Antisemitismus im «Land der Täter» anders als in genannten Staaten an. In keinem anderen Land ist die Geschichte des eigenen Verbrechens so schonungslos aufgearbeitet worden wie in Deutschland. In der Rigorosität ihrer Selbstbezichtigung, in der ideologisch-moralischen Ablehnung einer positiven nationalen Identität war die Bundesrepublik unter den Nationen ohne Beispiel. Das deutsche Selbstverständnis speist sich aus einem präzedenzlosen moralischen Zivilisationsbruch, dem Holocaust, und dessen erfolgreichen Überwindung.

Deshalb markiert das Aufkommen des gewalttätigen Antisemitismus in Deutschland eine Zäsur. Er lässt die Aufarbeitung der Geschichte und vor allem deren in Stein gemeisselte Lehren als eine vorübergehende Phase erscheinen, die mit dem Generationenwechsel, besonders aber mit einem zunehmenden Anteil von Heranwachsenden aus anderen Kulturkreisen ihre zivilisierende und identitätsstiftende Wirkung einzubüssen droht. Spätestens seit der Flüchtlingskrise 2015 wird die Kluft zwischen der institutionalisierten Reproduktion der Erinnerungskultur und der in schnellem Wandel begriffenen Realität immer offensichtlicher.

Dank dieser Kluft wird eine bisher kaum wahrgenommene Kehrseite der «historischen Verantwortung» sichtbar: die negative, aus Schuldbewusstsein gespeiste Identität der Deutschen, die Reduktion der wachsenden weltpolitischen Komplexität auf ein binares Täter-Opfer-Schema und die inflationäre Übertragung eines singulären Zivilisationsbruchs auf andere, oft selbstverschuldete Konflikte und Greueltaten.
Vor kurzem sorgte die Aussage des verstorbenen Modemachers Karl Lagerfeld für Empörung, der im freien Geleit für muslimische Flüchtlinge einen Verrat an der historischen Verpflichtung der Deutschen sah: «Selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, kann man nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen.» Der Gedanke mag überzogen erscheinen, aber er hat einen wahren Kern. Ausgerechnet der verinnerlichte Schuld-und-Sühne-Reflex, der die Projektion der aus dem Holocaust abgeleiteten kollektiven Schuld auf die «schlimmsten Feinde» der Juden erleichtert zu haben scheint, beförderte in der Flüchtlingskrise die Allmachtsphantasien der deutschen Öffentlichkeit und die Hybris als moralische Grossmacht. Die «Lehren aus der Geschichte» und die «besondere Verantwortung» der Deutschen haben dazu beigetragen, dass sie sich in verändertem Kontext zu «wiederholen» droht.

In Anbetracht des neuen, importierten Antisemitismus der «Opfer» erscheint nicht unwesentlich, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit ihre Blüte in einer Zeit hatte, als in der Bundesrepublik nur eine geringe Zahl von Juden lebte, die abgesehen von wenigen prominenten Ausnahmen kaum sichtbar waren. Die meisten Deutschen kamen mit ihnen nicht in Berührung. Umso unproblematischer liess sich ein «Philosemitismus ohne Juden» entfalten und tradierte Vorurteile bekämpfen.
Um Bekanntschaft mit dem neuen Antisemitismus zu machen und die neue Bedrohung kennenzulernen, mussten Juden überhaupt erst wieder in Deutschland präsent und sichtbar sein. Das geschah nach der Wende. Den ersten Schritt unternahm 1990 die damalige, letzte DDR-Regierung unter Lothar de Maizière, die beschloss, Juden aus der Sowjetunion Asyl anzubieten. Nach der Meinung der Migrationsforscherin Ljudmila Belkin lagen der Aufnahmeentscheidung die Bemühungen der Regierung de Maizière zugrunde, «das Bestehen eines separaten, souveränen ostdeutschen Staates zu legitimieren – eine Legitimierung, die dem Selbstverständnis der DDR als antifaschistischer Staat, als Staat der Verfolgten und der Opfer des Nationalsozialismus, entsprach». Die historische Motivation der Asylgewährung habe den jüdischen Einwanderern einen besonderen Status verliehen, der sie von «normalen» Asylbewerbern abgehoben habe und «grösserenteils nicht gerechtfertigt» gewesen sei.
Die Einreise der jüdischen Flüchtlinge nach Deutschland begann nicht wie üblich mit Asylgesuchen, sondern mit einem Asylangebot: Das Aufnahmeland verpflichtete sich selbst und ergriff die Initiative.* Dadurch stellte die Übertragung der historischen Verantwortung auf die Asylpraxis den rechtlichen Begriff des Asyls infrage, was bei der späteren Konstruktion des «jüdischen Kontingentflüchtlings» deutlich geworden sei: Als zentrales Aufnahmekriterium galt für die jüdischen Kontingentflüchtlinge nicht die Verfolgung, sondern die Zugehörigkeit zu der ehemals verfolgten Ethnie.
Forscher wie der Historiker Michal Bodemann, auf den Belkin hinweist, enthüllten das Verantwortungsparadigma sowie die Sonderstellung der jüdischen Migranten als «Symbol-Politik»*, die das Ziel verfolgte, die Demokratisierung der deutschen Gesellschaft nach dem Holocaust zu demonstrieren und zu legitimieren. Im «Hype des Verantwortungsdenkens» träumte die deutsche Gesellschaft ihren Traum von der Revitalisierung des jüdischen Geistes- und Kulturlebens in Deutschland – im Sinne der reparativen Gerechtigkeit des neuen deutschen Staates. Juden seien ein** «Geschenk» gewesen.
Inzwischen leben in der Bundesrepublik Deutschland an die 250 000 Juden, grösstenteils aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Weniger als die Hälfte von ihnen sind in den Gemeinden organisiert. Der neue Antisemitismus richtet sich also überwiegend gegen die Gruppe, die als «Geschenk» und Symbol des «Verantwortungsdenkens» nach Deutschland eingeladen wurde, dazu noch gegen den Willen der israelischen Regierung.

