Stationen

Mittwoch, 4. August 2021

Heimatgefühle


 All Cops are ausnahmsweise tatsächlich mal Bastards

#Merkels Meute

Für die Rückverwandlung der Berliner Polizei in realsozialistische „Bullen” ist hauptverantwortlich ein gewisser Herr Geisel, seines Zeichens Innensenator, ausweislich seines Konterfeis ein Apparatschik par excellence, früher SED, heute SPD, was in der Hauptstadt der DDR 2.0 praktisch auf dasselbe hinausläuft, wie auch der 1989er und der 2021er Polizeijahrgang einander durchaus ähneln. Was unter anderem daran liegen könnte, dass beiden ein Freibrief ausgestellt wurde, ungefähr in dem Sinne: Haut ruhig kräftig drauf, es wird nichts geahndet. 

(Freund *** erblickt im hohen Migrantenanteil bei der Berliner Polizei einen weiteren Grund für die Enthemmung; zumindest tendenziell dürfte das zutreffen.) Wo Linke regieren, egal in welcher Ausprägung, sieht am Ende, das muss man ihnen lassen, immer alles gleich aus.

Dass Freunde und Helfer in Kampfmontur Demonstranten niedergeprügelt, umgerissen und brutal am Boden „fixiert” haben, konsequenter- und irgendwie auch praktischerweise auch Alte, Frauen und Minderjährige, ist vielfach gefilmt und im Netz dokumentiert worden.

So schnell wird es kein Quertreiber mehr wagen, einen Berliner Polizisten scheel anzusehen!

 


 

Schulterzucken und Müdigkeit - Zwischenbilanz im August 2021

Wir haben uns nicht zur Berliner Corona-Demo geäußert, die am 1. August aus dem Ruder lief, nicht zur Unwetterkatastrophe, auch achgut blieb ohne Kommentar:

Dort hatte ein Autor in einem Dreiteiler versucht, über uns Höcke "sekundären Antisemitismus" vorzuwerfen. Höcke gab dazu auf facebook ein souveränes Statement ab - in einer Mischung aus Schulterzucken und Müdigkeit: Man wird von Liliputanern als Leiter benutzt, als Steighilfe hinauf in ein doch bescheidenes Maximum an Denkhöhe. Wenn wenigstens immer irgendetwas dran wäre ...

Schulterzucken und Müdigkeit: Das stellen wir bei unseren Autoren insgesamt fest. Man ist nicht "ausgeschrieben", aber ehrlich genug, um zuzugeben, daß man Durchhalteparolen, Empörungstexte und Revolutionserwartungen nicht formulieren möchte, obwohl eine wachsende Zahl von Leuten (also auch Lesern) genau darauf wartet - im besten Fall auf Orientierung hoffend, im schlechteren auf eine irre Mobilisierung, ein Erzwingenwollen von der Straße her, ein Anrennen gegen den unsichtbaren Feind.

Dieses äußere und innere Anrennen verhindert das, wozu der kleine Hobbit in der Lage war, während seine Weggefährten, die Zwerge, wie die Hühner durch die Gegend flitzten und rastlos nach einem Weg suchten (einige werden de Stelle im Buch kennen): Er setzte sich auf die Schwelle und dachte nach.

Wir machen ab dem kommenden Wochenende jetzt mal Pause, legen das Netztagebuch beiseite, lesen und sammeln mal drei Wochen lang und setzen Ende August neu an. Rat- und rastlos zu schreiben - das trägt auf Dauer nichts aus. Überhaupt nehmen wir einen Drang zum Analogen war, zum Handfesten und Durchführbaren: Abstand von Wünschbarkeiten und Maximalphantasien, Hinwendung zum Konkreten, zu dem, "was man noch in der Hand hat". Dieses Bedürfnis machte aus unserem Tag der offenen Tür solch schöne, wichtige Tage für alle, die teilnehmen konnten.

In den vergangenen Tagen stellten wir nun die Referentenliste für die nächste Veranstaltung zusammen: für die kommende Sommerakademie. Ich hatte da einen Referenten im Auge, aber er schwieg zunächst, dann sagte er ab: Man könne ratlos nicht dozieren, und er wisse noch nicht, wann und wie er wieder etwas zu sagen habe. Dieser Mann ist einer der wenigen, dem ich diese Wendung abnehme, denn sie rührt bei ihm nicht von einer Sattheit oder einem Überdruß her, sondern davon, daß er das Geplauder und die mundwerksburschige Scharlatanerie verabscheut wie sonst kaum etwas.

In gewissem Sinne hat er dadurch die Meßlatte für uns andere höhergelegt: Wir spüren noch deutlicher als sonst, daß wir etwas zu sagen haben müssen, wenn wir vom 17. bis 19. September in Schnellroda unter dem Motto "Lage 2021" tagen. Interessanterweise war es nicht schwierig, sehr gute Referenten zu gewinnen, die noch nie bei uns vortrugen.

Das gehört ja auch hierher: daß die irre Lage, in der wir uns befinden, und in der wir nur die Wahl zwischen Baerbock und Laschet haben, sehr interessante Leute zu uns finden, um wirklich einmal anders nachzudenken und zu diskutieren.

