Sonntag, 24. Juni 2018

Samstag, 23. Juni 2018

Wie darf das sein?

Im Erzgebirge gibt es, vergleichsweise zu Wessi-Deutschland, kaum Ausländer. Aber am vergangenen Wochenende ereignete sich in Schwarzenberg/Erzgebirge trotzdem ein dramatischer, von einem "Schutzsuchenden" ausgehender Überfall. Und in Ossi-Deutschland hat man seit 1989 das verdruckste Schweigen satt (das wir Wessis uns sogar noch nach 89 von linken Klugscheißern, Drehbuchautoren und Regisseuren haben andressieren lassen), und die überheblichen Belehrungen der Soziologen, Sozialpsychologen und Sozialexperimentuere aus Wessi-Deutschland lässt man sich dort nicht gefallen.

Eine 14 Jährige wurde beim Abendspaziergang unweit ihres Wohnhauses von einem "Südländer" geschlagen und - zum Glück nur leicht - mit einem Messer verletzt. Das tapfere Mädchen setzte sich erfolgreich zu Wehr und konnte dem Täter entfliehen und sich in ihr Wohnhaus retten. Jetzt möchte sich die Mutter mit einer Schilderung dessen, was sie und ihre Tochter (auch nach der Tat) erlebten, an die Öffentlichkeit wenden. Nehmt euch die paar Minuten Zeit und hört euch bitte an, was sie zu sagen hat.



Solltest Du anschauen from Remstalrebell2 on Vimeo.


Merkels nützliche Idiotin (eine erstaunlich, geradezu wundersam dumme Jüdin)

Von der deutschen Öffentlichkeit so gut wie unbemerkt, hat Charlotte Knobloch, von ihren Freunden liebevoll „Tante Charly“ genannt, am 7. Juni einen längeren Artikel in Ha’aretz veröffentlicht. Ich sage bewusst „veröffentlicht“, denn geschrieben hat ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Anderer oder eine andere Andere. Wie das eben so ist bei Politikern und Vertretern von Interessenverbänden. Nur die Kanzlerin schreibt ihre Reden selbst, und so hören sie sich auch an.

In dem Text, der erstaunlicherweise von der SZ nicht nachgedruckt wurde, berichtet Frau Knobloch, welchen Anteil sie am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde in Deutschland hatte und geht dann den neuen Botschafter der USA in Berlin, Richard Grenell, frontal an. Der hat nämlich ausgerechnet in einem Interview mit „Breitbart“, dem Gemeindeblatt der Teufelsanbeter, gesagt, er wolle die „konservativen Kräfte“ in Europa stärken, womit er nach Lage der Dinge eigentlich nur die Grünen und die Sozialdemokraten gemeint haben kann. Charlotte Knobloch aber wirft ihm ein Paktieren mit rechten Antisemiten vor, die an den Grundfesten jüdischen Lebens in Deutschland sägen, als da wären: Beschneidung und koschere Schlachtung.
The fact that the newly-appointed American ambassador to Germany, Richard Grenell, is now joining the populist chorus by stating in a recent interview with the far-right Breitbart website that he wants to „empower“ the „resurgence“ of „anti-establishment“ conservative forces - the same language used by the AfD - throughout Europe, exacerbates the situation further.  And far from reprimanding the ambassador, the U.S. State Department actually came to his defense.
Der einzige Politiker, den Grenell in dem Breitbart-Interview beim Namen nannte, war nicht irgendeine AfD-Tröte, sondern der österreichische Kanzler Sebastian Kurz, der vor Kurzem bei einem Besuch in Israel wie der "König von Österreich" gefeiert wurde, vermutlich, weil die depperten Israelis den Artikel von Charlotte Knobloch in Ha’aretz nicht gelesen hatten.
Aber Grenell wird das eine Lehre sein. Beim nächsten Interview wird er sich genau überlegen, was er sagt und wen er „empowern“ möchte. Tante Charly könnte wieder böse werden.   HMB

Schweden : Türkei - 7 : 1

Es gab schon fröhlichere Starts in Fußballturniere für die Deutschen als die WM 2018 in Rußland. Und es ist nicht nur der pomadige Auftritt der Noch-Weltmeister gegen Mexiko, der vielen die Stimmung verhagelt. Pünktlich wie die Schwalben im Sommer sind auch die üblichen linken Nationalneurotiker unterwegs, um über zuviel Schwarzrotgold und Nationalismusgefahren zu maulen.
Der Ton ist wieder hysterischer geworden, fast schon wie beim „Sommermärchen“ 2006, als die massenhafte unbefangene Begeisterung die sich postnational wähnenden Linken kalt erwischte. Kaum hatte man beruhigt bemerkt, daß die schwarzrotgoldenen Fahnen für die „Party-Patrioten“ irgendwie doch bloß Fanartikel waren wie der Vereinsschal, drohte neues Ungemach.
Linke Spaßbremsen hätten sich die Mühe sparen können
AfD, Pegida und „andere nationale Kräfte“ hätten ihm die Freude an der WM verdorben, jammert ein Kommentator im Stern. Weil die es doch tatsächlich wagen, Schwarzrotgold auf politischen Veranstaltungen zu zeigen. Und schon geht die Leier wieder los von den Nationalfarben – das Staats-, Identifikations- und damit Integrationssymbol schlechthin – als Zeichen von „Ausgrenzung“. Ja, die WM im eigenen Land sei sogar mit schuld daran, daß Pegida und AfD überhaupt erst möglich geworden seien, schimpft einer im Deutschlandfunk.
Da predigt dann auch die unvermeidliche Claudia Roth wieder „Zurückhaltung“ und warnt vor „nationaler Selbstbeweihräucherung“, ist aber immerhin noch so gnädig, das Aufhängen „eines Fähnchens“ nicht zu untersagen, auch wenn sie selbst droht, „frenetisch mit der Regenbogenflagge“ zu wedeln. Die „Linksjugend“, der auch nichts Neues einfällt, ruft unter infantilem Beifall der taz dagegen wieder mal zu allerlei Straftaten auf: Fahnen „abknicken“, stehlen, anzünden, abschneiden und was linke Vandalen sonst so für politische „Aktion“ halten.
Dabei hätten sich die linken Spaßbremsen die Mühe sparen können, so manchem Fußballfreund war schon vor dem Auftaktspiel die gute Laune vergangen. Schuld daran waren ausgerechnet zwei erklärte Lieblinge von Bundestrainer Joachim Löw: Mesut Özil und Ilkay Gündoğan, die sich mitten in der Vorbereitungsphase mit dem wahlkämpfenden türkischen Staatschef Erdoğan trafen. Die wütenden Pfiffe des deutschen Publikums bei den letzten Testspielen gegen Österreich und Saudi-Arabien hatten sich die beiden Legionäre mit dieser Aktion redlich verdient.
Fußball-Millionäre, deren Loyalität einem anderen Land gehört
Als „Rassismus“ kann man den geballten Unmut der Anhänger nicht abtun, eher als Ausdruck einer tiefen Enttäuschung: Die beiden Fußball-Millionäre haben mit ihrem hochpolitischen Fototermin, der angeblich ganz unpolitisch gemeint gewesen sein soll, vor allem zum Ausdruck gebracht, daß sie sich nicht als Teil des Landes sehen, das ihnen ihre steile Karriere ermöglicht hat, sondern als Söldner, die den Ruhm und den finanziellen Nutzen gerne mitnehmen, den der Status als deutscher Nationalspieler mit sich bringt, deren Loyalität im übrigen aber einem anderen Land gehört.
Gleichzeitig haben Özil und Gündoğan en passant die Legende zerschlagen, mit der der Deutsche Fußballbund (DFB) als williger Propaganda-Arm der etablierten Politik die „Sommermärchen“-Euphorie gezähmt und politisch zu Volkserziehungszwecken instrumentalisiert hat: daß Integration nämlich ganz einfach sei und nur Multikulti zum Erfolg führe.
Wenn nicht mal privilegierte Einwanderersöhne sich vorbehaltlos mit Deutschland identifizieren wollen, wie soll man das dann von einem einfachen Parallelgesellschaftsbewohner erwarten? Daß Spieler wie Özil trotz mittelmäßiger Leistungen stets im Kader gehalten und selbst nach so einem krassen Verstoß nicht konsequent nach Hause geschickt wurden, mag auch dem Status als Maskottchen von Integrationskampagnen geschuldet sein.
Verordnete Jubelveranstaltungen
Diese penetrante Überpolitisierung des Fußballs fliegt dem DFB gerade um die Ohren. Erst verschwand die offene und manchmal derbe Rede aus der Fußballwelt, dann zogen Politische Korrektheit, „Antirassismus“-Kampagnen, Multikultipropaganda auf allen Ebenen in die Stadien ein. Die rundumberatenen Fußballprofis gleichen immer mehr Sprechautomaten, die von demselben Phrasengenerator gefüttert werden.
Doch von oben verordnete Jubelveranstaltungen funktionieren nicht, wie das verzweifelt herbeigeschriebene und dann zur Pleite geratene zweite „Sommermärchen“ der Frauen-Fußball-WM 2010 bewiesen hat. Während die Nationalmannschaft zur Selbstdarstellungsbühne der Kanzlerin geriet, schritt gleichzeitig ihre Entnationalisierung voran: Erst – auf Anregung Merkels, wie Bild wissen will – in „Die Mannschaft“ umbenannt, jetzt auch noch mit grauen Karikaturen der 1990er Weltmeister-Trikots ins Turnier geschickt.
Löw setzt auf ein merkelsches „Weiter so“
Die Fußballfreunde mußten Zumutung um Zumutung schlucken, bis die Causa Özil/Gündoğan das Faß zum Überlaufen brachte. Das, was den linken Meinungseliten den Massensport gerade so noch erträglich machte, ist nun so übertrieben worden, daß das Fußballvolk die Nase voll hat und mancher sich eher am kämpferischen Teamgeist der Isländer ergötzen mag als an der lustlosen eigenen Truppe.
Doch weder die beiden Kicker noch die Funktionäre und Politiker wollen einsehen, daß sie auf dem Holzweg sind. Bundestrainer Löw, der nicht nur hinsichtlich der Frisur der Kanzlerin immer ähnlicher wird, und sein Stab legen eine geradezu merkelmäßige Uneinsichtigkeit, Arroganz und „Weiter so“-Mentalität an den Tag. Auch im deutschen Fußball scheint es hohe Zeit für einen Neuanfang, bei dem zur Abwechslung mal wieder der Sport und nicht die Volkspädagogik im Mittelpunkt stehen sollte.    Paulwitz

Geächtet

"Vielleicht ist man als fleischverzehrender, heterosexueller, klimaskeptischer und atheistischer Mann, der Kommunismus für etwas Böses und Geschlechteridentität zumindest teilweise für biologisch bedingt hält, der an die freie Marktwirtschaft und die Umweltverträglichkeit genetisch modifizierten Saatguts glaubt und obendrein auch noch für den Brexit ist, tatsächlich immer auf der politisch unkorrekten Seite. Aber es scheint, dass mittlerweile jeder, was immer er denken mag, nur einen Schritt davon entfernt ist, an den Pranger gestellt zu werden."  Matt Ridley