Die Bundesrepublik bekam die Juden nicht «plötzlich geschenkt». Man hat sie extra eingeladen, um zuerst die Erneuerung der DDR und dann den Lehren aus dem Holocaust im wiedervereinigten Deutschland eine praktische Dimension zu verleihen. Endlich dürften Juden ohne Angst vor Verfolgung im Rechtsstaat frei leben. Dass nun das neue «Geschenk» der «Willkommenskultur» das alte jagt, könnte man als jüdischen Witz abtun, wenn der Bankrott der «historischen Verantwortung» und einer daraus abgeleiteten «humanitären» Politik nicht so offensichtlich wäre. Aus jüdischer Sicht ist es nicht entscheidend, ob man stellvertretend für israelische Politik oder wegen des Judenhasses Gefahr läuft, Mobbing und Gewalt ausgesetzt zu werden.
Der neue Antisemitismus in Deutschland zieht den Schlussstrich unter die bisherige Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte. Das geschieht nicht dank subversiver Aktivitäten der AfD oder den «linksrechten Intellektuellen», die der Schriftsteller Maxim Biller sich als Relativierer des Holocaust und Totengräber der Demokratie vorgeknöpft hat. Der Schlussstrich wird gezogen nicht von einer Verschwörung dunkler Mächte, auch musste niemand die Singularität des Holocaust bestreiten oder die NS-Herrschaft relativieren.

Der Schlussstrich manifestiert sich in der von niemandem beabsichtigten, aber nun unbestreitbaren Tatsache, dass Juden, die nach der Wende eine privilegierte Aufnahme genossen, zunehmend antisemitischen Angriffen ausgesetzt sind und an Auswanderung denken. In dieser Hinsicht ist Deutschland im Begriff, ein «normales Land» zu werden.   Sonja Margolina



 * Israel protestierte damals, nachdem 10000 Juden nach Deutschland gekommen waren (statt nach Israel), Schuldgefühle seien kein ausreichender Grund, um Asyl zu gewähren. Die FAZ unterschlug in ihrer bräsigen Kaltschnäuzigkeit bei der Berichterstattung über diese israelische Note, dass die Juden aus der Sowjetunion nicht aus eigener Initiative kamen, sondern von Deutschland durch De Maizieres Anwerbung herbeigerufen wurden (genau wie Merkel später via Selfie deutsche Hilfsbereitschaft ins Schaufenster stellte; dieses Land ist reif für die Klapsmühle). Das Fernsehen produzierte Dokumentationen, in denen Deutsche, die in den Aufnahmestrukturen und der Erinnerungsindustrie tätig waren, wichtigtuerisch über die große Verantwortung sprachen, die durch den Vertrauensvorschuss der Juden entstehe, die sich für Deutschland entschieden hätten. Auch hier kein Sterbenswörtchen über De Maizieres Initiative.
Der Gipfel dieser elendigen Veranstaltung wird aber erst erreicht, als die Berichterstattung von FAZ und Fernsehen, die beide über das "Denkmal der Schande" in Berlin (das Maxim Biller so treffend als Triumphbogen des Genocids bezeichnet hat) rauf und runter berichtet hatten, dem Friedensmal in Bernsheim versagt wurde, "weil es nur regionale Bedeutung" habe. Das masochistische Schandmal des Denkens in Berlin, das eigentlich ein Triumphbogen des Grauens ist, ist laut FAZ also von nationaler, wenn nicht galaktischer Bedeutung, das Friedensmal in Bensheim dagegen soll nur regionale Bedeutung haben. Pfui Deibel.

**herbeigelocktes

Montag, 18. März 2019

Nach 30 Jahren wieder aktuell

„Der vormundschaftliche Staat – mit diesem Titel will ich an das hierzulande stillgelegte Unternehmen Aufklärung erinnern."  Rolf Henrich

Das ist eine neue Qualität

Die Münchner Verteidigerin des Angeklagten im Mordfall Daniel H. (Chemnitz) fordert Gesinnungserklärung der Richter und Schöffen. Dann müsste jeder Rechtsanwalt, schon aus Haftungsgründen, in Zukunft bei Zivilsachen, in denen er AfD-Politiker vertritt, auch nach der politischen Präferenz der Richter fragen.

Wenn das zugelassen wird, ist der Anspruch auf den gesetzlichen Richter, wie er in Deutschland gehandhabt und als grundlegend für die unabhängige Justiz angesehen wird, dahin.

Diejenigen, die über Berlusconis Vorwürfe gegenüber der befangenen italienischen Justiz gespottet haben, werden sich noch wundern, wenn sie entdecken, was das Primat der Politik in unruhigen Zeiten bdeutet.

Es war einmal

Ende 2015, auf dem Höhepunkt der von Merkel vom Zaun gebrochenen Krise illegaler Migration wagte es Peter Maffay noch, sich in einem Interview mit der WELT zu diesem Thema zu äußern. Wer das Interview liest, der erkennt sofort, dass Maffay keiner der Ausländerfeinde ist, die heraufzubeschwören mittlerweile populär geworden ist, sondern Sorge um die deutschen Gesellschaftsstrukturen und um das Grundrecht auf Asyl hat.

Seine Hauptbedenken: Wenn wir jeden unkontrolliert einreisen lassen, dann haben wir bald nicht mehr die Möglichkeiten, denjenigen zu helfen, die die Hilfe wirklich brauchen.

Seit 2015 hat sich einiges verändert:

- Maffay würde sich heute auf keinen Fall mehr irgendwie zu diesem Thema äußern, weil ihm anderenfalls gesellschaftliche Ächtung, links-grüner shitstorm und die Pauschalisierung als „Rechter“, AfD-Sympathisant oder gleich am besten als Nazi sicher wäre. Der mittlerweile fast schon normal gewordene Maulkorb gegen die Meinungsfreiheit wirkt...