Sommerakademie also: 130 Plätze sind zu vergeben. Wie seit anderthalb Jahren üblich, verraten wir nichts über die Referenten, sondern geben nur die Themen bekannt:

  1. Corona und kein Ende: Krise als Normalität.
  2. Republik ohne Volk: Anmerkungen zur Entwicklung (west-)deutscher Staatlichkeit von 1945 bis 2021.
  3. Deutschlands Souveränität: außenpolitische Schlaglichter.
  4. Vier Jahre - Rück- und Ausblick auf die AfD im Bundestag.
  5. Österreich: zwischen Kickl und Symbolgesetzgebung.
  6. Kommunitarismus: ein Aufriß.
  7. Zur Lage des vorpolitischen Raumes
  8. Von der Notwendigkeit rechter Ökologie

Außerdem wird es abendliche Gesprächsrunden geben, aber das ist ja alles bekannt. Also: Leser, die nicht älter als 35 Jahre sind, können sich nun anmelden, die Anmeldung ist ab jetzt möglich unter anmeldung@staatspolitik.de.

So, und nun lassen Sie uns sammeln, Fragen aufwerfen, nach Beschreibungsmöglichkeiten, Verhaltenslehren und Wegen aus dem Labyrinth suchen und nebenbei ganz in Ruhe unsere verlegerische Arbeit betreiben.

Es ist ja nicht so, daß hier nichts mehr liefe. Mir liegen für die nächste Dreier-Staffel der kaplaken-Reihe fertige Manuskripte von Stefan Scheil, Caroline Sommerfeld und Konstantin Fechter vor, außerdem hat Ellen Kositza Brittany Sellners (vormals Pettibone) Schilderung der politischen Jahre fertig übersetzt.

Die 103. Sezession geht morgen in den Versand an die Abonnenten, und dann gibt es da noch die neue, bibliophile Reihe Mäander, deren erste Bände noch im August ausgeliefert werden.

Bis bald also!    GK

 

Das wahnhafte Selbstverständnis (bzw. die polternde Überheblichkeit) der Linken

Seit einiger Zeit wird über die „Emigration“ – genauer gesagt: den Umzug von Hamburg nach Wien – des Schriftstellers Matthias Politycki berichtet und diskutiert. Denn Politycki gibt als Grund für seinen Weggang das Meinungsklima in Deutschland an, die Blockwartmentalität, die Schere im Kopf, die Ächtung in den sozialen Medien, wenn man durch abweichende Positionen auffällt, alles, was mit Politischer Korrektheit gerechtfertigt und als „Cancel Culture“ umgesetzt wird.
Politycki beschreibt eine Atmosphäre zunehmender Einschüchterung und eine Art von weichem Terror qua Sprachregime, der denjenigen wieder auf Linie bringt, der sie zu verlassen droht. Die mächtigen Minderheiten, die diese Praxis durchsetzen, sagt er, seien für Kritik unempfänglich. Sie folgten einer Agenda, die letztlich auf die totale Umerziehung der Mehrheit hinauslaufe.

Daß er mit seiner Klage so viel Aufmerksamkeit erfährt, hat damit zu tun, daß Politycki eigentlich „dazu“ gehört: ein Mann des etablierten Literaturbetriebs, erfolgreicher Autor, vielfach ausgezeichnet, gern gesehen in den Feuilletons und – selbstverständlich – ein Linker. Ein Linker, den das, was sich da abspielt, zunehmend beunruhigt. In einem Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung von Mitte Juli hat Politycki die Motive für seinen „Abschied von Deutschland“ erklärt. Da heißt es an entscheidender Stelle: „Was unterm Schlagwort der politischen Korrektheit zügig Terrain gewann, hatte auch ich zunächst begrüßt, vielleicht weil ich es für linkes Gedankengut hielt. Was inzwischen, zusammengefaßt unterm Begriff ‘Wokeness’, unseren gesellschaftlichen Diskurs dominiert, ist für mich nichts weniger als Pervertierung linken Denkens.“

Sätze, die zeigen, daß Politycki das Entscheidende nicht begriffen hat. Denn sein Gerede über die „Pervertierung linken Denkens“ ist nicht nur eine Entschuldigungsfloskel, sondern Ausdruck eines typisch linken – und nicht nur linken – Denkfehlers, der auf der Annahme beruht, daß die Linke ein Nahverhältnis zur Freiheit hat. Das ist aber nicht der Fall. Wer auch nur einen oberflächlichen Blick auf die Vergangenheit wirft, stellt fest, daß die historischen Freiheitsforderungen der Linken lediglich taktischen Zielen dienten. Sie sollten Anhänger mobilisieren und Gegner mürbe machen.

War man erfolgreich, hieß es prompt „Freiheit, außer für die Feinde der Freiheit“ (Robespierre) und die Guillotine nahm ihre Arbeit auf. Die „Freiheit des Andersdenkenden“ (Luxemburg) war nie mehr als ein leeres Wort, und die Parole „Es ist verboten, zu verbieten“ (`68) bereitete Anarchie und Terror den Weg.