Offener Brief an Merkel vom 30. Mai 2016




Wer gibt Ihnen das Recht, Frau Merkel, durch Ihre Politik die Identität Europas zu zerstören?
Wer gibt Ihnen das Recht, Deutschland in ein Land der Unsicherheit mit brennenden Flüchtlingsheimen, Vergewaltigungen und ansteigender Ausländerkriminalität zu verwandeln?
Wer gibt Ihnen das Recht, Frau Merkel, auch die angrenzenden Länder Österreich, Kroatien, Slowenien, Südtirol etc. durch Ihre Politik zu destabilisieren?
Mit welcher Berechtigung, Frau Merkel, kritisieren Sie, wie erst kürzlich mit Ministerpräsident Renzi in Rom, die österreichische Grenzpolitik, wenn Sie andererseits sich in Deutschland freuen, dass – nur durch diese Grenzpolitik (!) – weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen?
Wer gibt Ihnen das Recht, Frau Merkel, gemeinsam mit Herrn Schäuble, dafür verantwortlich zu sein, Milliarden von Steuergeldern europäischer Bürger in Griechenland zu versenken, wobei gleichzeitig dieses Geld nicht den Menschen dort, sondern zu den deutschen und französischen Banken fließt, um deren Pleitepolitik zu sanieren?
Wer gibt Ihrem Vizekanzler Herrn Gabriel das Recht, den demokratischen Staat Österreich zu kritisieren und sich dort in die Bundespräsidentenwahl einzumischen?
Wie vereinbaren Sie, Frau Merkel, mit Ihrem eigenartigen Verständnis von Demokratie, ausgerechnet den undemokratischen Polizeistaat Türkei zu unterstützen, nur weil Ihre verfehlte Flüchtlingspolitik Sie nunmehr zwingt sich von Erdogan erpressen zu lassen?
Mit welcher Berechtigung, Frau Merkel, vereinbaren Sie mit der Türkei eine Visa-Politik, die zusätzlich zu den Immigranten hunderttausende von Türken nach Europa bringt, wenn sie denn überhaupt funktioniert, was zunehmend weniger wahrscheinlich ist?
Wer sind Sie eigentlich, dass Sie sich erlauben ganz Europa zu islamisieren, ohne Rücksicht auf die Interessen und den Willen der Bevölkerung?
Wer gibt Ihnen das Recht TTIP zu unterstützen, das Europa immer mehr in die Hand der amerikanischen Großindustrie und -finanz bringt?
Meinen Sie wirklich, dass eine in Mitteldeutschland sozialisierte Pastorentochter mit SED-Vergangenheit auch nur irgendein moralisches Recht hat unseren Kontinent zu ruinieren?
Glauben Sie wirklich, dass Sie mit Ihrem „Muttigehabe“ Ihren hoffentlich baldigen Rücktritt abwehren können und glauben Sie tatsächlich, dass Ihr Bild in der Geschichte als Zerstörerin unseres Kontinents besonders glorreich werden wird?
Glauben Sie wirklich, dass Sie mit Ihren willfährigen Regierungskollegen vermeiden können, dass in Deutschland und Europa der Widerstand so stark werden wird, dass bürgerkriegsähnliche Zustände, wie sie derzeit schon in manchen Teilen Europas zu beobachten sind, vermieden werden können?
Sind Sie wirklich stolz darauf hauptverantwortlich dafür zu sein, dass der Frieden in Europa, die europäische Union und vor allem die kulturelle Identität unseres Kontinents zerfällt?

Nehmen Sie zur Kenntnis, Frau Merkel, dass immer mehr Menschen aus der christlichen Mitte, weder Nationalisten, noch ewig Gestrige, sondern Menschen, die an die Zukunft Europas, aber nicht an Ihre Zukunft glauben, sich in kleineren und größeren Gruppen zusammenfinden, die letztendlich Sie und Ihre katastrophale Politik zum Einsturz bringen werden!   Dr. Norbert van Handel







Delegierte Zensur

"Die Zensur verbessert den Stil und das Duell die Sitten" sagte Ernst Jünger. Aber seine Worte waren auf die Kommunikation zwischen Individuen eines kleinen Kreises von ausschlaggebenden, klugen Köpfen gemünzt, die potentiell in der Lage sind, Millionen junger Männer zu mobilisieren. Was aber, wenn es kaum noch autochtone junge Männer gibt (und schon gar nicht welche mit Eiern), während ein Heer junger, fesch aussehender, vor Testosteron strotzender, durch Kriegserfahrung oder zumindest Kriegsgetöse gestählter Muskelpakete mit bronzenem Teint aus Südost ins Land geweht werden?

Befördert capillarisierte Kontrolle der Massenkommunikation letztlich auch dann den besseren Stil und lässt am Ende Laut gedacht, die Achse des Guten, Martin S., Martin L., die Do-Fa-Re und die Petenten der Erklärung 2018 umso gewisser zueinander finden?



Wie man sich vor der eigenen Gewissenlosigkeit und der Illegalität anderer schützt


Wie soll es weitergehen?


Unser täglich Deutschland zum Kotzen

Kennen Sie den? Nein bestimmt nicht, denn bisher gab es ihn gar nicht, weil er gar keinen Sinn ergeben hätte. Aber jetzt ist es so weit.

Also wie wechseln 3 Polizisten eine Glühbirne? Einer steigt auf den Tisch und hält sie fest und die anderen beiden drehen den Tisch, erst in die eine Richtung, dann in die andere, bis sie wissen, was für ein Gewinde die Birne hat.

Und wie schreiben sie ein Diktat? Weit mehr als die die Hälfte der Berliner Polizeianwärter erhielten bei Diktaten die Note 6. Wie wollen die jemals Strafanzeigen aufnehmen?

Berlin blieb einst Berlin. Heute ist es nur noch arm, und zwar in jeder Hinsicht. Der berühmte Berliner Humor ist nur noch eine flapsige Blödelei, um vom Wesnetlichen abzulenken. Im Gegensatz zu Neapel, das in mancherlei Hinsicht so reich ist wie kaum eine andere Stadt dieser Welt, ist Berlin nicht mal sexy. Pfui Deibel!!

Freitag, 22. Juni 2018

Leugnen, lügen, leugnen, lügen

Seit die AfD-Bundestagsfraktion gegen die Grenzöffnung geklagt und die Klageschrift im Internet veröffentlicht hat, beobachten wir in den Medien, angeführt vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ein Phänomen: Erstens, die Klage wird nicht erwähnt. Und zweitens: Es gibt kein Thema mehr außer der „Rechtslage“ im Hinblick auf die Grenzöffnung.

Und während Rechtsfragen, die im Mehrebenen-System zwischen einfachem Bundesrecht, Grundgesetz und Unionsrecht spielen, üblicherweise so verworren wie umstritten sind, ist endlich die Rechtslage ganz klar, und alle vernünftigen Menschen sind sich einig: Eine Grenzöffnung habe es ja gar nicht gegeben! Denn seit dem Schengen-Abkommen hätten ohnehin alle europäischen Binnengrenzen offengestanden. Und wo es also keine Grenzöffnung gab, da könne diese logischerweise auch nicht rechtswidrig gewesen sein. Stimmt das?
Mit dem Satz „Es gab keine Grenzöffnung“ ist es genauso wie mit dem ebenfalls beliebten Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“. Zunächst weiß niemand, was er bedeuten soll, das Verb „gehören“ hat bis zu vierzig unterschiedliche Bedeutungen, die alle in unterschiedlicher Zusammensetzung zwischen einem empirisch-faktischen und einem normativ-moralischen Element schillern.
Taschenspielertrick
In der politischen Rhetorik geht es oft darum, das Normative und das Faktische unter der Hand zu vermengen oder, wie bei einem Taschenspielertrick, heimlich gegeneinander auszutauschen. Ist der Satz „Es gab keine Grenzöffnung“ also empirisch oder juristisch gemeint?
Sollte der Satz äußere Fakten beschreiben, wäre er banal. In der Tat gab es auch vor dem Sommer 2015 etwa zwischen Deutschland und Österreich weder Mauern noch Zäune, deswegen konnten im Sommer 2015 auch keine Grenzbefestigungen überraschend entfernt oder Zugbrücken über den Inn eilig heruntergelassen werden. Da das ohnehin keiner behauptet, kann es auch keiner widerlegen.
Aber das Wort „Grenzöffnung“ ist selbstverständlich juristisch gemeint. Es bedeutet, ab Sommer 2015 wurden auf einmal Leute hineingelassen, die rein rechtlich niemals hätten eingelassen werden dürfen. Und dies ist selbstverständlich richtig; wer es leugnet, ist ein Dummkopf.
Menschenmassen unklarer Identität
Die Asylbewerber aus Ungarn, die nach Deutschland zu holen sich Angela Merkel offenbar am 4. September 2015 entschloß, hätten rein rechtlich nie nach Deutschland einreisen dürfen.
Erstens, weil sie durchweg weder Pässe noch gültige Schengen-Visa besaßen.
Zweitens, weil Tatsachen die Annahme begründeten, daß eigentlich ein anderer EU-Mitgliedsstaat, nämlich Ungarn als Ersteinreiseland, für ihre Asylverfahren zuständig war.
Und drittens, weil sie als Asylbewerber aus einem sicheren Drittstaat, nämlich Österreich, in die Bundesrepublik einreisten. Hieran kann auch das ominöse Selbsteintrittsrecht der Dublin-III-Verordnung nichts ändern, denn dieses kann immer nur aufgrund eines aufwendigen diplomatischen Notifikationsverfahrens und in bezug auf Einzelfälle ausgeübt werden, bei denen Identität und Fluchtschicksal abschließend geklärt sind – und nie im Hinblick auf Menschenmassen unklarer Identität und Herkunft.
Bis heute keine Zurückweisungen
Auch vor dem Sommer 2015 durften Asylbewerber, die über andere Staaten in die EU gelangt waren, keine EU-Binnengrenzen überschreiten und nicht nach Deutschland einreisen. Die EU-Freizügigkeit galt und gilt insofern immer nur für Inhaber von Paß und Schengen-Visum, und die Dublin-III-Verordnung verbot es auch und verbietet es noch immer.
Nur: Vor dem 13. September 2015 war dies schwer zu überprüfen, da durch das Schengen-Regime „systematische Grenzkontrollen“ untersagt waren. Stichprobenartige Grenzkontrollen sowie verstärkte Polizeikontrollen im grenznahen Raum sollten allerdings trotzdem stattfinden und hätten im Erfolgsfall auch zur Zurückweisung führen müssen.
Seit dem 13. September 2015 sind aber Grenzkontrollen mit dem Plazet der EU-Kommission wieder eingeführt worden. Seit diesem Tag müßte an der Grenze jeder zurückgewiesen werden, der keinen Paß mit Schengen-Visum dabei hat oder bei dem Tatsachen die Annahme begründen, daß ein anderer EU-Mitgliedsstaat, nämlich der Ersteinreisestaat, für sein Asylverfahren zuständig ist, oder der aus einem sicheren Drittstaat nach Deutschland einreisen will. Es käme also keiner mehr rein.
Da dieser Umstand der Bundesregierung im Hinblick auf die Interessen und Wünsche anderer EU-Länder nicht hinnehmbar erscheint, hat sie die Bundespolizei – bis heute rein mündlich und ohne rechtliche Begründung – angewiesen, jeden einzulassen, der angibt, in Deutschland Asyl beantragen zu wollen. Und dies ist die bis heute wirksame, offensichtlich rechtswidrige Grenzöffnung.   JF