- Alle Besorgnisse Maffays aus 2015 sind heute Realität. Parallelgesellschaften haben wir längst in allen deutschen Städten, der Respekt vor humanistischen Werten und dem Grundgesetz ist gleich Null und obwohl mittlerweile weniger illegale Migranten als 2015 einreisen wird das Integrationsproblem nicht kleiner sondern täglich größer.

- Vor allem aber hat sich bewahrheitet, was Maffay befürchtet hatte: Weil Deutschland neben durchaus „echten“ Flüchtlingen mit einer riesigen Zahl von nordafrikanischen Intensivtätern, Glücksrittern, Identitätsschwindlern, Zuwanderern in das Sozialsystem, 30jährigen Minderjährigen und islamistischen Extremisten geflutet wurde, von denen so gut wie niemand jemals wird abgeschoben werden können, sind die Kapazitäten bis zum Rand ausgefüllt.

Auf der Strecke bleiben diejenigen, die heute noch einen wirklichen Fluchtgrund haben und unsere humanitäre Hilfe brauchen.

Der unkontrollierte illegale Ansturm der von Merkel auch noch angelockten Massen ist ein politischer Jahrhundertfehler.
Es wird Generationen brauchen, um die gesellschaftliche Katastrophe, die wir der Unfähigkeit einer einzelnen überforderten Frau zu verdanken haben, wieder zu entschärfen.
Jeder Tag, der durch weitere Amtszeit Merkels dabei verschwendet wird, macht es schwieriger.

FAZ droht mit Ächtung

Nach dem Massaker von Christchurch in Neuseeland beginnt im fernen Deutschland die Maschinerie der Schuldzuweisungen zu arbeiten. Es geht darum, aus dem feigen Anschlag eines uns allen unbekannten, tausende Kilometer fernen, bisher gleichgültigen Menschen eine Affäre zu machen, die „uns alle betrifft“.
„Die Tat von Christchurch“, schreibt etwa Andreas Ross in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „ist kein Verbrechen in einem fernen Land, das nichts mit uns zu tun hat: In allen westlichen Gesellschaften gedeiht die Islamfeindlichkeit. Das hat auch viel mit Stimmungsmache von Politikern zu tun.“ Kurz gesagt: Schuld ist nicht ein einzelner, offenbar psychisch gestörter Mensch, sondern der Westen an sich, seine überall gedeihende „Islamfeindlichkeit“. So weit der übliche masochistische Reflex, den wir zur Genüge kennen. Gefährlicher wird es in einem Land, in dem – wie heute in Deutschland – die politische Denunziation eine neue Blütezeit erlebt. 
Ross beginnt auch gleich Namen zu nennen, die in Zusammenhang mit dem Massaker genannt werden müssen, allen voran natürlich Donald Trump, nicht unbedingt als dafür Verantwortlicher, doch als jemand, der „einen gefährlichen Diskurs legimitiert“, dann folgen weitere, und in Tagen, in denen wieder Schwarze Listen angelegt werden, in denen sich Menschen dafür entschuldigen müssen, weil sie an einer privaten Geburtstagsfeier teilgenommen haben, auf denen auch ein Rechtsradikaler gesehen wurde, in denen das Wort „rechts“ zunehmend inflationär in Gebrauch ist und das Stigmatisieren von Unbotmäßigen, Unkorrekten erneut zu einem verbissenen Gesellschaftsspiel wird, in solchen Tagen ist das Nennen von Namen nicht mehr so harmlos, wie es tut. Und auch nicht mehr so harmlos gemeint.
Trotz der wohltemperierten Sprache, die sich Andreas Ross in der Frankfurter Allgemeinen auferlegt, lässt sich der Eindruck nicht vermeiden: Solche Artikel dienen der Einschüchterung. Man setzt auf die Angst davor, auf die Schwarze Liste zu geraten, für „rechtsradikal“ erklärt zu werden, für „islamophob“ oder „rassistisch“. Solche Zuschreibungen können Folgen haben, spürbare Nachteile in Beruf und Existenz, in unserer gesellschaftlichen Situation und – wie sich neuerdings zeigt – auch in der privaten.
Der Reflex wird durch ständiges Wiederholen andressiert. Ich habe deshalb beschlossen, mich lieber der endgültigen Anschwärzung meines Namens auszusetzen als der unwürdigen Unterwerfung. Auch nach dem Massaker von Christchurch werde ich den Islam kritisieren, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dort ein stupider Gewaltakt, wie er dümmer und abstoßender nicht vorstellbar ist, hier eine intellektuelle Auseinandersetzung mit einer Weltanschauung, ihrem Schrifttum, ihrem nach meinem Gefühl vorsintflutlichen Frauenbild, ihrer gefährlichen Verquickung von religiöser Botschaft und Gewalt. Mich damit kritisch und öffentlich auseinanderzusetzen, meine Gedanken darüber zu äußern, ist mein verbrieftes Recht als denkender Mensch in einem westlichen Land, das ich mir von niemandem nehmen lasse, weder von einem Massenmörder in Neuseeland noch von einer deutschen Zeitung.    Chaim Noll