Deshalb kann im aktuellen Fall auch nicht von einem guten Plan die Rede sein, der nur schlecht umgesetzt wurde. Ausschlaggebend ist für die Linke nie der Gedanke der Freiheit, sondern die Überzeugung, als „Agent der Geschichte“ (Hanno Kesting) zu handeln. Sie kennt die Gesetzmäßigkeit, nach der der Fortschritt kommt, und dessen Gegner hat kein Pardon zu erwarten. Auf einen wichtigen Aspekt dieses Zusammenhangs hat Mathias Brodkorb in einem Beitrag für die jüngste Ausgabe des Cicero hingewiesen. Er trägt die Überschrift „Die Partei, die Partei, die hat immer recht“.

Bei dieser Formel handelte es sich um den Refrain einer SED-Hymne, in der nicht nur Geschlossenheit und Kampfbereitschaft beschworen wurden, sondern auch der Grundsatz der „Parteilichkeit“, das heißt der Unterordnung des einzelnen mit seinen Einsichten unter die überlegenen Einsichten der Partei, die um das Ganze im Sinn der marxistischen Lehre weiß. Verblüffenderweise hat diese bizarre Vorstellung bei (Post-)Kommunisten auch den Kollaps des Realexistierenden Sozialismus überlebt. Deutlich macht Brodkorb das an der Veranstaltung des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit vom vergangenen Monat, zu dem Vertreter aller Bundestagsparteien eingeladen waren.

Darunter auch Petra Sitte, die Vertreterin der Linken, die offen erklärte, daß es ihrer Auffassung nach an deutschen Hochschulen kein Problem mit der Freiheit von Forschung und Lehre gebe. Diejenigen, die tagtäglich bedroht und schikaniert oder daran gehindert würden, Vorträge zu halten oder Seminare durchzuführen, müßten sich damit ebenso abfinden wie die Dozenten oder Bibliotheksleitungen, auf die Aktivisten ihrer Couleur Druck ausüben, um die Lektüre oder den Besitz von unliebsamen Texten unliebsamer Autoren (bevorzugt: heteronormative, weiße Männer) zu unterbinden. Das alles seien nur Äußerungen berechtigter Kritik und Teile des gesellschaftlichen Protests, dem jeder Erfolg zu wünschen bleibe.

Geht man nach dem Bericht von Hannah Bethke über die erwähnte Podiumsdiskussion in der Neuen Zürcher Zeitung, unterschieden sich die Auffassungen der Vertreter von SPD und Grünen nur um Nuancen von denjenigen Sittes. Lediglich Jens Brandenburg (FDP) und Marc Jongen (AfD) sahen das grundsätzliche Problem, daß durch die Pressionen und das Klima der Einschüchterung an den Hochschulen faktisch die Geltung von Artikel 5 des Grundgesetzes – der die Meinungs-, Meinungsäußerungs- und Pressefreiheit sowie die Freiheit von Forschung und Lehre garantiert – gefährdet ist.

Eine Feststellung, die allerdings in einer Hinsicht der Ergänzung bedarf. Denn die tiefste Ursache für die zu Tage tretende Ungerührtheit der Repräsentanten des blutrot-rot-grünen Spektrums liegt darin, daß sie ihre Positionen im Universitätsbereich ausschließlich unter Machtgesichtspunkten bewerten und deshalb für unangreifbar halten. Das erklärt sich nicht nur mit der kulturellen Hegemonie der Linken, sondern auch mit ihrer Landnahme im Bildungssektor. Deren Erfolg hat wenig mit der Überzeugungskraft linker Argumente zu tun, mehr mit der attraktiven Mischung aus Ideologie und Niveausenkung.

Den Kern der Ideologie bildet die Forderung nach Gleichheit des Ungleichen, den Kern der Praxis die Außerkraftsetzung des Leistungsprinzips, so daß zuerst die Massenfächer der Sozial-, dann die Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Sprachen den Unfähigen und Unwilligen ausgeliefert wurden, die entweder apathisch Anforderungen abarbeiten oder sich urteils- und kenntnislos von jedem einspannen lassen, der ihnen nach dem Munde redet.

Keine politische Kraft hat diesem seit Jahrzehnten ablaufenden Vorgang Widerstand entgegengesetzt. Was die Aufgabe ungeheuer erschwert, irgendetwas zu tun, um den Tonangebern an den Universitäten samt ihrem Mob den Einfluß zu beschneiden und wieder etwas in Achtung zu setzen, was die Bezeichnung „Wissenschaft“ verdient.   KhW

 

Dienstag, 3. August 2021

Wissenschaft

1931 erschien ein Buch namens „100 Autoren gegen Einstein”. Einsteins Replik lautete: Es genügt einer, der mich widerlegt.

1931 erschien ein Buch namens „100 Autoren gegen Einstein”. Einsteins Replik lautete: Es genügt einer, der mich widerlegt. 

Wer berichtet, dass ‚die Wissenschaft’ etwas sage, will, allein schon erkennbar an der Wahl seiner rhetorischen Mittel, überreden, nicht berichten.