Der Kerker ist jetzt geöffnet

Der Entschluß der USA, den UN-Menschenrechtsrat zu verlassen, ist eine wegweisende Entscheidung. Gewiß, sie fiel wieder im Alleingang, ohne Konsultation der Verbündeten und ist ein undiplomatischer, hemdsärmeliger Vorgang, passend zur narzißtischen Persönlichkeit Donald Trumps.
Doch statt sich in Stilfragen und Trump-Bashing zu verlieren, sollte man sich vergegenwärtigen, daß die Bundesrepublik von einer ausgemachten Autistin regiert wird, die eine neronische Spur der Verwüstung durch das Land zieht, während Trump immerhin versucht, von seinem Land Schaden abzuwenden. Und vor allem sollten wir nüchtern sehen, daß sich mit dem Austritt der USA aus dem UN-Gremium und der damit verbundenen Symbolik neue Möglichkeiten und Chancen für die deutsche Politik eröffnen.
Die Einführung der Menschenrechte in die internationale Politik als deklaratorische Formel hatte als Reaktion auf die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg eine moralische Berechtigung. Außerdem gehörten sie zur „Soft power“ der USA, die sich als globale Sachwalter des Guten gerierten. Das ging in Ordnung, solange sie im Ost-West-Konflikt vom überlegenen westlichen gegen das destruktive östliche System in Stellung gebracht wurden.
Neue potentielle Handlungsfreiheit
Seitdem ist die Welt eine andere geworden, die Machtverhältnisse haben sich verschoben, der westliche Universalismus verliert seine Überzeugungskraft und die Supermacht USA ihre Allgewalt. Die dysfunktionalen Staaten der Dritten Welt, die intern von Menschenrechten überhaupt nichts halten, benutzen sie nun als Waffe und Druckmittel gegen die euroatlantische Welt, um ihre Bevölkerungsüberschüsse dorthin zu exportieren, was die Unterminierung und Deformierung der Zielländer zur Folge hat.
Trumps Wählerschaft ist mit dieser Entwicklung nicht einverstanden, und der Präsident versucht Abhilfe zu schaffen. Für Deutschland ergibt sich daraus eine neue Handlungsfreiheit. Die Vorwürfe aus dem Ausland und aus UNO-Gremien, Deutschland würde die Menschenrechte von Ausländern verletzen, waren in der Vergangenheit auch deshalb so wirksam, weil explizit oder unausgesprochen die Autorität der USA als der Vormacht des humanitaristischen Universalismus dahinterstanden, deren Druck man sich schwerlich entziehen konnte.
Jetzt, da die Amerikaner ihren Anspruch fallengelassen haben, sind auch die Deutschen aus dem Gefängnis der Hypermoralität entlassen. Nun müßte der innere Nachvollzug der neuen Freiheit folgen. Damit er Wirklichkeit werden kann, braucht es allerdings den Austausch der politischen, medialen und akademischen Eliten.   Thorsten Hinz

Der letzte intelligente Mann der CDU


#metoo


Im Lügenäther


Mit hauchdünnem Vorsprung vor ihrer Parteifreundin Claudia Roth zog Katrin Göring-Eckardt ins Guiness-Buch der Rekorde ein: für die niedrigste je in einem Parlament gemessene Intelligenz.


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Wer in den sogenannten sozialen Medien Diskussionen über die Folgen der Migration liest, stellt immer wieder erstaunt fest, dass diejenigen, die meinen, es seien ja nicht so viele, die da hereinschneien, und ein Bevölkerungsaustausch finde nicht statt, zum einen außerstande sind, sich Bevölkerungsdynamiken anders denn als lineare Prozesse vorzustellen, und zum anderen Zeiträume, die ihr eigenes Leben übersteigen, für völlig irrelevant halten. Dieser asozialen "Aprés nous le déluge"-Mentalität steht das stille und beharrliche Wachsen der Muslime gegenüber, die dem Denken als solchem zwar oft nicht zugetan sind, jenem in großen Zeiträumen aber doch. Es wird mit der Bevölkerungsumschichtung viel schneller gehen, als unsere phantasielosen und nachkommensschwachen Toleranten glauben.


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Ein Leser weist mich auf die Webseite mit dem vielversprechenden Namen "Inselaffenartigkeiten" hin, auf welcher eine Reihe exzellenter Aphorismen in Frakturschrift geschrieben stehen, was insofern erstaunlich ist, als es sich bei dem Autor offenbar um einen Engländer handelt, der in, wenn das Paradox gestattet ist, introvertierter Exzentrizität Blogs in mehreren Sprachen betreibt, seit einigen Jahren freilich verstummt ist. Ich gestatte mir, einige der Sentenzen zu zitieren:
"Die Aristokratie bringt Aphorismen hervor, die Demokratie Parolen."
"Ohne Rücksicht auf den Selbstwert predigt das Böse das Selbstwertgefühl."
"Wäre die rassisch-biologische Ungleichheit der Menschen nicht eine offenkundige Tatsache, hätte sie wenig Beleidigungskraft."
"Könnten die Tatsachen ein Pferd kränken, so hätte der Zeitgeist schon entschieden, daß es weder Vollblütler noch Schindmähren gibt, sondern nur Ebenbürtige, und die Hippologie hätte sich mit der Anthropologie zusammengetan, um zu verkünden, der Glaube an Unterschiede sei eine böse und unwissenschaftliche Einbildung."
"Es bleibt abzuwarten, ob sich eine Zivilisation gegen eine Horde mit politikwissenschaftlichen Diplomen bewaffnete Vollhorste erfolgreich verteidigen kann."
"Der Trieb, die europäischen Völker zu zerstören, wird von der Forderung begleitet, jeder Mensch davon müsse die Zerstörung feiern, andernfalls werde er als böse verunglimpft. So eine schön gemachte und verfeinerte Grausamkeit ist fast bewundernswert."
"Die Demokratie ist die beste Gewähr, die wir dafür haben, daß die Macht nicht in anständige und ehrenhafte Hände fallen wird."
"Innerhalb der Grenzen von den quantitativen Eigenschaften der beobachtbaren Erscheinungen ist die naturwissenschaftliche Denkweise ein Denkwunder. Außerhalb davon wird sie eine vertraute und vielgefeierte Art der Dummheit."
"Verliehe der Gleichheitsglaube kein Überlegenheitsgefühl, verlöre er viel von seinem Reiz."


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Ist es nicht erstaunlich, Merkeldeutschland hat inzwischen nahezu dieselben Feinde wie Hitlerdeutschland: Russland, die USA, England, Polen. Nur der Kollaborateur Macron hält noch halbwegs zur deutschen Fremdenführerin.
Dazu passt dieser Kommentar auf Spiegel online, dessen Ton dem kleinen Doktor ein zufriedenes Lächeln ins Antlitz zaubern würde. Unter der Überschrift "Feind im Weißen Haus" schreibt der Leiter des Hauptstadtbüros: "Trumps jüngste Lügen sind ein offener Angriff auf die Bundesregierung. Dieser Präsident war nie ein Partner, er ist ein aggressiver Gegner. Man sollte ihn endlich entsprechend behandeln."

Mit den "jüngsten Lügen" meint dieser Lügenäther-Mitproduzent Trumps völlig korrekte Bemerkung, in Deutschland werde die Kriminalstatistik frisiert, gerade im Wahljahr 2017, um die Explosion der Gewaltkriminalität durch Merkels Gäste zu vertuschen (mehr dazu hier und hier und hier und hier und hier).
Ohne diesen übermütigen journalistischen Kretin, der sofort zu heulen anfinge, wenn er sich an einer tatsächlichen feindlichen Auseinandersetzung beteiligen sollte, jetzt besonders hoch zu hängen, will ich auf eine Bemerkung Bismarcks überleiten, der in seiner Reichstagsrede vom 6. Februar 1888 sagte: "Jedes Land ist auf die Dauer doch für die Fenster, die seine Presse einschlägt, irgend einmal verantwortlich; die Rechnung wird an irgend einem Tage präsentiert in der Verstimmung des anderen Landes." Wenn Trump aus einer Laune heraus seine Dienste anweist, den mit jeder Art Unflat nach ihm werfenden Deutschen keine Hinweise mehr auf dschihadistische Anschlagspläne zu geben, bekommen wir ein erhebliches Problem.
Der Spiegel-Bub hat sein Hetzhandwerk übrigens beim Kinder-Stürmer aus Kreuzberg gelernt, wo man heute die Fremdenführerin feiert, was ja im Grunde alles Nötige über deren Politik sagt.


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Die Neue Zürcher bringt einen erstaunlich uninspirierten Artikel über Kaliningrad. Der Anlass, der Stadt am Pregel publizistische Beachtung zu schenken, ist simpel: Dort werden ein paar Spiele der Fußball-WM ausgetragen. Im Wesentlichen besteht der Text aus Negativeindrücken. "Unvermittelt taucht in Gesprächen immer wieder das Jahr 2014 auf, das alles verändert habe.
In der Schweiz wird damit die völkerrechtswidrige Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch den Kreml verbunden", heißt es da, obwohl es auch gute Gründe gibt, die Angelegenheit als eine Sezession der Krim von der Ukraine via Volksentscheid zu betrachten, aber das schenken wir uns. Die wenigen Worte zur Stadtgeschichte sind von beinahe bundesdeutscher Tendenziösität:

"1946 wurde das einstige Königsberg nach dem sowjetischen Politiker Michail Kalinin umbenannt. Erstaunlich hoch im Kurs ist nun wieder Ostpreussen. Seit gut zehn Jahren bemühen sich die Stadt von der Grösse Zürichs sowie das umliegende Gebiet mit 15 000 Quadratkilometern Fläche um das deutsche Erbe."
Das stimmt. Die preußischen Reste werden gepflegt, die deutsche Vergangenheit der Stadt ist trotz der enormen Zerstörungen durch Krieg und Wiederaufbau allpräsent. Zu dem "Politiker" Kalinin kommen wir gleich. Zuerst müssen wir die Frage stellen, warum es erstaunlich sein soll, dass Ostpreußen wieder "hoch im Kurs" steht.
"Der Rückhalt, den Hitler in Ostpreussen von Anfang an hatte, scheint heute vergessen – trotz dem hohen Blutzoll der Roten Armee bei der Eroberung der Festung Königsberg im April 1945. Im gut erhaltenen Friedländer Tor ist das Stadtmuseum untergebracht, das frei von Ideologie in Erinnerungen an den ostpreussischen Zwischenkriegsalltag im damals noch deutschen Königsberg schwelgt. In diesem erzielten jedoch die Nationalsozialisten bei den letzten freien Wahlen von 1933 mit über 56 Prozent das Spitzenresultat."
Ein zeitgeschichtliches Museum, das frei von Ideologie an die jüngere Vergangenheit erinnert, ja in ihr "schwelgt", obwohl sie deutsch war, ist im deutschen Sprachraum natürlich eine blasphemische Sensation. Und das nun ausgerechnet bei den Russen, die unter dem deutschen Einmarsch mehr gelitten haben als alle anderen Kriegsteilnehmer, die Polen ausgenommen. Und diese Ostpreußen haben besonders zahlreich Hitler gewählt, waren also besonders schlimme Nazis, oder? Oder war da etwas? Ein polnischer Korridor vielleicht? Das Inseldasein einer Enklave, der von den Polen nach Kräften blockierte Kontakt ins Mutterland? Und auf der anderen Seite der Bolschewismus vor den Toren? Die Ostpreußen der Zwischenkriegszeit hatten noch gewisse Erinnerungen an den russischen Einmarsch 1914. In den wirren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg stellten sie das Ostpreußische Freiwilligenkorps auf, das die Landesgrenzen gegen russische Truppen sichern und ein Gegengewicht zu den deutschen Anhängern der Oktoberrevolution bilden sollte. Dort wählte man Hitler in der Hoffnung, aus der russisch-polnischen Zange wieder ins Reich geholt und vor den Roten geschützt zu werden.
"Immerhin hat jemand am Dom einen weissen Nelkenstrauss ins Grabgitter von Immanuel Kant gesteckt", fährt unser kritischer Korrespondent fort. Für dieses "Immerhin" ist beinahe ein Journalistenpreis fällig. Das Kant-Grab gehört zu den populären Orten der Stadt, es ist selten unbesucht, viele Menschen fotografieren sich dort, Hochzeitspaare legen dort ihren Brautstrauß nieder. "Bis an die Sterne reichte einst ein Zwerg./Sein irdisch Reich war nur ein Königsberg" (Karl Kraus), und es gibt wahrscheinlich mehr Russen als Deutsche, die das noch wissen.
"Etwas besser zum Zuge" als z.B. Ästheten "kommen in Kaliningrad Sowjetnostalgiker. Am Prospekt Mira gibt es ein Kosmonautendenkmal sowie das Stadion des Zweitligaklubs Baltika. Aber die Wohnverhältnisse in den Plattenbauten der 1970er Jahre wollen sich wohl auch die Nostalgiker nicht zu Gemüte führen. Einen gut verschleierten Höhepunkt bietet das 'Haus der Sowjets' im neuen Stadtzentrum."
Na und wenn dort erst mal eine Verschleierte einen Höhepunkt hat! In der Tat kommen Sowjetnostalgiker in Kaliningrad etwas auf ihre Kosten, aber nicht wegen der Kosmonauten und des „Dom Sovjetsk“. Womit wir beim Namensgeber der Stadt wären, einem Stalin-Getreuen, der den Holodomor – die Aushungerung der Ukraine – verteidigt hat und den Massenmord von Katyn befürwortete, ein Politiker eben. Es gibt in Kaliningrad ein Denkmal für den U-Boot-Kommandanten Alexander Marinesko – den Mann, der die "Gustloff" versenkte –, einen Leninprospekt und eine Dscherschinskistraße, aber solche Straßennamen sind in Russland normal, denn die Sowjets haben den Krieg ja nicht verloren.
Es gibt über diese weltweit einzige Stadt, in der kein Einwohner lebt, der von sich sagen kann, dass seine Großeltern hier zur Welt kamen, instruktivere Texte. Wer sich dafür interessiert, findet einen sehr speziellen hier.




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Am Rande einer Lesung Gespräch mit einem Berliner Geburtsmediziner. Die Zahl der Geburten habe sich in seiner Klinik in den letzten Jahren vervierfacht, erzählt er, die weit übergroße Mehrheit der Eltern seien Muslime, er habe Fälle, wo Frauen zehn und mehr Kinder zur Welt brachten. "Die überrennen uns einfach mit den Geburten." Diese Klientel habe zwar im Schnitt wenig Ahnung von Medizin, aber eine hohe Anspruchshaltung, alles müsse sofort geschehen, und bei Komplikationen "ziehen sie sofort die Diskriminierungskarte". Außerdem gebe es mit muslimischen Vätern regelmäßig Probleme, wenn er allein Dienst habe, denn ein ungläubiger Mann dürfe nicht den Geburtskanal einer Dienerin Allahs sehen. Meistens beugten sich die Frömmler aber der Normativität des biologisch Faktischen. Dennoch sei ihm bei all dem nicht ganz wohl; in England habe ein Moslem den Arzt eingeladen, der sein Kind zur Welt brachte, angeblich um sich zu bedanken, und ihm ohne Zögern in den Kopf geschossen.


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Netzfund (Originalschreibweise):
"'Buhuhu die Sicherheitslage für Frauen hat sich verschlechtert'
'Buhuhu die Fremden kommen aus einem patriarchischen System'
'Buhuhu ich kann nicht mehr zu meinem Bullshit Job weil ich unterwegs belästigt werde'
'Buhuhu ich will nicht die Konsequenzen meiner eigenen Entscheidungen tragen obwohl ich immer für genau diesen Scheiss gewählt habe'
Fickt euch und fickt euer Leben.
Als ob ihr irgendwas anderes verdient hättet.
Ich will überhaupt nicht das Merkel irgendwie weg kommt denn die alte Catlady ist eine absolut faire Repräsentation des deutschen Restvolks. Die Union führt immer noch die Umfragewerte. Für diese Leute ist sowieso jede Hoffnung zu spät dran und die Rettung würde sich nicht nur nicht lohnen, sie wäre ein Verbrechen gegen die Natur. Ich will nicht dass dieses verkümmerte Scheisspack gerettet wird, ich will einen dystopischen Funpark für die ganzen verrohten Kids. Hisst die schwarze Flagge und lasst die natürliche Selektion beginnen."
So könnte man beinahe denken, wenn einem die Kinder nicht leid täten.
Das meint auch Leserin ***. "Wer wissen will, was für Menschen zu uns kommen und wie unser Zusammenleben mit ihnen in zehn, zwanzig Jahren aussehen wird, braucht sich doch nur anzusehen, wie ihre Kinder mit unseren Kindern bereits heute in den Schulen umgehen. Warum sollten diese Kinder, wenn sie erwachsen sind, sich anders verhalten? Geschlagen, gedemütigt, ausgeraubt, vergewaltigt, auch ermordet zu werden – einfach aus Spaß, weil man es kann und die Einheimischen als minderwertige Ungläubige und feige Schwächlinge sowieso für verächtliches Pack hält – würde auch für die erwachsenen Deutschen dann überall zum Alltag gehören.
Das kann keiner, der sich und sein Land nicht abgrundtief haßt, ernsthaft wollen. Ich bin mir sicher, dass die Deutschen – mugged by reality – sich bald in immer größerer Zahl zur Wehr setzen werden."

Und von der eigenen Justiz dafür besonders hart bestraft werden?


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Im Fall der vermissten Sophia Lösche haben Freunde der jungen Frau eine verzweifelte Rundmail mit der Bitte um Hinweise verschickt, in der sie, zwischen Sorgen und politischer Korrektheit schwankend, "es fast nicht über das Herz bringen, den LKW näher zu beschreiben – die Farbe, den Namen der Spedition, und dass er ein marokkanisches Kennzeichen hatte", wie Hadmut Danisch auf seinem Blog festhält. "Den weit größten Teil des Aufrufes nimmt die in Fettschrift dargestellte Mitteilung ein, sich von rassistischen Spekulationen zu distanzieren, sich 'gegen rechte Hetze und Rassismus zu stellen' wie es auch die vermisste Frau ihr Leben lang getan habe." Die Vermisste ist/war Mitglied der SPD Bamberg und schreibt auf ihrem Listenplatz-Profil: "Die Stadt gehört allen. Mein Ziel ist es, jeder und jedem zu ermöglichen, sie gemeinsam bunter zu gestalten und Freiräume für junge Ideen und Alternativen zu schaffen." Die Darwin-Awards sind zwar eröffnet, aber keine Häme bitte! Das ist eine traurige und ernste Sache.

"Für mich heißt das, dass die Gesellschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs steht, zwischen zwei hysterischen Fronten zerrieben wird (ob man sie jetzt rechts-links oder wie auch immer nennt, ist mir egal, soll sich der Leser selbst überlegen), die so sehr aufeinander zugerückt sind, dass dazwischen so gut wie kein nicht-hysterischer Freiraum mehr bleibt", schreibt Danisch. "Wer schon selbst solche Rundschreiben oder Aushangtexte herausgibt, sich allergrößte Sorgen um seine Freundin macht, und dann die Sachbeschreibung klein, das political correctness-Bekenntnis aber groß und fett und viel wichtiger, als die tragende Botschaft darstellen, und die vermisste Freundin zur Nebensache verkommen lässt, der sollte sich mal überlegen, was er da tut.
Der muss sich die Fragen gefallen lassen, ob man nicht mit seinem Eintritt für Migration (den ich aus der harschen antirassistischen Formulierung mal schlussfolgere) nicht letztlich selbst den Tod von Frauen – vielleicht auch von dieser – irgendwo zwischen grob fahrlässig und billigend in Kauf genommen hat. Ob das nicht zumindest moralisch mal irgendwann in die Nähe oder den Bereich einer Mitschuld kommt."
Er habe manchmal den Eindruck, schließt Danisch, "dass die Leute mehr Angst davor haben, dass der Täter ein Migrant sein könnte, als dass die Freundin tot ist. Diese Gesellschaft hat sich inzwischen sehr, sehr weit von einem gesunden Zustand entfernt."  MK am 21. Juni 2018

Donnerstag, 21. Juni 2018

Man darf sich seine gute Laune nicht von Radfahrern verderben lassen

Eine Initiative, die sich meet2respect nennt, lädt mich dazu ein, „Vorurteilen gegen Juden und Muslime davon(zu)radeln“. Würde ich wahnsinnig gerne tun, weil ich schon lange überzeugt bin, dass Radeln das Allheimmittel gegen alle gesellschaftlichen Übelstände ist. Außerdem will ich auch, dass jüdische Schüler aufhören, muslimische Mitschüler zu mobben und dass junge Muslime sich in jüdischen Kiezen bewegen können, ohne Angst haben zu müssen, belästigt oder gar geschlagen zu werden, nur weil sie eine Kefiyah um den Hals tragen. Außerdem wünsche ich mir, dass Demos unterbleiben, auf denen Flaggen muslimischer Staaten und Glaubensgemeinschaften mit Füßen getreten und verbrannt werden. Das sind wir unseren muslimischen Mitbürgern schuldig.
Ich würde wirklich gerne an der meet2respect-Tandemtour 2018 teilnehmen und mir sogar ein Tandem mit der bezaubernden Lamya Kaddor teilen, wenn ich nicht gerade damit beschäfigt wäre, in der kanadischen Wildnis das Paarungsverhalten geschlechtsreifer Elche zu beobachten. So was bekommt man nicht alle Tage zu sehen, schon gar nicht in Berlin zwischen dem Holocaustmahnmal und dem Bebelplatz. Ein wenig stört mich auch, dass die Tandemtour 2018 „unter Begleitung von Polizei und Medien“ stattfinden wird. Müssen die Medien wirklich dabei sein, um die frohe Botschaft in die Welt hinauszutragen, dass „Imame und Rabbiner gemeinsam und freundschaftlich in die Pedale (treten)". Ja, wohin sollen sie denn sonst treten?
Also, ich bitte, mein Fernbleiben von der Demo zu entschuldigen. Dafür werde ich, sobald ich wieder in Berlin bin, an einer Sitzung der AG „Religion-LGBTI" teilnehmen, die „Begegnungen von Vertreter*innen aus muslimischen Gemeinden und der LGBTI-Community“ ermöglichen will. Dabei sollen „durch niedrigschwellige Gespräche Berührungsängste abgebaut“ werden. Ich wage kaum, es mir vorzustellen, wie es später, wenn man sich kennengelernt und Berührungsängste abgebaut hat, bei „hochschwelligen Gesprächen“ zugeht. Auf so eine Gelegenheit warte ich, seit ich „Fifty Shades of Grey“ in einer arabischen Übersetzung gelesen habe.   HMB

Die Verblödung von FAZ und DLF wird immer unerträglicher

Man muss den Deutschlandfunk nicht mögen, zuhören aber sollte man ihm. Es gibt Dinge, die darf man einfach nicht sagen, ohne dass der Deutschlandfunk geistigen Schluckauf bekommt. Beispielsweise darf Jordan B. Peterson offenbar nicht „Gott“ sagen: Gott taucht immer wieder in seinen Ausführungen auf. Der Glaube an seine Existenz wird vorausgesetzt. Für einen atheistischen Skeptizismus ist kein Platz. 
Wie neutral sich Peterson über seinen eigenen Glauben äußert, und dass er damit wohl niemand irgendeinen Glauben aufzwingen kann, ist dem Rezensenten des DLF nicht aufgefallen. Störend genug ist für ihn wohl schon, dass Peterson auch den Atheismus für einen Glauben hält. So geht es munter weiter: Wenn man das Leben als Leiden begreift, ist man laut Deutschlandfunk nicht möglicherweise Buddhist oder zitiert einfach nur die Erste Edle Wahrheit, sondern vollkommen unterbelichtet.