Rüpelhaft, grün und türkisch

Gut zehn Tage braucht der angeschlagene Bundestrainer Joachim Löw für eine Begründung auf öffentlicher Bühne, warum er für die Qualifikation zur EM 2020 die drei Weltmeister Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller in der Nationalmannschaft nicht mehr will; sie kurz und schmerzlos feuert.
Team-Spaßvogel Müller kritisiert Löw für seinen menschlichen Umgang offen im Netz vor der deutschen Fangemeinde: „Wenn – kurz nachdem wir von der Entscheidung des Bundestrainers erfahren haben – vorgefertigte Statements seitens des DFB und des DFB-Präsidenten an die Presse rausgegeben werden, ist das aus meiner Sicht kein guter Stil und hat mit Wertschätzung nichts zu tun.“ Auch für seine mitentlassenen Mannschaftskollegen stellt er klar: „Mats, Jerome und ich sind immer noch in der Lage, auf Top-Niveau Fußball zu spielen.“ Selbst wenn sie nicht mehr topfit wären, ist so ein Abgang unwürdig.
Bei der DFB-Pressekonferenz am Freitag vergießt Löw nach seinem Fauxpas Krokodilstränen: „Die Wertschätzung für die Spieler ist groß. Die Spieler haben Einzigartiges erreicht. Sie haben meine Dankbarkeit. Emotional ist mir das schwer gefallen. Weil wir diesen Spielern so viel zu verdanken haben.“ Gestanzte Worthülsen, die jeder Gefeuerte kennt.
Konsequenzen zieht Löw nur bei verdienten Spielern, weil sie keine Leistungsträger mehr seien. Wer diese Maßstäbe an andere stellt, müsste dann auch selber gehen. Kein Sportjournalist fragt den Bundestrainer nach einer großen Empörungswelle über seine Art und Weise des Feuerns dreier Weltmeister: Warum bleiben Sie? Müssen Sie nicht auch zurücktreten?
Unter Löws Regie 2018 historisch schlecht abgeschnitten
Der Bundesübungsleiter aus dem Schwarzwald hat zwar 2014 große Verdienste mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in der Fußball-Hochburg Brasilien erworben, aber seinen Zenit vier Jahre später bei der nächsten WM in Russland weit überschritten. Löw verantwortet dort als Bundestrainer durch seine Leitung das historisch schlechteste Abschneiden einer deutschen Nationalmannschaft. Kraftlos, ehrlos und unmotiviert scheidet Deutschland schon in der Vorrunde als Tabellenletzter hinter Südkorea, Mexiko und Schweden aus. Weil das noch nicht schlecht genug ist, steigt danach die deutsche Nationalmannschaft unter Löws Regie aus der neuen Nations League ab. Die einstige A-Elf spielt jetzt in der B-Liga. Jeder Klubtrainer hätte für so eine negative Bilanz seinen Job verloren.
Vor allem für die schlechte Stimmung rund ums Team ist Bundescoach Löw im vergangenen Jahr hauptverantwortlich. Er versagt dabei nicht nur sportlich, sondern auch politisch. Im Mai vor der Weltmeisterschaft 2018 posieren die Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan für Fotos mit „Respekt für meinen Präsidenten“ Recep Tayyip Erdogan. Die beiden DFB-Superprofis leisten dem Autokraten vom Bosporus damit optische Hilfe für seine Wahlen in der Türkei. Die mediengewohnten Kicker-Profis, betreut von ihren Agenturen, wollen danach mit diesen Fotos kein politisches Statement abgegeben haben. Wer soll ihnen das jemals glauben?
Entgegen aller DFB-Beschwichtigungen ist vielen Fans schnell klar: Massenhafte Verfolgungen und Inhaftierungen von Bürgern, wie Missachtung von Menschenrechten durch das Erdogan-Regime, sind für Özil und Gündogan kein Thema. Doch Löw hält die schützende Hand über beide. DFB-Chef Reinhard Grindel moniert zwar, die beiden hätten sich für Erdogans „Wahlkampfmanöver missbrauchen“ lassen. Doch Grindel drückt sich vor Konsequenzen. So kann sich die miese WM-Stimmung in der Mannschaft wie bei den deutschen Fans ausbreiten. Sie pfeifen das Team sogar teilweise aus.
Dennoch verlängert DFB-Präsident Grindel sogar noch vor der WM 2018 Löws Vertrag für rund 3,8 Millionen Euro jährlich um vier Jahre bis 2022. Das Leistungsprinzip hat der DFB damit außer Kraft gesetzt.