Wer sich zu Recht Wissenschaftler nennt – und in einem anderen Gebiet als der Disziplin der Mathematik beiheimatet ist; dort gibt es nämlich Wissen, sicheres, wahres, ewiges Wissen und Wahrheit –, der weiß sehr wohl, dass er nichts weiß, sondern höchstens berechtigterweise vermutet, dass ein Faktum zutreffend sein könnte (dass es ‚korroboriert’ ist, in der Terminologie Poppers, da es schon viele Falsifikationsversuche unbeschadet überstanden hat). Ein Wissenschaftler (Mathematiker wiederum ausgenommen), der sich im Besitz von Wissen oder gar der Wahrheit zu sein meint, ist ein Scharlatan, kein Wissenschaftler.




Vettel in Farbe

 

 

Sven Tritschler, obwohl selber homosexuell, kommentiert: "Ich finde, es sollte straffrei bleiben. Aber nur, wenn er es auch in Saudi-Arabien trägt."

Und würde Vettel in Saudi Arabien für die Freilassung von Raif Badawi demonstrieren, der dort seit mehr als 9 Jahren unschuldig im Gefängnis sitzt, nur weil er angab, dass alle Menschen gleichwertig sind?

Brutal zusammengeschlagen von der Polizei


Dieser junge Mann ist vorgestern vor der Haustür Jörg Baberowskis von völlig enthemmten Polizeibeamten ohne Anlass auf die Straße geworfen worden. Zwei Polizisten saßen auf seinem Rücken, ein dritter hat ihm ununterbrochen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann blutete stark, wurde dann von den brutalen Schlägern sehr unsanft verbunden und mit Handschellen abgeführt. Offenbar sollte er daran gehindert werden, mit anderen Demonstranten die Straße zu überqueren. Jörg B.  hat die Szene gefilmt.
Sollte jemand den jungen Mann kennen, oder sollte er diese Nachricht selbst lesen: Jörg B. ist bereit, eine Zeugenaussage zu machen, damit diese Schläger ihrer gerechten Strafe zugeführt und aus dem Staatsdienst entlassen werden. In den Leitmedien erfährt man von solchen Übergriffen leider nichts. Was Jörg B.  gesehen hat, ist beschämend, roh und abstoßend. Eines Rechtsstaats unwürdig. 

Einen Tag später teil Baberowski mit: "Inzwischen hat sich der junge Mann, der von Polizisten vor meiner Haustür misshandelt wurde, bei mir gemeldet. Die Sache ist noch schlimmer als ich sie mir vorgestellt habe. Er wird heute Strafanzeige stellen. Polizeigewalt gegen friedliche Bürger, ist abscheulich, ganz gleich, wem sie gilt. Ich werde mich als Zeuge natürlich zur Verfügung stellen und sagen, was ich gesehen habe, weil ich solche Gewalt für genau so inakzeptabel halte wie den Versuch, sie schön zu reden oder zu verschweigen. Ich bitte aber sehr darum, hier keine Hasstiraden zu verbreiten, Polizisten und staatliche Amtsträger nicht pauschal zu diffamieren und die Übergriffe nicht politisch zu instrumentalisieren. Ich hoffe, dass die Täter bestraft werden und dem Opfer Gerechtigkeit widerfährt, und ich hoffe, dass irgendwann einmal eingesehen wird, dass der Rechtsstaat an sein Ende kommt, wenn er sich in den Dienst politischer Konjunkturen stellen lässt. Denn in Wahrheit lebt der Staat von der Erwartungssicherheit der Bürger und ihrem Vertrauen darauf, dass die Verschiedenen vor dem Gesetz gleich sind. Und er lebt vom Ansehen seiner Polizei. Vom Innensenator hat man dazu bislang nichts gehört. Von den übrigen Parteien auch nicht. Schade."

 

Kleiner, aber wichtiger Erfolg

Es gibt sie noch, die kleinen Erfolge. Wie nun bekannt wurde, konnte eine „Ein Prozent“-Recherche maßgeblich dazu beitragen, den Antifa-Aktivisten „Tim Mönch“, der in Wahrheit Felix Stühlinger heißt, in Bedrängnis zu bringen. Denn Stühlinger verlangt vom sächsischen VS die Löschung von Daten, die der Geheimdienst aufgrund Stühlingers Antifa-Agitation und aufgrund der intensiven Recherchen von „Ein Prozent“ gespeichert hat.


Fest steht: Der VS kooperiert mit  der Antifa

Dabei beschwerte sich Stühlingers Anwältin Katrin Pietrzyk darüber, dass der VS seine Analyse zu den Aktivitäten des linken „Journalisten“ auf eine Recherche der Bürgerinitiative, die Sie hier abrufen können, stützt.

Die Aktivisten der Bürgerinitiative „Ein Prozent“ sind zweifellos die Letzten, die auf die Meinung des politisch instrumentalisierten VS Wert legen. Dieser beweist tagtäglich, dass er ausschließlich dazu dient, die patriotische Opposition zu kriminalisieren und zu spalten. Und natürlich entbehrt das linke Geschwätz einer „rechten Unterwanderung“ der Sicherheitsbehörden jeglicher Grundlage, wie ein Blick in die VS-Berichte der vergangenen Jahre sowie die zahlreichen Fälle (zum Beispiel in Brandenburg und Sachsen-Anhalt), in denen die Geheimdienste im „Kampf gegen rechts“ gemeinsame Sache mit Linksextremisten machen, zeigen.