Der Psychoanalytiker und Schüler Sigmund Freuds, C.G. Jung, arbeitete mit den Archetypen und Mythen, auf die sich auch Jordan B. Peterson bezieht. Es sind jene Ur-Geschichten, die beinahe weltweit in irgendeiner Form überliefert sind, wahrscheinlich schon seit der Jungsteinzeit. Wenn man mit C.G. Jung diese Ur-Geschichten für bedeutender hält als rein soziale Erwägungen, wie sie in Deutschland die „Frankfurter Schule“ oder in Frankreich die „Dekonstruktivisten“ propagierten, dann ist man laut DLF „rechtskonservativ“, vor allem, wenn man diese Strömungen als das bezeichnet, was sie waren: neomarxistische Philosophenzirkel. Man ist sogar gefährlich, mit C.G. Jung sogar gefährlich in der Nähe von „Nazi“, denn das war C.G. Jung eine Zeit lang ja auch. Bis die Nazis ihn auf den Index setzten, weil er ihren eigenen germanischen Archetypen und Mythen zu nahe getreten war. Das allerdings erwähnt der Rezensent nicht.

Kennt der Mann Antigone? Die des Sophokles oder die des Jean Anouilh? Antigone hat, bei nicht „rechtskonservativer“, neo-marxistischer Betrachtung, gar keinen moralischen Zwiespalt auszuhalten zwischen dem von ihr geforderten Gehorsam gegenüber der Staatsraison der Regierenden und ihrem natürlichen Gehorsam gegenüber den Gesetzen. Solche „archetypischen“ Konflikte gäbe es damit heute gar nicht mehr… oder sie wären rein sozio-ökonomisch zu lösen. Klappt derzeit doch prima mit solchen „europäischen“ oder gar „globalen“ Lösungen… Nur Antigone hat nix davon.

Immerhin kommt der Deutschlandfunk, quasi nebenbei, auch zu einer wirklichen Erkenntnis:
Es scheint ein Bedürfnis nach autoritären Strukturen zu geben, hervorgerufen durch eine Politik, die Jordan Peterson kaum etwas entgegenzusetzen zu hat. Stattdessen warnt sie zum Beispiel vor verstörenden Inhalten, gibt sogenannte Trigger-Warnings. Sie überlegt, ob es sinnvoll sei, Toiletten für Menschen des dritten Geschlechts zu bauen und besteht auf eine gegenderte Sprache. Niemand soll verletzt werden, sich benachteiligt oder ausgeschlossen fühlen. Dass dieses um Identität und persönliche Befindlichkeiten zentrierte Denken zwangsläufig zu einer Infantilisierung des politischen Diskurses und der daran teilnehmenden Menschen führt, wird nicht erkannt oder schlichtweg ignoriert.
Richtig! Ein großer Teil autoritärer, antidemokratischer Sehnsüchte entsteht sehr wahrscheinlich dadurch, dass es sich längst ganz andere autoritäre Sehnsüchte und deren Nutznießer unter dem Deckmantel der Demokratien breit und denkfaul gemütlich gemacht haben auf ihren offiziellen Posten und Nicht-Regierungs-Pöstchen, und dass sie nun antreten, ihre geistigen und geldwerten Pfründe notfalls auch mit infantilen Denkverboten und Diffamierungen zu verteidigen – wo sie der Lange Marsch durch die Institutionen doch endlich an die ersehnten Fleischtöpfe der Macht gebracht hat.

Nur eines entgeht dem Rezensenten, dass gerade Jordan B. Peterson kein wie auch immer geartetes „Bedürfnis nach autoritären Strukturen“ hat, sondern dass er die Autarkie, Autonomie und Autorität des einzelnen denkenden Menschen gegen diese denkfaulen Sehnsüchte stärken möchte, allerdings nicht allein auf der Basis sozioökonomischer Überlegungen, sondern auf der Grundlage eines mythischen, sozialen und ethischen Erbes, das sich nicht über Nacht abschaffen lässt, weil es älter ist als alle die zweifelhaften Geschenke des 19. Jahrhunderts, Marxismus, Liberalismus, Nationalismus und Konservatismus zusammen. Peterson verweist darauf, dass eine Aufklärung, die in diesen -ismen ihr Ende findet, schon gescheitert ist. Und dass man Gegner braucht, um sich unangenehme Wahrheiten sagen zu lassen.

Und so endet auch der Rezensent des Deutschlandfunk, nur eine Spur versöhnlicher gegenüber Peterson:
Es scheint selbstverständlich zu sein, ihn ob seiner rechtskonservativen Ansichten abzulehnen und sich damit auf der moralisch richtigen Seite zu wähnen. Darin manifestiert sich ein gefährliches Symptom unserer Zeit: Die Verkürzung von Diskursen, die Unterbindung von Antagonismen und die Ächtung von Meinungen, die nicht ins eigene Weltbild passen. Man muss Peterson nicht mögen, zuhören sollte man ihm trotzdem. Denn nur so kann man ihm widersprechen.
Und was schrieb der „rechtskonservative“ Jordan B. Peterson selbst?
Deshalb ist es nützlich, mit dem Feind zu sprechen. Ihr Feind kann Ihnen nämlich Dinge sagen, die Sie nicht wissen, und es wäre unklug, sie nicht in Erfahrung zu bringen. Ihr Feind mag Ihnen sagen, dass Sie ein Idiot sind und vieles, was nicht wahr ist. Aber wenn nur eines von dem stimmt, was er Ihnen sagt, dann sollten Sie dankbar sein. Sie können dann nämlich daran arbeiten und brauchen nicht weiterhin den gleichen Fehler zu machen.
Man darf gespannt sein, wer Jordan B. Peterson sonst noch missverstehen will.   Jesko Matthes

Jordan Peterson and Conservatism's Rebirth

Jordan B. Peterson: „12 Rules for Life – An Antidote to Chaos“, Random House Canada; deutsche Ausgabe angekündigt.


Die Verblödung von FAZ und DLF hat einen Grad erreicht, der einem die marxistischen Spinner der 70-er Jahre vergleichsweise wie Aristokraten des Geistes vorkommen lässt.

Berichterstattung

Vor dem Kriminalgericht Moabit in Berlin steht zurzeit Knaan al S. vor Gericht, ein Migrant, der vorgibt, aus Syrien zu kommen, und gleichzeitig von sich sagt, staatenloser Palästinenser zu sein. Am 17. April 2018 hatte er im Prenzlauer Berg auf offener Straße mit seinem Gürtel auf einen 21jährigen Israeli eingeprügelt, weil er die Kippa seines Opfers wahrgenommen hatte.
Die Anwältin von Knaan al S. erklärte, ihr Mandant sei kein Antisemit. Auf die Frage des Richters, warum er dann sein Opfer beim Prügeln als „Yahud“, Jude, beschimpft habe, sagte sie: „Weil er aus Syrien kommt, und das dort gang und gäbe ist“. Das sei für ihn „Alltagssprachgebrauch“Wendt


Die gesamten deutschen Medien ähneln plötzlich dem Stürmer. Und im übrigen Europa ist es nicht viel anders.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Großartig



An ihm kann man gleichermaßen die Dummheit der Nazis messen wie auch derer, die nach den Nazis mit Erfolg versuchen, der Welt einzureden, was angeblich gute Musik sein soll. Denn so richtig entartet ist die Musik (und generell Kunst) ja erst nach 1945, nicht aber die von Bohuslav Martinů.



Verklärung der Natur

Es ist leicht, die Natur zu verklären. Besonders, wenn man ein Stadtbewohner ist, der sich noch nie auf der Spur eines Beutetiers hungernd durch den Wald schleppen musste – im Hochsommer und von Mückenstichen übersäht. Krebs und andere Krankheiten berauben einen schnell der Illusion, die Natur sei rein und schön. Tatsächlich ist die Natur eine äußerst zerstörerische Kraft. Wir können sie nutzen, aber sie stellt sich auch ständig gegen uns.
Eine andere Sache die zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft aus dem Lot geraten ist, ist der Antihumanismus, der aus vermeintlich „radikalen“ Diskursen nicht mehr wegzudenken ist. Allerorten gelten Menschen als „Krebsgeschwür“ des Planeten, um einen Bericht des Club of Rome über die Bevölkerungsexplosion zu zitieren.
Wir sind heute alle schuldig, weil wir angeblich in halsbrecherischem Tempo unsere Umwelt zerstören. Aber verdammt nochmal: Alles, was uns umgibt, versucht ständig, uns zu zerstören. Ein Großteil unserer Existenz besteht daraus, einfach am Leben zu bleiben. Natürlich sind die Menschen nicht perfekt. Wir sind korrupt, und unsere gesellschaftlichen Strukturen sind es ebenfalls. Menschen können gierig und gefühllos sein. Aber das bedeutet nicht, dass die Natur eine wunderschöne, strahlende junge Frau ist, die in der Wildnis darauf wartet, uns zu umarmen. Die Natur ist in Wahrheit ein hässliches, altes Weib, das uns auf jede erdenkliche Weise umbringen kann. Dagegen muss man sich verteidigen.
Die Menschheit versteht erst seit den 1960ern, dass sie das Potential hat, die Umwelt im planetaren Maßstab zu verändern. Das wissen wir erst seit vier Generationen. Noch in den 1890er Jahren kam der große Biologe Thomas Huxley zu dem Schluss, dass menschliche Aktivitäten niemals zu einer Überfischung der Weltmeere führen könnten.

Huxley lebte vor gerade einmal 120 Jahren. Uns wurde erst in den 1960er Jahren bewusst, dass wir eine planetare Kraft sind. Was will man also von den Menschen erwarten? Wir versuchen jetzt, uns zusammenzureißen und unsere Hausaufgaben zu machen. Aber es wäre angebracht, die antihumanistische Rhetorik einzustellen.
Wenn die Menschheit ein „Krebsgeschwür“ ist, das die Erde befallen hat, dann ist derjenige, der Menschenleben auslöscht, ein Held. Denn es ist heldenhaft, Krankheiten wie Krebs zu besiegen. Nach Amokläufen sind die Leute entsetzt und fragen sich „Was treibt solche Menschen an?“ Das lässt sich in circa einer halben Stunde herausfinden, wenn man ihre Schriften studiert.
Amokläufer schreiben sinngemäß: „Die Menschheit ist ein Krebsgeschwür, menschliche Existenz ist inhärent böse, ich werde so viele Menschen wie möglich ausschalten, da mir die Struktur der Realität missfällt, und dann werde ich mich selbst erschießen, nur um zu zeigen, wie egal mir alles ist.“ Wer solche Gedankengänge nicht nachvollziehen kann, hat noch nie tief in sein eigenes Herz geblickt. Denn jeder kommt irgendwann in seinem Leben in eine schreckliche Situation, in der er anfängt, so zu denken.
Dieser Beitrag ist ein Ausschnitt aus einem Vortrag, den Jordan B. Peterson im November 2017 an der University of Wisconsin gehalten hat.