Warum Löw sowohl Özil als auch Gündogan schützt und die Erdogan-Affäre unter den Tisch kehrt, damit beschäftigt sich kaum ein Journalist. Ein Fall von medialem Versagen. Dabei möchte ARD-Dopingjäger Hajo Seppelt am liebsten noch die Urinprobe von Russlands Präsident Wladimir Putin auftreiben. Doch die öffentlich-rechtliche Recherche fällt beim Erdogan-Foto-Gate des DFB aus.
Lediglich der frühere Focus-Chef Helmut Markwort erkennt und kritisiert in seinem Tagebuch einen höchst merkwürdigen Familienbetrieb. Löw und Gündogan seien auf sehr eigene Art verbunden. Denn: „Sie werden von denselben Firmen betreut und beraten. Die Unternehmen heißen ARP Sportmarketing und Family & Football. Zu deren Klienten gehört neben Jogi Löw und Ilkay Gündogan auch der Spieler Mesut Özil.“ Mehr noch: Betreiber der Unternehmen seien der Spielerberater Harun Arslan und der Rechtsanwalt Erkut Sögüt. „Den Begriff „Family“ im Firmennamen nehmen sie auf türkische Weise ernst. Zum Beraterclan gehören auch Ilkay Gündogan, der Onkel des Spielers Ilkay, und Mutlu Özil, der Bruder des Spielers Mesut.“
Die mediengewohnten Kicker-Profis, betreut von ihren Agenturen, wollen danach mit diesen Fotos kein politisches Statement abgegeben haben. Wer soll ihnen das jemals glauben? 
Den Beweis für diese Notlügen liefert Özil selbst
Laut verschiedener türkischer Medienberichte lud Özil Erdogan zu seiner Hochzeit im Sommer ein. Der Politiker soll Ehrengast auf der Feier werden, bei der Özil seiner Verlobten Amine Gülşe (25) das Ja-Wort geben will, berichtet jetzt die Bild-Zeitung.
Family-Business a la Löw – kein Bundespolitiker hätte das überlebt
Noch heute wirbt Löw für Arslans ARP Sportmarketing auf dessen Startseite mit WM-Pokal und O-Ton im Internet: „Wenn sich im Fußball zwei Spieler blind verstehen, dann wissen sie genau, was der andere macht, wie er läuft und wie er reagiert. Und so ist es bei mir und dem ARP-Team genauso. Seit fast 20 Jahren arbeite ich jetzt mit dem Harun Arslan zusammen. Genauso professionell und vertrauensvoll. Ich schätze es einfach sehr, wenn ich mich auf jemanden zu 100 Prozent verlassen kann.“ Das erklärt in der Erdogan-Foto-Affäre von Gündogan und Özil vieles. Ein Bundespolitiker hätte dieses Family-Business politisch nicht überlebt.
Doch was schützt den Bundestrainer bis heute? Hätte Löw die WM-Blamage überstanden, wenn er CSU-Wahlmann bei der Bundespräsidentenwahl 2017 und Sympathisant von Horst Seehofer wäre? Nein! Aber er ist es immer noch Bundescoach trotz historischen Versagens und fragwürdigem menschlichen Umgang mit verdienten Nationalspielern. Warum? Weil er politisch auf der richtigen Seite steht. 2017 ist er bei der Bundespräsidentenwahl ein Wahlmann der baden-württemberger Grünen. Obendrein gehört er zum Merkel-Lager. Die Idee der Bundeskanzlerin die deutsche Nationalmannschaft auf „Die Mannschaft“ zu schrumpfen, um kurz mal nebenbei nach jahrzehntelanger Tradition die Wörter National und deutsch zu streichen, setzt Löw willig um. So folgsam wie CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, der sich am Bundestagswahlabend 2013 bei der Feier im Konrad-Adenauer-Haus auf offener Bühne von der Kanzlerin die Deutschlandfahne aus der Hand reißen lässt.
So bewahrt Löws grüne Aura, die natürlich Kanzlerin Merkel sehr gefällt, ihn vor der Ablösung. Solch einen guten Mann würden grünaffine Journalisten nie angreifen. Ein Übungsleiter, der Spieler mit Migrationshintergrund trotz politischer Verfehlungen schützt, muss einfach Bundestrainer bleiben. Doch sollte der sportliche Erfolg weiter ausbleiben – das Prestigeduell gegen Holland bei der EM-Qualifikation steht an – könnten Löws Tage gezählt sein. Eine Genugtuung für Müller, Hummels, Boateng und leistungsorientierte Deutschland-Fans als Hobbytrainer.   Olaf Opitz