Dennoch: Ein wichtiger Erfolg!

Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um einen Erfolg. Denn die Reaktion Stühlingers, der sich nun medienwirksam darum bemüht, das linke Netzwerk, das auch in Sachsen besteht, bis in Regierungskreise zu aktivieren, ist für „Ein Prozent“ ein wichtiges Signal. Es macht deutlich, dass „Ein Prozent“ dem selbstgewählten Auftrag, linke Strukturen und ihre Akteure offenzulegen und als das darzustellen, was sie sind, gerecht werden.

Wenn Sie mehr über den Fall Felix Stühlinger/„Tim Mönch“ erfahren möchten, dann klicken Sie hier.

Gleichzeitig ist dieser Erfolg auch ein Versprechen an die zahlreichen, mit Presseausweisen ausgestatteten Linksextremisten und alle „Rechtsextremismusexperten“: „Ein Prozent“ wird sie und ihre antidemokratischen Methoden, die nur dazu dienen, unserem Land und unserem Volk zu schaden, entlarven!


Linke Netzwerke aufdecken

Über die Rolle, die vermeintlich gemäßigte linke Journalisten im Rahmen des militanten Antifaschismus spielen, wurde bereits hier berichtet. Es gilt, sich diese Zusammenhänge immer wieder zu vergegenwärtigen. Die Schreibtischtäter in den Redaktionen halten den linksextremistischen Straßenschlägern den Rücken frei, liefern ihnen Erklärungen und markieren neue Ziele.

„Ein Prozent“ kann dazu beitragen, dass dieser Trend in den Mainstream-Medien aufgehalten wird. „Ein Prozent“ kann mit fundierten Recherchen und Ausdauer die Strukturen und Netzwerke dahinter aufdecken und damit die Gegenöffentlichkeit stärken. 

Philip Stein

Und das Beste daran: Jeder kann helfen. Wenn Sie verlässliche Informationen über linksextreme Aktivisten haben, nehmen Sie Kontakt mit „Ein Prozent“ auf. Wenn Sie die Arbeit von „Ein Prozent“ unterstützen wollen, können Sie Förderer werden oder Recherchen mit einer Spende belohnen

Dafür bedankt sich im Namen seiner Mannschaft Herr Philip Stein

 

Montag, 2. August 2021

Der letzte Rest von Anstand in der CDU

 

Vergerechtung

 


Die FAZ ist nicht mehr zu retten

Leser der Frankfurter Allgemeinen Zeitung rieben sich in dieser Woche verwundert die Augen. Sie sahen eine ganzseitige Anzeige „100 Jahre Kommunistische Partei Chinas“ mit einem langatmigen Loblied auf die Verdienste der KP, dazu blumengesäumte Bilder von Eisenbahnen, Tierzuchtanlagen, Ärzten und Häfen.

100 Jahre KP Chinas – dazu wäre viel zu sagen. Aber kein einziges Wort im Text über die Millionen Todesopfer, die diese in der Zeit Mao Tse-tung zu verantworten hatte. Kein Wort über die Arbeits-, Straf- und Umerziehungslager, die es bis heute gibt. Stattdessen säuselte die Anzeige in Zwischentiteln: „Wie sind die chinesischen Kommunisten? … Immer im Dienste des Volkes.“ Ein australischer Experte für Schafzucht wird zitiert: „Der Gedanke, daß die KPCh hunderte von Millionen Menschen aus der Armut befreit hat, ist einfach außergewöhnlich.“

Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes (V.i.S.d.P) für die in der FAZ erschienene Anzeige zeichneten vier Chinesen namens Zhu Sheng, Shen Zhonghao, Luo Huanhuan und Gu Ziyi von der Xinhua News Agency in Peking, die der KP untersteht.

Daß diese Anzeige am Donnerstag in der FAZ erschien, hat nicht wenige Leser irritiert. Auf Twitter hagelte es Kritik. „Wie verzweifelt und prinzipienlos muß man sein, um eine Geburtstagsanzeige für einen der größten heutigen Feinde der Pressefreiheit zu bringen?“, fragte etwa Thorsten Benner, Chef des Berliner Thinktanks Global Public Policy Institute. Aber es ist nicht die erste Werbeschaltung der KP Chinas, die man in der Frankfurter Hellerhofstraße akzeptiert hat. Schon mehrfach erschienen ganze Seiten – immer mit hymnischen pseudo-journalistischen Texten über die Aufbauleistungen, die Armutsbekämpfung und die internationalen Kooperationen der Kommunisten in China.

Nach außen gibt man sich bedeckt. Auf Protestschreiben von Lesern hin waschen die vier Herausgeber der FAZ ihre Hände in Unschuld und verweisen auf den Verlag und die dort angesiedelte Anzeigenabteilung. Redaktion und Anzeigenverwaltung seien strikt getrennt, daher könne die Redaktion sich nicht zu Anzeigen äußern.