UNO-Menschenrechtsrat

"Seit Jahrzehnten führen die Vereinigten Staaten globale Bemühungen zur Förderung der Menschenrechte an, oft über multilaterale Institutionen. Während wir in bestimmten Menschenrechtssituationen Verbesserungen gesehen haben, haben wir in anderen Fällen viel zu lange gewartet, wo diese Fortschritte zu langsam oder in einigen Fällen nie eintreten. Zu viele Verpflichtungen sind nicht eingehalten worden.
Präsident Trump will den Ball nach vorne bringen. Vom ersten Tag an hat er Institutionen oder Länder benannt, die das eine sagen und das andere tun. Und genau das ist das Problem beim Menschenrechtsrat. Wie Präsident Trump auf der UNO-Generalversammlung sagte: „Es ist eine große Peinlichkeit für die Vereinten Nationen, dass einige Regierungen mit unerhörten Menschenrechtsverletzungen im Menschenrechtsrat sitzen.“
Wir haben keinen Zweifel, dass es einst eine edle Vision für diesen Rat gab. Aber heute müssen wir ehrlich sein – der Menschenrechtsrat ist ein schlechter Verteidiger der Menschenrechte.
Schlimmer noch, der Menschenrechtsrat ist zu einer Übung schamloser Heuchelei geworden – viele der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen der Welt werden ignoriert, und einige der schwersten Straftäter der Welt sitzen im Rat selbst.
Schlimmer als ein Rat, der fast nichts für den Schutz der Menschenrechte tut, ist nur ein Rat, der Menschenrechtsverletzungen deckt und somit ein Hindernis für den Fortschritt und ein Hindernis für Veränderungen darstellt. Der Menschenrechtsrat ermöglicht Missbrauch, indem er Täter durch Schweigen freistellt und diejenigen, die keine Straftaten begangen haben, fälschlicherweise verurteilt. Ein Blick in die Welt heute zeigt, dass der Rat seine erklärten Ziele verfehlt hat.
Zu seinen Mitgliedern gehören autoritäre Regierungen mit eindeutigen und verabscheuungswürdigen Menschenrechtsverletzungen wie China, Kuba und Venezuela.
Es gibt keinen fairen oder wettbewerbsorientierten Wahlprozess, und die Länder haben sich zusammengetan, um die derzeitige Methode der Mitgliederauswahl zu untergraben.
Und die anhaltende und gut dokumentierte Voreingenommenheit des Rates gegen Israel ist skrupellos. Seit seiner Gründung hat der Rat mehr Resolutionen verabschiedet, die Israel verurteilen, als gegen den Rest der Welt zusammen."   Secretary of State Mike Pompeo

Desiderius Erasmus Stiftung



Am 17 Juni hat sich das Kuratorium der Desiderius Eramus Stiftung konstituiert.


In einem Leitartikel zum Fall Höcke in der ‘Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung’ nennt Volker Zastrow, Politik-Chef der FAS, Sie in einem Atemzug mit JF-Chefredakteur Dieter Stein und Götz Kubitschek, dem verantwortlichen Redakteur der Zeitschrift Sezession und faktischen Leiter des „Instituts für Staatspolitik“ (IfS), als „maßgebliche Köpfe einer so etikettierten Neuen Rechten“. Es entsteht der Eindruck, als seien Sie noch Teil des IfS.
Weißmann: Es ist hier offenbar nötig, für Klarheit zu sorgen. Ich habe im Frühjahr 2014 das Institut für Staatspolitik verlassen, schon einige Zeit vorher bin ich aus der Redaktion der Sezession ausgeschieden. Die Gründe sind leicht zu benennen: die dauernden Alleingänge Kubitscheks, seine notorische Unzuverlässigkeit, wenn es um Absprachen ging, und die permanente Grenzüberschreitung, etwa im Hinblick auf die „Faschisten des 21. Jahrhunderts“.
Den Ausschlag gaben zuletzt die Atmosphäre auf dem zweiten „Zwischentag“, einer von Kubitschek im Herbst 2013 organisierten Verlagsmesse, und dann der höhnische Ton, in dem er das Projekt AfD behandelte, für dessen aktive Unterstützung ich von Anfang an eingetreten bin.
Von jeder Hemmung befreit
Aber Kubitschek wollte doch selbst Mitglied der AfD werden?
Weißmann: Das war nach meinem Abgang. An der Sache ändert das nichts. Wahrscheinlich witterte er – wie bei seinen PEGIDA-Auftritten – eine günstige Gelegenheit, um sich eine Bühne zu verschaffen, aber sein Mantra lautete eigentlich, daß Parteien generell – egal welche – den Charakter verderben.
Das legt den Verdacht nahe, daß es zwischen Ihnen einen Grunddissens gab, welches Verhältnis zur politischen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland einzunehmen ist? Einer der neuen IfS-Vordenker spricht davon, der Deutsche lebe im „falschen Staat“, dessen „System“ zu überwinden sei.
Weißmann: Kubitschek hat einen solchen Dissens immer bestritten, aber auch süffisant angemerkt, daß ich nicht einmal hinter verschlossenen Türen die Verfassung in Frage stellte. Jetzt fühlt er sich offenbar von jeder Hemmung befreit und kann die Katze aus dem Sack lassen. Aber allzuviel Klarheit im Hinblick auf die Zielsetzung sollte man nicht erwarten.
Ästhetik mit Politik verwechselt
Immerhin beruft er sich regelmäßig auf Sie und Ihre Schriften.
Weißmann: Das sind doch Taschenspielertricks, Sticheleien, vergiftetes Lob, Einvernahme, bestenfalls ein Wissen darum, daß man die Argumentationslücken aus eigener Kraft nicht schließen kann.
Was meinen Sie damit?
Weißmann: Kubitschek ist eigentlich kein politischer Kopf. Das können Sie schon an den immer wieder bemühten Schlüsselbegriffen „Provokation“, „Existentialismus“, „Stil“ sehen. Da verwechselt jemand Literatur mit Staatslehre und Ästhetik mit Politik. Was selbstverständlich fatale Konsequenzen nach sich zieht, wenn der betreffende trotzdem Politikberatung treibt.
Wie offenbar im Fall Höcke.
Weißmann: Davon gehe ich aus.
Kennen Sie Höcke persönlich?
Weißmann: Nein. Wir sind uns vielleicht ein paarmal begegnet. Aber in der Zeit meiner Aktivität für das IfS war er kein regelmäßiger Gast unserer Veranstaltungen. Er hatte mich als junger Lehrer einmal um Rat gefragt, und ich hatte ihm gesagt, daß er die Wahl habe zwischen Dienstlaufbahn und Bekenntnis zu seinen Überzeugungen. Wenn er sich für die zweite Möglichkeit entscheide, werde das einer Karriere im Wege stehen. Soweit erkennbar, hat er es längere Zeit mit niedrigem Profil versucht und ist ganz gut vorangekommen.
Klugheit ist die Mutter aller Tugenden
Sie werfen ihm das nicht vor?
Weißmann: Warum sollte ich? Wie sollte ein bekennender Konservativer als Lehrer an einer hessischen Gesamtschule überleben? Das ist schon an einem niedersächsischen Gymnasium schwer genug.
Und was meinen Sie zu dem Politiker Höcke?
Weißmann: Ich glaube, daß es ihm an der für seine Tätigkeit notwendigen Klugheit fehlt.
Das müßten Sie vielleicht erläutern.
Weißmann: Klugheit ist die Mutter aller Tugenden. Klugheit bedeutet, daß man sieht, was ist. Höcke sieht das offensichtlich nicht. Wenn es anders wäre, dann würde er nicht dauernd mit irgendwelchen Formulierungen vorpreschen, um sich dann, wenn der Protest losbricht, eilig zu entschuldigen, umzudeuten oder zurückzuziehen, nur um bei nächster unpassender Gelegenheit denselben Fehler zu wiederholen.
Tantenhaftigkeit der Debatte
Es ist also nicht klug, wenn er biologistische Äußerungen über Vermehrungsstrategien von Afrikanern und Europäern von sich gibt?
Weißmann: Bevor ich da einfach „Ja“ sage, möchte ich meinen Unmut über die ganze Tantenhaftigkeit dieser Debatte zum Ausdruck bringen. Biologismus ist doch auch nur so eine Schreckvokabel, die dazu dient, ein Denkverbot im Hinblick auf die natürlichen Grundlagen des menschlichen Verhaltens zu schaffen.
Und wenn Herr Zastrow sein eigenes Blatt gründlicher läse, wäre ihm wohl aufgefallen, daß die FAS Anfang November einen vier Druckseiten langen Artikel zum Thema „Rasse“ gebracht hat, dessen Autor sich zwar zu keiner klaren Position durchringen kann, aber wohl oder übel zu dem Ergebnis kommt, daß es genetisch begründete Unterschiede, und zwar nicht nur zwischen Individuen und nicht nur äußerliche, zwischen Subpopulationen, Ethnien oder wie immer man die Gruppen nennt, gibt.
Weiter hat uns das Feuilleton der FAZ vor Jahr und Tag mit einem Dauerkurs „Soziobiologie“ traktiert, in dem es auch ein paar unangenehme Wahrheiten für die Anhänger des Gleichheitsgedankens gab, und schließlich muß man jemandem, der wie Zastrow triumphierend äußert, „Deutschland schafft sich ab“, mindestens vorhalten, daß seine Argumentation eine unverantwortliche und latent rassistische – weil tendenziell anti-weiße- ist
Destruktive Tendenz
Zurück zu Höcke. Warum halten Sie sein Agieren für problematisch?
Weißmann: Weil seine Äußerungen zwar einer gewissen einschlägigen Klientel – innerhalb wie außerhalb der AfD – gefallen und ihm von deren Seite Beifall einbringen. Aber das ist eben ganz und gar nicht entscheidend. Es ist überhaupt nicht entscheidend, ob die AfD es schafft, eine Fünf-, Sechs-, Zehn-, Fünfzehnprozentpartei zu werden. Entscheidend ist, daß sie zu einer Volkspartei wird, die die Chance hat, nicht nur eine Riegelstellung zu bilden, um Schlimmeres zu verhüten, sondern gestaltend tätig werden kann.
Das, was Höcke macht und was Einflüsterer wie Kubitschek offenbar noch verstärken, hat eine destruktive Tendenz, die Chancen zerstört. Wenn man ihren Vorstellungen folgt, endet die AfD als „Lega Ost“, aber es wird ihr nicht gelingen, diejenigen zu gewinnen, die noch nicht gewonnen sind. Und darum geht es, um nichts anderes.
Lage verändert sich in dramatischem Tempo
Was sollte die AfD jetzt tun?
Weißmann: Sie muß neben der tagespolitischen Auseinandersetzung auch den Kampf um Ideen führen, Begriffe finden, bestimmen und in Umlauf bringen, ihren Leuten tragfähige Argumente an die Hand geben, die über das hinausgehen, was im nächsten Wahlkampf ansteht.
Sie selbst haben immer wieder solche „Metapolitik“ getrieben, und darauf kommt auch Zastrow, wenn er Sie, Kubitschek und Stein unter „Neue Rechte“ faßt. Sie haben auch versucht, diesen Begriff positiv zu besetzen. Ist das Projekt nicht vollständig gescheitert?
Weißmann: Vor allem habe ich versucht, den Begriff „rechts“ zu entdämonisieren. Mit wenig Erfolg, wie ich zugeben muß. Aber was schlagen Sie stattdessen vor? „Neue“ oder „Allerneueste Mitte“ oder – wie Herr Höcke – „moderne liberal-konservative Partei“? Ich setze eher darauf, daß solche Streitereien um Begrifflichkeiten in absehbarer Zeit an Bedeutung verlieren. Die Lage verändert sich in dramatischem Tempo, wir haben genügend konkrete Probleme zu lösen, und wenn das Vaterland in Gefahr ist, dann wollen wir uns doch nicht mit Feinheiten der Terminologie aufhalten.
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Dr. Karlheinz Weißmann ist Publizist und Historiker. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Bücher, zuletzt „Deutsche Geschichte für junge Leser“. Geboren wurde Weißmann 1959 im niedersächsischen Northeim. Er studierte Geschichte und evangelische Theologie und unterrichtet seit 1983 als Studienrat an einem Gymnasium in Göttingen. Seit 1988 schreibt er auch für die JUNGE FREIHEIT.