Palästinenser feiern



Ein Israeli kam zu Tode, zwei wurden verletzt, und die Palästinenser feiern mit Süßigkeiten. As usual.

Früher oder später wird es das auch in Deutschland geben. Wer Abenteuer will, der kriegt sie. Wer eine Zielscheibe an die Haustür hängt, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann jemand drauf schießt. Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.


Inzwischen stellt sich heraus, dass die Opfer zwei sind. Der Zweite ist Soldat und Rabbiner, Vater von 12 Kindern. Und ungewöhnlicherweise wird dieser Rabbiner auch von Iranern betrauert. Die deutschen Medien sind für jüdisches Leben auf drei Augen blind.

Weiblich, humorlos, kompromisslos

Sie sind oft weiblich, meist eher humorlos und in der Regel kompromisslos von ihrer gerechten Sache überzeugt: Gender-Ideologen setzen sich gern über wissenschaftliche Tatsachen und biologische Fakten hinweg und posaunen die frohe Botschaft stattdessen mit missionarischem Eifer in die weite Welt hinaus.
Mit Vernunft oder logischen Einwänden kommt man im Diskurs oft nicht weit und wird rasch als Chauvinist, Rassist oder schlicht reaktionäres Arschloch gebrandmarkt. Sie wissen schon – böse, weiße Männer. Und falls die Kritiker weiblich sind, ach herrje, welch arme Gefangene des Patriarchats und seiner testosterongetränkten Herrschaftsstrukturen! Kurzum, Gender-Ideologen schlägt man nur mit ihren eigenen Waffen. So nehmen Sie ihnen auf kreative Weise den Wind aus den Segeln:
1) Basteln Sie möglichst lange und abstruse Wortendungen!
Ein Text oder eine Powerpoint-Präsentation ist nicht gegendert oder enthält Endungen, die wieder aus der Mode gekommen sind. Und schon geht das Gezeter los. Muss es nun Bürger_Innen oder Bürger_*innen heißen? Oder gar „BürgX“, wie der/die/das superprogressive Lann Hornscheidt, Gendergelehrte an der HU Berlin, es formulieren würde? Werden Sie schnell aktiv und schlagen Sie z.B. „Bürger_!§$%*Xinnen“ vor. Nennen Sie für jedes Symbol eine beliebige Minderheit, die unbedingt extra erwähnt werden muss. Treiben Sie das Kasperletheater um die politisch korrekte Wortendung auf die Spitze, bis selbst der/die/das Gender-Ideologe verzweifelt und jedem Beteiligten die Absurdität der Sprachverschandelung klar wird.
2) Outen Sie sich (vorübergehend) als androgynes Zwitterwesen!
Eine nach Geschlechtern quotierte Rednerliste im Uniseminar oder Regionalparlament erstickt zuverlässig jede konstruktive Diskussion. Das Prinzip ist denkbar simpel: Männer und Frauen haben gefälligst abwechselnd zu reden. Wenn keine Frau mehr etwas sagen möchte, müssen eben auch alle Männer zwangsläufig die Klappe halten. Melden Sie sich gleich zu Beginn mit folgendem Statement: „Ich finde das bipolare Schubladendenken diskriminierend, fühle mich heute irgendwie beiden Geschlechtern zugehörig und beantrage deshalb das Rederecht als Mann UND Frau.“ Ergötzen Sie sich dann an der stillen Verzweiflung der Gender-Ideologen – man wird Ihnen die Bitte nicht abschlagen können. Und das Quotensystem ist wirksam ausgehebelt.
3) Nutzen Sie die neuen Regeln zur Anrede aus!
An der Uni Leipzig werden männliche Lehrkräfte neuerdings mit „Herr Professorin“ angesprochen. Gender-Ideologen halten dies für einen geeigneten Weg zu mehr Gleichberechtigung in der Wissenschaft und wünschen sich, dass dieses Beispiel Schule macht. Tun Sie ihnen den Gefallen, aber drehen Sie den Spieß herum und sprechen Sie weibliche Gender-Fans auch außerhalb der Uni ab sofort schriftlich und mündlich nur noch mit „Herr (Professor)“ an. Falls Ihnen dann geifernde Empörung entgegenschlägt, kontern Sie unter Verweis auf die neue Beliebigkeit der Geschlechterendungen. Gleiches Recht für alle!
4) Klagen Sie sich auf Versorgungsposten ein!
Die Gender-Industrie dient vor allem als gigantische Versorgungsmaschinerie. Sozialwissenschaftler konstruieren im Elfenbeinturm oder in politischen Institutionen immer neue Vorgaben, die Verwaltungen und Unternehmen früher oder später umsetzen müssen. Neu entstandene Arbeitsplätze als „Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte“ werden dann mit meist weiblichen „Experten“ besetzt, die der Gender-Zirkus der Universitäten ausspuckt. Das muss nicht sein: Bewerben Sie sich, gerade als Mann! Falls es nicht klappt, kann eine Klage helfen. Erst kürzlich wurde die grüne Hauspostille „taz“ wegen der Diskriminierung von Männern rechtskräftig verurteilt, weil sie eine Volontariatsstelle ausschließlich für Frauen mit Migrationshintergrund ausgeschrieben hatte.
5) Vergrößern Sie das Chaos – erfinden Sie weitere Geschlechter!
In den USA und Großbritannien können Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook zwischen derzeit 58 verschiedenen Geschlechtern wählen. Es zählt dabei nur das aktuelle „Gefühl“ des Users, der sich schillernde Begriffe wie „Bigender“, „Two Spirit“ oder „Gender Fluid“ anheften darf. Der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Denken Sie sich irgendeine klangvolle Geschlechtsbezeichnung aus. Bei der nächsten Diskussion mit Gender-Ideologen können Sie dann mit Wissen über ein bislang unentdecktes, aber bereits schwer diskriminiertes Geschlecht glänzen, dem sich bundesweit – mindestens! – drei Menschen zugehörig fühlen. Fordern Sie Studien und Lehrstühle zur Erforschung des Phänomens. Doch Vorsicht: Es könnte eine Weile dauern, bis Ihr Gegenüber die Ironie bemerkt.
6) Gründen Sie eine völlig neue „sozial konstruierte“ Minderheit
Dehnen Sie den Geschlechterbegriff, bis es schmerzt. Selbst 1.000 Wahlmöglichkeiten wären nicht genug, denn die 62 Lehrstühle der deutschen Gender-Forschung müssen stets neue „Probleme“ erfinden, um Forschungsgelder zu erhalten. Geben Sie in wissenschaftlichen Fragebögen als Geschlecht „Sonstige“ an und schreiben Sie in das Feld daneben „Auto“, gern auch Ihre aktuelle Lieblingsmarke. Klingt absurd? Ist es auch. Aber wenn biologische Tatsachen ohnehin nichts mehr zählen und angeblich alles sozial konstruiert ist, kann auch niemand etwas dagegen sagen, dass manche Bürger ihr Geschlecht als BMW X3 erfühlen. Und wenn genügend Leute bei solchen Späßen mitmachen, muss die Gender-Forschung sich irgendwann dazu positionieren und wird umso schneller als gigantische Monty-Python-Nummer entlarvt.
7) Bleiben Sie immer freundlich und humorvoll!
Nichts verabscheuen Gender-Ideologen so sehr wie freundlich lächelnde Kontrahenten. Schließlich geben sie sich alle Mühe, Gegner ihrer Disziplin als erzkonservative Knochen oder hasserfüllte Radikale darzustellen. Je freundlicher Sie sind, desto besser kommt die ideologische Verbissenheit der Gender-Gläubigen zum Vorschein. Und was den Humor betrifft: In Norwegen wurden dem staatlichen „Nordic Gender Institute“ sämtliche Forschungsgelder gestrichen, nachdem der Komiker Harald Eia die Gender-Ideologen in einer TV-Serie mit ein paar simplen Fragen bis auf die Knochen blamiert hatte. Das müsste doch auch in Deutschland zu schaffen sein.    Armin Peter

Sonntag, 17. März 2019

Christchurch ist erst der Anfang

Es gibt eine einfache Faustformel: Je mehr erzwungener Multikulturalismus, desto mehr Rassismus. Da können unsere Gesellschaftsexperimentierer und Sozialingenieure wedeln und klagen, wie sie wollen; die Conditio humana ist eben kein "Konstrukt". Sehr treffend hat es die Journalistin Eva-Maria Michels auf ihrer Facebook-Seite dargelegt:

"Fast alle Kommentare zum Christchurch Massaker gehen am echten Problem vorbei. Es nützt überhaupt nichts, Krokodiltränen ob der schrecklichen Tat zu vergießen und zu überlegen, wie das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft besser gelingen kann. Die Ursache des Massakers ist der Multikulturalismus. Es ist eine Ideologie, die nicht weniger radikal und brutal ist als Kommunismus und Nationalsozialismus. Wie diese beiden Ideologien gibt auch der Multikulturalismus vor, zu einer besonders humanen Gesellschaft zu führen. Doch in Wirklichkeit tut er das genaue Gegenteil: Er deshumanisiert die Gesellschaft, denn er entfremdet den Menschen seiner kulturellen Identität. Entwurzelte Menschen haben das Potenzial, zu Monstern zu werden. Darum sind Muslime, die in westlichen Gesellschaften aufwachsen, im allgemeinen radikaler und brutaler als solche, die in ihrem Kulturkreis leben, darum gibt es größenwahnsinnige Massenmörder in Westen, die ideologisch wirre Ideen vertreten. Im Massaker von Christchurch hat der Multikulturalismus wie im Bataclan sein wahres Gesicht gezeigt.
Da die Ideologen, die diese mörderische Ideologie seit mindestens 50 Jahren weltweit verbreiten, lieber Krokodiltränen vergießen als Lehren aus einem weiteren gescheiterten Experiment am Menschen zu ziehen, und inzwischen auch an der Zerstörung der sexuellen Identität des Menschen arbeiten, kann man davon ausgehen, dass das Christchurch Massaker nicht das letzte dieser Art war."

Das einzige, was nicht stimmt, ist die Bemerkung, Muslime in westlichen Gesellschaften seien radikaler und brutaler als Muslime in ihren Herkunftsländern – diese Statistik über die Terroranschläge der vergangenen 30 Tagen mit hunderten Toten zeigt ein anderes Bild, denn keiner der Anschläge fand in einem westlichen Land statt.


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Ähnlich, wenngleich etwas polterköpfiger, argumentiert Hadmut Danisch gegen die Menschenexperimente der Multikulti-Junta: 

"Und die haben nun der Politik und der Presse eingeredet, dass Zwangsdiversität und Durchmischung ganz toll wäre und wir das unbedingt bräuchten. Wozu? Wurde nie gefragt. Dass das aber unsere evolutionär und im Konkurrenzkampf entstandenen Gehirne nicht mitspielen, und die Leute in einen ständigen Feind-Konkurrenz-Stress versetzt, außerdem den Aufbau der für das Gehirn wichtigen Rudelzugehörigkeit vereitelt, das kapieren Poststrukturalisten nicht.
Und so drückt man die Welt in ihr Zerbrechen.
Und die 'rassistischen' Ausfälle sind Symptom eben dieses Effektes. Es wird durch Diversität eben nicht alles gut. Es funktioniert nicht.
Wieviele Tote braucht man, wieviel Streit und Aggression braucht es, bis Geisteswissenschaftler, Politiker, Journalisten endlich mal einsehen, dass das mit der Diversität nicht funktioniert, schon gar nicht erzwungen?
Was müsste etwa passieren, bis eine Angela Merkel noch einsehen würde, dass sie auf dem Holzweg ist? Und welche Rolle würde es noch spielen, ob oder was sie noch einsieht?
Das Experiment ist gescheitert, aber (...) sie haben keine Abbruchbedingung, keine Exit-Strategie, keinen Notfallplan. Es ist eigentlich kein Experiment, weil ein Experiment voraussetzt, dass jemand da ist, der es beobachtet und Schlüsse daraus zieht. Es ist Narrentum.
Wir werden noch viele Tote sehen."

Entmischung wird eine Alternative der Zukunft sein, und zwar auf möglichst freiwillige Weise. Im Grunde findet diese Entmischung ja schon lange statt; es hat sich der Terminus "Parallelgesellschaft" dafür eingebürgert, und die Existenz solcher Segregate ist der Grund, warum sich beispielsweise Migranten aus dem Orient in Deutschland nicht "integrieren" müssen – sie sind es dort ja schon. Politisch wären folgende Schritte nötig: Zunächst muss man den Experimentierern das Handwerk legen; danach unvereinbare Gruppen voneinander trennen, und zwar durch freiwilligen Umzug – NRW z.B. bietet sich als deutscher Gazastreifen an –; die Alimentierung der einen Gruppe durch die andere muss gestoppt werden (war ein Witz, aber man könnte sie herunterfahren und das Geld nur den Führern der anderen Seite zukommen lassen, das dürfte als eine Art Schutzgeldzahlung genügen); sodann müssen sichere Grenzen zwischen den Arealen errichtet werden, damit Gewalttäter das Zusammenleben nicht allzu leicht stören können. Dann möge jeder für sich in Frieden und vor allem nach seinen Vorstellungen leben. Und unsere Grünen gehen dann einfach ins bunte NRW (wetten nicht?)...


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Britische Elitetruppen haben in der syrischen Stadt Baghuz die abgeschnittenen Köpfe von fünfzig jesidischen Frauen gefunden, die dem IS als Sexsklavinnen dienen mussten (hier). Da die Täter keine weißen Rassisten waren (und sich nicht für die Chats rechtsextremer Bundeswehrsoldaten interessierten), hat der Zwischenfall nur regionale Relevanz.   MK




Muslimische Fulani-Islamisten in Nigeria, im Bundesstaat Kaduna haben in den letzten drei Wochen 120 Christen ermordet, in der letzten Woche alleine 50. Die Fulani-Dschihadisten sind für nigerianische Christen zu einer größeren Bedrohung geworden als die islamistische Terrorgruppe Boko Haram. Bereits seit vielen Jahren kommt es in Nigeria immer wieder zu blutigen Massakern an Christen. Die Zahl der ermordeten Christen seit 2001 liegt bei über 6000, wie US-Medien melden. In den deutschen Medien liest man über diesen seit Jahren andauernden Massenmord kaum etwas.

Natürliche Dummheit, statt künstliche Intelligenz

Der deutsche Journalist Billy Six, der unter anderem für die höckefeindliche Junge Freiheit schreibt, ist nach 119 Tagen Haft in Venezuela unter Auflagen freigelassen worden. Die Eltern bedanken sich dafür bei einem Außenminister. Sie meinen nicht Heiko Maas. "Wir sind erschüttert darüber, dass unser Sohn erst auf Fürbitte eines Außenministers eines fremden Landes freigelassen wurde", schreiben Ute und Edward Six auf Facebook. "Die deutsche Regierung hat nie aktiv seine Freilassung gefordert. Das Auswärtige Amt hat das Minimum an Aktivitäten an den Tag gelegt, um dem Vorwurf zu entgehen, nichts gemacht zu haben. Das Auswärtige Amt und Heiko Maas haben nach unseren Erkenntnissen die Freilassung eher blockiert als gefördert. Das hat uns sehr enttäuscht."