Gegenüber dem pro-Medienmagazin sagte eine Verlagssprecherin der FAZ: „Für den Inhalt der Anzeigen ist allein der Anzeigenkunde verantwortlich. Natürlich aber prüfen wir die Anzeigensujets und verweigern solche, die offensichtlich gegen geltendes Recht verstoßen“, teilte sie mit. Hier habe man „der freien Meinungsäußerung den Vorrang gegeben“. Kritische oder provokante Anzeigen „in einer Art vorauseilender Zensur zu verhindern“, sei mit der demokratisch legitimen freien Meinungsäußerung nicht vereinbar.

Offenbar ist man in der FAZ der altrömischen Auffassung „pecunia non olet“: Geld stinkt auch dann nicht, wenn es um das Geld aus Peking geht. Die ganzseitige Werbeschaltung bringt laut aktueller Anzeigenpreisliste 69.920 Euro. Da das Pekinger Regime schon mehrfach ganze Seiten gebucht hat, kamen wohl schon mehrere hunderttausend Euro, wenn nicht im Laufe der Jahre gar ein Millionenbetrag für die Frankfurter Zeitung zusammen.

Das angeschlagene Frankfurter Blatt (alter Werbespruch „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“) kann das Geld gut gebrauchen, denn es befindet sich seit vielen Jahren im Sinkflug. Die Printauflage ist dramatisch gefallen, jedes Jahr brechen mehrere tausend der hochzahlenden Print-Abonnenten weg. Die stark bröckelnden Print- und Anzeigenerlöse werden nur zum Teil durch neue zahlende Online-Leser aufgefangen. Da mag es sein, daß verzweifelte Verlagsleute einige Hunderttausend Euro aus Peking durchaus gerne sehen.

Die Werbeanzeige für die Kommunistische Partei Chinas ist aber auch deshalb pikant, weil die Frankfurter Allgemeine Zeitung auch schon mal Anzeigen ablehnt, die ihr nicht genehm sind. Nach Informationen der JF betraf dies im letzten Jahr etwa eine ganzseitige Anzeige der AfD, in der sich diese zum Grundgesetz bekannte. Eine Anzeige der größten Oppositionspartei im deutschen Bundestag wollte die Frankfurter Zeitung also nicht haben, Geld von einer ohne Zweifel diktatorischen KP, an deren Händen bis heute extrem viel Blut klebt, nimmt sie dagegen.

Man darf gespannt sein, ob die FAZ auch in diesem Bundestagswahlkampf einen Anzeigenboykott gegen die AfD aufrechterhält und wie sie dies kritischen Lesern erklärt, die auf die KP-Anzeige verweisen.   JF

 

Sonntag, 1. August 2021

Vorsicht, die heilige St. Annalena kann auch per Briefwahl aus der Schweiz gewählt werden!

Und die ist neutral!!

Vorsicht auch vor der nichtneutralen deutschen Presse mit ihren langbeinigen Lügen! (die so gern für die KPC wirbt)


Samstag, 31. Juli 2021

Roberto Calassa ist leider gestorben

 

Im Abseits kleiner Bühnen

Wer kennt noch Esther Ofarim?


Eine Schlager-Sängerin der 60er Jahre. Mein einstiger Kindergarten- und Schulfreund, dessen Eltern einen Laden mit Elektrogeräten und Schallplatten hatten, schenkte mir 1968 eine Single des Duos ‘‘Esther & Abi Ofarim“ zum Geburtstag, wodurch ich leider die ersten antisemitischen Schmähungen meines Lebens aus dem Munde meiner Mutter hören musste und die Platte nur noch mit klopfendem Herzen und beklommenem Gefühl hören konnte. Dass 7 Jahre zuvor - als wir noch keinen Fernseher hatten, aber Radio und Zeitungen sicherlich voll davon waren - der Eichmann-Prozess stattgefunden hatte, erfuhr ich erst Jahrzehnte später durch eigenes Suchen. Im Geschichtsunterricht an meiner Schule wurden wir schon als Kinder viel mit NS-Problematik und schockierenden Filmen über KZs überkübelt, aber den Namen Eichmann oder Fritz Bauer hörte ich während meiner Schulzeit kein einziges Mal. Und schon gar nicht Josef Mengele. Meine Eltern bezeichneten die Shoah zeitlebens als Propagandalüge (der Siegermächte und des Weltjudentums), machten im Gegensatz hierzu aber nie ein Hehl daraus, dass die Juden deportiert worden waren und dass sie das auch richtig so fanden! Ich war gerade einmal 8 Jahre alt, als mein Vater mir im Beisein meiner Mutter in der Küche auf meine diesbezügliche Frage erklärend antwortete, die Juden seien Parasiten und Fremde und deshalb von Hitler außer Landes geschafft worden. Wohin sagte er nicht. Nach Israel jedenfalls nicht, denn die Anwesenheit von Juden dort lehnte er genauso ab... Sehr verwirrend und verstörend für ein Kind. Er muss wohl ein Verfechter des sogenannten Nisko-Plans gewesen sein.

Vor kurzem hatte die inzwischen 80 Jahre alte Dame einen Gastauftritt während des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) in der Konzertscheune auf Kultur Gut Hasselburg. Esther Ofarim, geborene Esther Zaied, geschiedene Esther Reichsta(d)t kam am 13. Juni 1941 in Safed bei Nazareth in Galiläa als Kind einer syrisch-jüdischen Familie auf die Welt. Ähnlich wie Daliah Lavi ist auch Esther Ofraim sehr sprachbegabt und singt wie diese deshalb akzentfrei in vielen verschiedenen Sprachen.