Dienstag, 19. Juni 2018

Traumstation Usbekistan

"Die im Prinzip gleichgewichtsfähigen Agrargesellschaften sind durch die Industrialisierung zerstört worden, und eine neue nachhaltige Struktur ist noch nicht in Sicht, was angesichts einer etwa um das Zehnfache gewachsenen Weltbevölkerung ein gravierendes Problem bildet. Seine Lösung erfordert umfangreiche wissenschaftlich-technisch-industrielle Innovationen. (...) Die islamische Welt erscheint heute, vergleicht man sie nicht nur mit Europa/Neo-Europa, sondern auch mit Rußland oder dem Fernen Osten, als erstaunlich unfruchtbar. Man kann sich kaum vorstellen, daß ein islamisiertes Europa (dessen begabteste Einwohner sich natürlich in andere Weltteile abgesetzt hätten) in der Lage wäre, die Aufgaben der anstehenden großen Transformation zur Nachhaltigkeit zu bewältigen."

Rolf Peter Sieferle, "Das Migrationsproblem"


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Inzwischen haben mehrere Leser Spenden für die Familie des 40jährigen Thomas K. angeboten, der in der Innenstadt von Bergisch Gladbach von einem 19jährigen Migranten totgeschlagen wurde. (Die Versteigerung von Bernd Zellers Gemälde der Richterin, die dem Goldstück zu nur zwei Jahren Bewährung verhalf – siehe Eintrag vom 15. Juni – zu Gunsten der Hinterblieben endet morgen!) Das heißt, Zeller und ich können Geld an die Witwe und ihre beiden minderjährigen Söhne weiterleiten, wenn wir nur wüssten, wohin. Ich habe schon einmal gefragt und wiederhole die Frage: Ist jemand da draußen, der mir einen Kontakt zu der Familie herstellen kann?


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Die Merkelschmelze schreitet fort, und der Nerobefehl ist erteilt. Diese Frau will vollendete Tatsachen schaffen, bevor sie in irgendein Exil geht (oder glaubt jemand ernsthaft, dass sie ihr schmachvolles Leben dereinst in jenem Deutschland beschließen wird, dem sie all jene Lasten aufgebürdet hat, die Jahr für Jahr sichtbarer werden, vom Merkellego über die tägliche Frauenleiche bis hin zum ersten Blackout, wenn die AKW vom Netz gegangen sind?). Wie alle politischen Großgaunereien dieser protestantisch eingesalzenen und im sozialistischen Sud gegarten Baba Jago (sic!) geschieht auch der letzte Zerstörungsakt im Gestus der Menschenfreundlichkeit, mangels eigener Nächster Fernstenliebe simulierend, begleitet von den Violinen des Humanitarismus, den Posaunen des europäischen Gedankens und den gewohnten, freilich allmählich etwas heiser klingenden medialen Schmeichlerchören. Wenn die böse Kanzlerin von der Weltbühne abtritt, will sie Tür hinter sich so zuschlagen, dass zumindest Deutschland erzittert.

Was meint diese nachkommenlose, rachsüchtige, dem eigenen Land in Zerstörungsfuror verbundene Person, wenn sie von einer "europäischen Lösung" der Völkerwanderungsfrage spricht, aber um etwas Zeit – "Zeit gewonnen, alles gewonnen" (Kleist, "Lehrbuch der französischen Journalistik") – dafür bittet?
Das Papier, auf welches Merkel wartet, hat das sogenannte EU-Parlament bereits passiert, in wenigen Tagen wird es den EU-Regierungschefs als Beschlussvorlage zur Unterschrift präsentiert. Wenn der EU-Rat Ende Juni zustimmt, werden Änderungen an der "Dublin III-Verordnung" rechtskräftig. Danach ist nicht mehr das Ersteintrittsland für das Asylverfahren zuständig, sondern das EU-Land, welches sich der jeweilige Zugvogel als künftigen Nist- und Brutplatz wünscht. Er – meistens ist es ein "er" – muss dafür nur "Ankerpersonen" in diesem Land haben oder es behaupten. Dann müssen sie an der Grenze nicht mehr "Asyl" und nicht einmal mehr "Syrer" sagen, sondern: "Da und dort lebt ein Bruder meines Nachbarn aus meinem Dorf", das genügt, liebe Leserinnen und Leser, um an Ihrem Steuergeld, Ihrer Altersvorsorge und Ihrer Heimat zu partizipieren. Heimat ist ohnehin nur ein Konstrukt!

Einen Arbeitsplatz brauchen die Deutschland-Debütanten nicht, denn die Kartoffeln arbeiten ja bald bis neunundsechzig, und wenn die Sozialsysteme eines postmerkelschen Tages kollabieren sollten, werden die meisten Gastgeber alt genug sein, dass sie sich in ihren Häusern und Wohnungen widerstandslos alles Überflüssige wegnehmen lassen. Jeder kann sich ausrechnen, wie viele fidele Afrikaner und fromme Orientalen plötzlich Angehörige in Deutschland haben werden – die haben ja wenigstens noch Angehörige, und mit jedem, der sich hier niederlässt, werden es mehr –, die Parallelgesellschaften werden blühen und gedeihen, die Clans werden mächtiger, die Moscheen prächtiger, die Kriminalität wird um ein lächerlich Geringes steigen, jedoch in den äußerlich monochromen, aber innerlich bunten Parallelgesellschaften nahezu völlig verschwinden, immer mehr Weiber werden die Kurve kriegen und im Hausfrauendasein ihr Glück finden, immer mehr Grüne und Rote werden beten lernen, die Zahl der Geschlechter wird auf den Vorkriegsstand zurücksinken, die Mülltrennung ihr Ende finden, im Kleinen Eckladen werden der Koran und die besten Arten der Frauenhaltung diskutiert, die Lehrpläne werden züchtiger, wie auch wir vergeben unseren Zuchtmeistern, weil sie als achtbare Musulmanen sich immerhin eines nicht bieten lassen werden, nämlich öffentliche Auftritte von Troll*innen wie C. Roth oder K. Göring-Eckardt... – ich schweife allzu sehr ab.

Wenn die EU-Regierungschefs dieses Papier absegnen, wird der Migrationsstrom nach Deutschland nicht mehr verebben, und er wird das Land stärker verändern als der Zweite Weltkrieg. Da es sich fast ausnahmslos um ungebildete, zu großen teilen tribalistisch erzogene, bis zur Arbeitsunlust fromme Personen handelt, deren Beitrag zum Bruttosozialprodukt sich umgekehrt reziprok zu ihrem Anteil am Aufbau innerer Spannungen... – geneigter Leser, das kennen Sie ja alles schon. Die Migrationsfrage ist die Schicksalsfrage Europas, dieses Thema lässt sich gar nicht überbewerten. Aus einer Währungsunion kann man austreten, ein zerstörtes Land wieder aufbauen, eine Energiewende umkehren, aber ein Bevölkerungsaustausch solchen Tempos und in dieser Größenordnung – als Messstationen kommen einzig die Schulen und Kindergärten in Frage, nur dort sieht man die Zukunft – ist irreversibel. Merkel, deren Gene aussterben werden, was vielleicht das Beste ist, das sich über sie sagen lässt, muss sich um das Schicksal ihrer Lieben nicht sorgen und kann sich zugleich als Humanistin feiern lassen dafür, dass sie eine Zivilisation auf mittlere Sicht dem Abgeräumtwerden preisgegeben hat, und die dumpfdeutschen Siegheilbrüller umschwärmen sie trotzdem; ein wahrhaft teuflisches Schauspiel, geeignet für jede Art Blocksberg.
Teuflisch ist auch der Mechanismus, der die anderen EU-Staaten, von denen keiner am deutschen Hexensabbat teilzunehmen gedenkt (auch Merkels letzter verbliebener Incubus Macron lässt an Frankreichs Südgrenze massenhaft Migranten abweisen), trotzdem zur Unterschrift treibt, ausgenommen vielleicht die als Völkerwanderungszielländer unwilligen Osteuropäer, die künftigen Exile der christlichen Europäer. Zumindest werden die Regierungschefs aus Italien, Spanien und Griechenland zustimmen, denn wenn die deutsche Vettel der Welt die Beine öffnet, bleiben ihre Länder vom Liebesdienst verschont. Am Ende werden womöglich sogar die osteuropäischen Staatschefs die Sache abnicken, um Sanktionen zu entgehen; da sie kaum Migranten aufgenommen haben, leben dort auch kaum "Ankerpersonen"... Auch hier gibt es eine Hoffnung, nämlich die Ratspräsidentschaft Österreichs, die am 1. Juli beginnt. Vielleicht zerschlägt ja der achtbare Herr Kurz Merkels Pläne, vielleicht lässt er das Papier neu diskutieren.


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Indes: Die anderen Europäer, sagt Freund ***, klagten doch immer über die deutsche Wirtschaftsdominanz und den deutschen Außenhandelsüberschuss. Beides ließe sich vermittels Migration begrenzen, sofern man bei dem derzeitigen Modus bliebe, dass überwiegend Analphabeten und Taugenichtse ins Land geholt werden. Die Einwanderer brächten die Wirtschaft nicht voran, sondern kosteten im Gegenteil den Steuerzahler Milliarden, aber als Konsumenten seien sie aufgrund ihrer schieren Zahl nicht zu unterschätzen. Man schlage also zwei Fliegen mit einer Klappe: Die deutsche Wirtschaftskraft sinke, und mehr deutsches Geld werde in Deutschland ausgegeben.  


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Man wird künftig sagen: "Ich bin in Deutschland vor Anker gegangen."