Die Entlassung des Journalisten aus dem Regimeknast erzeugte – wie bereits die Verhaftung – nur ein recht lustloses Echo in der deutschen Wahrheits- und Qualitätspresse. Über die Aktivitäten des falschen Außenministers berichtete bislang kein Medium; der richtige zeigte bekanntlich keine. Die Bemühungen von AfD-Politikern um Six wurden von verdienten Medienschaffenden rechtzeitig als Instrumentalisierung entlarvt.

Überhaupt sollten anständig gebliebene Journalisten am besten so tun, als existiere die AfD überhaupt nicht. Angelegentlich der vom Bundestag abgewiesenen – abgeschmetterten, wie ein Qualitätsjournalist schriebe – Israel-Resolution der FDP erledigten sie das beispielhaft: Die meisten berichteten gar nicht darüber, die Bild-Zeitung vorbildlich, indem sie die Zustimmung einer kompletten Fraktion verschwieg.


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"Umstrittener BND-Ausbilder darf weiter lehren", meldet das Zentralorgan der Unumstrittenen. Was ist geschehen? Der Politikwissenschaftler und BND-Ausbilder Martin Wagener – exakt formuliert: Wagener lehrt Internationale Politik am Fachbereich Nachrichtendienste der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung – hat im September ein Buch veröffentlicht, in welchem er vorschlägt, dass Deutschland seine Außengrenze für illegale Migranten schließen soll, und zugleich die technischen Details und die Kosten einer solchen vertrauensbildenden Maßnahme beschreibt (neben vielen anderen Grenzschutzbelangen; ich schrieb darüber hier). Daraufhin ward Wagener in die Walhalla der Umstrittenen versetzt, woran neben den Schaffenden in den Medienhäusern vor allem sein Arbeitgeber, also der BND, beteiligt war, indem er eine Überprüfung des Buches auf womöglich außergewöhnliche Umstrittenheit in Auftrag gab, den Professor damit sozusagen zum "Prüffall" erhob und das obendrein öffentlich machte. 

Die Behörde habe ihm "vor kurzem mitgeteilt, auf der Basis des Gutachtens eines bekannten Rechtswissenschaftlers keine Maßnahmen gegen mich ergreifen zu wollen", schreibt Wagener in einer online veröffentlichten Stellungnahme. "Es wurde folglich kein Dienstvergehen festgestellt. Und natürlich wurde auch erkannt, dass der Publikation nicht die Absicht zugrunde liegt, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu beseitigen. Fraglich ist, warum der BND überhaupt nach außen kommunizieren musste, das Buch prüfen zu wollen."

Der Politikdozent wird es nicht bei seiner formalen Rehabilitation belassen, sondern "eine juristische Überprüfung der Vorgänge" einleiten, weil seine Rechte "in gleich mehreren Fällen (u.a. im Bereich der Lehr- und Forschungsfreiheit) durch den BND verletzt worden sein dürften. Der Vorgang wird durch ein Anwaltsteam begutachtet, das ich gerade zusammenstelle." Aufgrund einer monatelangen und "zu großen Teilen wahrheitswidrigen" Kampagne, die er über sich habe ergehen lassen müssen, "in der die üblichen Vorwürfe erhoben worden sind: Rechtsextremismus, Verfassungsfeindlichkeit, Rassismus", sei sein Ruf ramponiert.

"Bei der rechtlichen Prüfung geht es nun einerseits darum, weiteren nicht gerechtfertigten Einmischungen offizieller Stellen in die Lehr- und Forschungstätigkeit vorzubeugen. Andererseits muss verhindert werden, dass eine faktische Einschüchterung des wissenschaftlichen Personals immer weiter Raum greift. Denn mein Fall ist hier – leider! – nur einer von vielen. Setzt man alle Mosaiksteine zusammen, dann ergibt sich ein unschönes Bild: Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene zeigen Vertreter offizieller Stellen immer wieder, trotz wohlfeiler Bekenntnisse zur Lehr- und Forschungsfreiheit kritische Stimmen nicht tolerieren zu wollen" (Beispiele listet Wagener in der verlinkten Stellungnahme). "Der BND hat eine Untersuchung eingeleitet, weil er den Verdacht hegte, mein Buch könnte die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden. Das Ergebnis seines Vorgehens dürfte nun ganz andere Fragen aufwerfen."


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Mein Lieblingssatz aus Wageners Buch: "Alle zwölf Tage wächst die Bevölkerung Afrikas um eine Million Menschen." Marietta, Claudi und Heribert sollten schon ein bisschen Platz bei sich machen.


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Schöne Formulierung von Thorsten Hinz in der JF: "Schon heute verpulvert Deutschland seine Milliardenüberschüsse, um die ins Land gelassene natürliche Dummheit ruhigzustellen, während alle Welt davon spricht, daß künftiger Wohlstand von der Entwicklung künstlicher Intelligenz abhängt."

Man kann es sogar beziffern und zusammenfassen: Den hereingeschneiten und -schneienden natürlichen Intelligenzmangel unterstützt 'schland jährlich mit geschätzten 20 oder mehr Milliarden Euronen, die künstliche Intelligenz fördert die Bundesregierung mit drei Milliarden in den nächsten fünf Jahren (hier). Die Chinesen blicken staunend auf die Umwandlung des einstmals bedeutenden Technologielandes in eine global gefeierte "Inkompetenzfestung" (Alexander Wendt).   MK