1943, als Esther zwei Jahre alt war, zog ihre Familie nach Haifa. Ende der 1950er Jahre lernte sie ihren späteren Ehemann Avraham Reichsta(d)t kennen. 1960 wurde sie, die Schauspielerin werden wollte, von dem Hollywood-Regisseur Otto Preminger für eine kleine Rolle in dem Film "Exodus" engagiert. Aber 1961 bildete sie im Morgengrauen der Beat- und Hippieromantik mit ihrem Mann das Gesangsduo „ha-Ofarim“ (deutsch: die Rehkitze). Unter den Namen Esther & Abi Ofarim brachten sie ihr erstes Album heraus, das in Israel ein Nummer-1-Erfolg wurde. Nun wurden sie auch im Ausland bekannt, 1962 ließen sie sich in Genf nieder, 1967 feierten sie mit dem Song „Cinderella Rockfella“ einen internationalen Erfolg. Auch die Lieder: „Sing Hallelujah“, „Morning Of My Life“ und „Melodie einer Nacht“, machten Esther & Abi Ofarim in der ganzen Welt berühmt.
1969 trennte sich das Paar privat und künstlerisch. Esther Ofarim heiratete ein zweites Mal und zog später nach Hamburg. Seit 1998 gibt sie in Deutschland wieder Konzerte und tritt regelmäßig am St. Pauli Theater auf. Zu ihrem Repertoire gehören Lider wie „Halleluja“ von Leonard Cohen, „She’s leaving home“ von Lennon/McCartney, „Scarborough Fair“ von Simon/Garfunkel, „Alabama Song“ und „Surabaya Johnny“ von Weill/Brecht, „Dirty old Town“ von Ewan McColl...

Esther Ofarim (Sängerin und Schauspielerin – ehemals Duo ‘‘Esther & Abi Ofarim“), Gastauftritt während des Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF), am 28 Juli 2021 in der Konzertscheune auf Kultur Gut Hasselburg, Gemeinde Altenkrempe bei Neustadt in Holstein, Schleswig-Holstein. Esther Ovarium, geborene Esther Zayed, geschiedene Esther Reichstadt; geboren am 13. Juni 1941 in Safed bei Nazareth in Galiläa.Als Esther zwei Jahre alt war, zog ihre Familie nach Haifa. Ende der 1950er Jahre lernte sie ihren späteren Ehemann Avraham Reichstadt kennen. Die kleine Frau, die eigentlich Schauspielerin werden wollte, wurde von dem Hollywood-Regisseur Otto Preminger für eine Rolle in dem Film Exodus engagiert.

Retribalisierung

 und die Rückkehr magischen Denkens.

"Arabischer Phänotyp"

Nachdem sie beim Wort genommen wurde, reagierte die Polizei prompt: „Das stimmt so nicht. Meist sind die Täter Ehemänner, Partner, Freunde oder Bekannte und Deutsche. Näheres finden Sie in der jährlich erscheinenden Polizeilichen Kriminalstatistik.“

In Italien sind die Täter meist Ehemänner, Partner, Freunde oder Bekannte und Italiener.

 

 

Frauen aller Länder hütet Euch!

Hütet Euch vor Euren Landsmännern!!

Frauen aller Länder vereinigt Euch mit Fremden!!! 





(BKA-Statistik über Gruppenvergewaltigungen)

Von der Dissonanz zur Schizophrenie

Die Heimkehr der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan vollzog sich in aller Stille. Keiner der Politiker, die 20 Jahre lang mit überwältigender Mehrheit für ihren Einsatz am Hindukusch gestimmt hatten, fühlte sich für ihren Empfang zuständig. „All die Guten, die geschwind nun es nicht gewesen sind!“, heißt es im Brecht-Gedicht „Der Anachronistische Zug oder Freiheit und Democracy“. Vielleicht war Restscham der Grund. Wie sollten sie auch Sinn, Zweck und Ergebnis dieses Militäreinsatzes erklären? Was auf die Frage antworten, wofür 59 deutsche Soldaten ihr Leben gelassen haben, was die Hunderten Verwundeten rechtfertigt?

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) stellte diese Rechnung an: „Wir haben auch ganz sicherlich erreicht durch die Tatsache, daß die Taliban 20 Jahre nicht an der Regierung waren, daß Entwicklungen möglich waren, die so sonst nicht denkbar gewesen wären. Also, wenn man die Frage umgekehrt stellt, angenommen, die Taliban hätten 20 Jahre das Land weiter so regiert, wie sie es vorher getan haben, hätten wir wahrscheinlich bis heute keine Schule für Mädchen, hätten wir bis heute keine Frauen auch in höchsten Ämtern, bei Gerichten oder anderen Funktionen.“

Der Sound einer Kaffee-Tante. Über die Jahre gab es zahllose wortgetreue Erklärungen aus fast allen Parteien. Die Geschlechtergerechtigkeit in der muslimischen Welt – so muß man sprachlogisch folgern – war Politikerinnen und Politikern der Einsatz deutscher Soldaten allemal wert. Die moralisierende Begründung des Kriegseinsatzes als Umkehrung und Wiedergutmachung der NS-Hybris. Bluten aber müssen die anderen. Wie viele beschulte afghanische Mädchen wiegen wie viele tote junge weiße Männer aus Deutschland auf? Wie viele temporäre Richterinnen und Staatsanwältinnen in Kabul rechtfertigten wie viele abgesprengte Gliedmaßen und verbrannte Hautpartien der eigenen Landsleute?