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Gibt es ein Mittel dagegen? Möglicherweise. Aber die Zeit arbeitet auch für diejenige, deren Tage gezählt sind und deren Name bald nicht mehr genannt werden darf; deshalb wird ihre Politik ja immer amokläuferischer. Wenn Seehofer die Koalition platzen lässt, werden die Grünen in Merkels Volkssturm einrücken und den Kampf gegen die Zweite deutsche Demokratie fortsetzen. Die multimediale Verteufelung der AfD und das Geschick vieler AfDler, nach dem gelungenen Überschreiten des Rubikon ausgiebig in jedem Fettnäpfchen zu baden, machen bislang gemeinsame Aktionen mit CSU und FDP unmöglich – bislang, aber die Zeit läuft! –, so dass alle kurzfristige Hoffnung auf den schmalen und schwachen Schultern der CDU-Bundestagsfraktionsmitglieder ruht.
Natürlich ist es besser, wenn die Koalition auseinanderfliegt, als wenn ein fauler Kompromiss gefunden wird. Im Netz zirkulieren Spekulationen, dass die CSU dann bundesweit antreten könnte. Mit den enttäuschten CDU-Wählern und den Überläufern aus der AfD- und FDP-Stimmschaft könnten die Christsozialen bundesweit die stärkste Partei werden, aber der Aufwand wäre gigantisch, und bislang galt die Regel, dass ein Bayer als Kanzler unvermittelbar ist. Derweil arbeitet Frau Wagenknecht an ihrer linken Sammlungsbewegung, und was spräche eigentlich dagegen, aus der "Gemeinsamen Erklärung 2018" wiederum eine konservativ-liberale Sammlungsbewegung hervorgehen zu lassen? Die deutsche Politik ist spannend wie lange nicht, aber hier setzt wieder der satanische Mechanismus ein, dass dabei Zeit vergeht, kostbare Zeit, Merkelzeit. Es ist wie der "Wettlauf zum Meer" an der Westfront 1914...
Bis dahin wird noch viel Wasser die Spree hinab und viel menschliches Gold in jenes Schlaraffenland strömen, wo man Gold mit Hartz IV aufwiegt, zahlreiche Messer und Importpenisse werden unaufgefordert in widerspenstige deutsche Mädel (und Jungen) eindringen (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier), viele "Familien" und "Gruppen" werden ihr Folkloretänze auf deutschen Straßen austragen (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier), viele Schafe und auch Frauen werden halal geschlachtet (hier, hier), und die Religion des Friedens wird sich weiter im Lande der Gottlosen und ihrer gottbescheißenswürdigen Bischöf*innen ausbreiten.


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Das Neue Deutschland weist eine Wortmeldung des sowjetischen Staatschefs zurück: "Gorbatschow blamiert sich mit Lügen-Telegramm" (hier).


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Dass Seehofer sagt, er könne "mit dieser Frau nicht mehr zusammenarbeiten", hat nicht primär inhaltliche Gründe, sondern folgt aus Merkels vollkommen schamloser und perfider Art, die Ansichten zu wechseln und zu vergessen. Alexander Wendt hat eine entlarvende Chronik der letzten Tage veröffentlicht. Ein Auszug:

"Donnerstag, 14. Juni. Die Generalsekretärin schreibt einen Brief an alle CDU-Mitglieder. Darin unterbreitet sie nun plötzlich einen 'Kompromiss', den Merkel bei Anne Will, in der Fraktion und bei dem nächtlichen Gespräch im Kanzleramt abgelehnt hatte:
'Aus dieser Überzeugung heraus hat unsere Parteivorsitzende Horst Seehofer folgenden Kompromissvorschlag unterbreitet:
Sofortige Zurückweisung an der Grenze von denjenigen, die bereits einen Asylantrag gestellt und eine Ablehnung erhalten haben.
Auf der Grundlage von bilateralen Vereinbarungen, Zurückweisung von denjenigen, die bereits einen Asylantrag in einem anderen europäischen Land gestellt haben.'

Ziel der Aktion ist es, die CSU-Vertreter als diejenigen darzustellen, die jeden Kompromiss ablehnen. In Wirklichkeit hatten Seehofer und Söder genau das angeboten – erst einmal Beschränkung auf die Gruppe der schon in Deutschland Abgelehnten, aber einen Aufschub für die Abweisung der Asylbewerber, die über EURODAC in einem anderen EU-Land registriert sind.
Kramp-Karrenbauer erklärt in ihrem Brief nicht, warum die Abweisung der einen Gruppe an der Grenze nun doch möglich sein soll – nachdem Merkel ja gerade behauptet hatte, das europäische Recht verbiete grundsätzlich Zurückweisungen an der Grenze.
Durch Kramp-Karrenbauers Brief kommt es den CDU-Mitgliedern und vielen Deutschen überhaupt erst zu Bewusstsein, dass Merkel bisher noch nicht einmal die Zurückweisung von bereits in Deutschland abgelehnten und erneut einreisenden Asylbewerbern akzeptieren wollte, und diese Selbstverständlichkeit jetzt als großen Kompromiss verkauft." (Mehr hier.)


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Zur "Tosca" an der Wiener Oper erscheint eine usbekischstämmige Muslimin mit offenem Haar und tief dekolletiert, in der Pause spricht sie dem Weine zu, und im Anschluss an die Oper bestellt sie an der Bar einen Cocktail. "Beten genügt", sagt sie.


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Neulich suchte ich online ein Gedicht meines Lieblingsstalinisten Peter Hacks, einer kentaurischen Gestalt aus Linker (politisch) und Reaktionär (ästhetisch), was in der DDR gar nicht so selten war und wofür Namen wie Heiner Müller oder Wolfgang Harich stehen (Letztere kannte ich persönlich, Hacks leider nicht), und ich fand es nicht. Diesen skandalösen Zustand will ich hiermit beenden. Hacks schrieb "Tamerlan in Berlin" als gallig-boshafte Satire auf die Übernahme seiner DDR durch die BRD; auf die heutige Situation – und erst recht die morgige – passt das Stück aber noch weit besser.
Timur der Hinker, Fürst der Transoxanen,
Durch Gottes Zorn gesetzt auf seine Bahnen,
Nachdem er Persien an sich gerissen,
Bagdad zerstört, Rußland in Staub geschmissen,
Fiel ihm noch bei, mit seinen Steppensöhnen
In unsrer Hauptstadt seinen Zug zu krönen.

Des Hinkers Heer kam rasch wie ein Gedanke
Hereingebrochen über Spree und Panke.
Ein ausgestopfter Ziegenbock, den Horden
Vorangetragen, ruft zu tausend Morden,
Und gräßlich düngen des Tyrannen Diener
Die Linden mit dem Blute der Berliner.

Drei Tage litt das Volk Gewalt und Schatzung.
Doch noch viel schwerer drückte die Besatzung.
Drum hört, was vom Besatzer uns für Leid
Geschah in unserer Usbekenzeit.
In Schinkels Wache tränkt er seine Gäule.
Ein Pferdejunge pißt an eine Säule.
Im Stülerbau verehrt er seine Götzen,
Gemacht von Filz, sie stinken wie die Plötzen.
Er badet nie, der fromme Steppenreiter.
Die Sacklaus ist sein ständiger Begleiter.
Vor der polierten Gneisschale aus Rauen
Sollte man ihm beim Hütchenspiel mißtrauen.
Wallstraße. Aufgeschnürt an einem Drahte
Die Köpfe unsrer greisen Magistrate.
Bei Aufbau sitzt ein leitender Usbeke
Und druckt nun sein usbekisches Gequäke,
Bei Aufbau! Dort, wo meine eignen Dramen
Erschienen, ehe die Usbeken kamen.

Friedhof Chausseestraße. Ein Fettschwanzschaf
Rupft sich ein Kraut von Hegels Epitaph.
Im Schauspielhaus versammeln sich die Großen,
Um auf den lahmen Emir anzustoßen.
Sie trinken grünen Ziegeltee mit Butter
Und Stutenbier und andres Hundefutter.
Nur in der Volksbühne, wo man zu Hauf
Polo mit Schädeln spielt, fällt gar nichts auf.

Die Sonne fliegt. Natürlich wird die Nacht
In dem Poetenviertel zugebracht.
Ihr blonden Frauen vom Torpedokäfer:
Der Sex mit Turktataren ist kein safer.
Von Fackeln zuckt ein Abglanz ums Gemäuer.
Am Straßenrand, auf einem offnen Feuer,
Wird mit Hallo von Tamerlans Soldaten
Der linke Dichter Papenfuß gebraten.
Drin inderweil, den Glatzkopf auf der Theke
Gesunken, schläft ein furzender Usbeke.   MK am 19. Juni

Erinnerung eines ehemaligen DDR-Bürgers an 1974

... Heute, elf Fußball-Weltmeisterschaften später erlebe ich etwas, was mir von 1974 her unangenehm bekannt vorkommt. 1974 war mir die DDR-Fußballmannschaft schnuppe. Die Überfrachtung mit der ideologischen Botschaft „der Sozialismus siegt“ machte mir das Daumendrücken auf die DDR-Mannschaft unmöglich. Obwohl ich etliche Spieler der Mannschaft sehr mochte. Der Zwiespalt war widerlich.

Und heute? Die Nationalmannschaft heißt nur noch „Mannschaft“. Ist das die Selbstaufgabe einer Nation zugunsten eines gesellschaftlichen Konstruktes „Multikulturalismus“ genannt? Hey, Leute! Ich will auf die Mannschaft meines Vaterlandes Deutschland halten, nicht auf eine bunte Truppe, die nur für Profifußball steht und das millionengesichtige und doch so gesichtslose Merkel-Deutschland verkörpern soll.

Es ist wohl eher ein schleichender Prozess der Entfremdung. Die inzwischen vielen ausgezeichneten Fußballer in der Nationalmannschaft mit nichtdeutschen Wurzeln spielen dabei für mich keine ausschlaggebende Rolle. Deutscher ist, wer deutscher Staatsbürger ist. Ob der nun Neuer, Hummels oder Khedira heißt! Die deutsche Fußballnationalmannschaft war und ist schon immer „meine“ Mannschaft. Egal ob es 1974, 1990, 2006, 2010 oder 2014 war. Mit jedem Spieler der Mannschaft, egal welche Wurzeln er besitzt. Bis vor kurzem übersah ich sogar Özils Nichtmitsingen von „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Es war seine Sache und störte mich nicht. Der Junge spielt wunderbaren Fußball für seinen Verein, für Deutschland und für sich. Im Gegenteil, wenn das alles im Fußball klappt mit dem Zusammenwachsen und Integrieren, dann kann das nur gut für uns alle sein. So dachte ich bis vor kurzem wirklich.

Was hat sich plötzlich geändert? Özils und Gündogans Bekenntnis zum türkischen und nicht zum deutschen Bundespräsidenten allein vermag das nicht zu erklären. So wichtig die beiden auch als unsere Mitmenschen sind, so politisch bedeutend sind sie nun auch wieder nicht. Es ist höchstens so, dass ihre politische Unfähigkeit – wie die Maus, die letztlich die Rübe mit rauszieht – in mir etwas in Gang gesetzt hat, was mich im Moment jedenfalls eher für die Isländer als für die „Mannschaft“ die Daumen drücken lässt.

Der DfB ent-nationalisiert die deutsche Nationalmannschaft. Es ist zwar nicht die Sprache derer, die „Deutschland als mieses Stück Scheiße“ entsorgen wollen, aber doch das grün-Merkelsche Bild einer Multikulturalität, die als Atomisierung der Gesellschaft derer daherkommt, die schon länger hier leben und die sich der merkelschen Gesellschaftsarchitektur widerspruchlos einfügen sollen.

Es ist irgendwie wie 1974: Damals widerte mich die ideologische Beanspruchung der DDR-Nationalmannschaft an, heute entfremdet mich die DfB-Assistenz bei der Umerziehung der länger hier Lebenden. Die Kommunisten vermochten nicht, mich zu erziehen. Dem DfB wird das erst recht nicht gelingen.    Gunter Weißgerber