Die zitierte Äußerung ist die feministische Fußnote zum legendären Satz, mit dem der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) die Entsendung deutscher Soldaten begründete: „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Das war dummes Zeug und schon damals als solches leicht erkennbar.

Man hätte sich nur mit den Erfahrungen, die die Sowjets während der Okkupation Afghanistans in den 1980er Jahren gemacht hatte, vertraut machen müssen. Nun ziehen die Truppen ab, die Taliban kehren zurück und die Chimären von „Nation Building“ und Demokratie-Export, von der politischen, wirtschaftlichen und der militärischen Stabilisierung und natürlich auch von der Frauenemanzipation fallen wie Kartenhäuser in sich zusammen.

Wofür also haben die Toten, Verwundeten und die – zumindest äußerlich – Unversehrten ihre Knochen hingehalten? Die Antwort gibt das Gestammel der Ministerin: Für nichts und wieder nichts. In der Person Annegret Kramp-Karrenbauer, die privatim bestimmt eine nette Frau ist, wird das staatspolitische Elend greifbar. Für das Ministeramt, das wie kein anderes für die Staatsräson, die Sicherheit und Selbstbehauptung des Landes steht, besitzt sie weder politisch, fachlich noch intellektuell auch nur den Hauch einer Befähigung.

Ihre Berufung entsprang – wie schon die ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen, der zu Afghanistan bloß einfiel: „Die Grundbotschaft muß sein: Wir bleiben!“ – absolut sachfremden Motiven. Beide galten als mögliche Merkel-Nachfolgerinnen. Vielleicht wollte die Kanzlerin ihnen die Chance eines Befähigungsnachweises einräumen. Vielleicht erhoffte sie auch das Gegenteil.

Für Soldaten und Offiziere sind derartige Personalien und Entscheidungen, die aufgrund innerparteilicher Machtspiele und egoistischer Karriereplanungen zustande kommen, eine gravierende Demütigung. Sie stellen überhaupt den Sinn des Soldatseins in Frage. Es sind Symptome der Dekadenz eines Staates, der über keine eigenständigen sicherheits- und geopolitischen Vorstellungen verfügt. Die Deutschen zogen als Vasallen nach Afghanistan, und als solche zogen sie wieder ab.

Verantwortungsvolle Politiker würden über einen strategischen Neustart nachdenken. Soviel hatte sogar Kramp-Karrenbauer verstanden, daß es „einfach von Anfang an so nicht realistisch“ gewesen sei, aus Afghanistan „einen modernen Staat im Sinne des europäischen Levels“ machen zu wollen und man daraus „eine Lehre (…) für die weiteren Einsätze“ ziehen müsse.

Ein paar Tage später, als sie nach dem Tod und der Verwundung mehrerer Bundeswehrsoldaten in Mali gefragt wurde, ob der Einsatz in der Wüste nicht auf den Prüfstand gehöre, erwiderte sie in der ihr eigenen Unbedarftheit: „Nein (…) unsere Arbeit dort ist wichtig für diesen Versöhnungsprozeß“ im Land, für den „Transitionsprozeß hin zu einer demokratisch gewählten Regierung“. Zudem könne es „nicht im europäischen, auch nicht im deutschen Interesse sein, daß wir in der Sahelzone eine Region haben, die komplett instabil wird und die komplett Terroristen und kriminellen Gruppen anheimfällt“.

Wiederholt hat der Völkermordforscher Gunnar Heinsohn darauf hingewiesen, daß die religiösen und politischen Motive für die Konflikte und Bürgerkriege in der Dritten Welt bloß vorgeschoben sind und es sich um Positionskämpfe überzähliger Söhne handelt. In Mali ist die Bevölkerungszahl seit 2010 um mehr als 30 Prozent gestiegen. Die Ordnungskriege, die der Westen führt, sind chancenlos, weil westliche Einzelsöhne gegen das demographische Potential der zweiten, dritten, vierten Söhne antreten müssen, ihnen der volle Einsatz der waffentechnischen Möglichkeiten aber aus ethischen Gründen verwehrt ist.

In Mali ist die Bundeswehr auf Drängen Frankreichs präsent, das dort wirtschaftliche Interessen hat. So liegen rund um Nordmali viele der von Frankreich ausgebeuteten Uranminen. Der staatliche französische Atomkonzern Areva fördert Uran im Nachbarland Niger, das die französischen Atomkraftwerke versorgt. Die Bundeswehr hilft mithin, den Franzosen eine Energieform zu sichern, die zu Hause als Teufelszeug gilt. Und während sie offiziell den Terrorimport und Flüchtlingsströme an der Quelle verhindert, sorgen die Politik der offenen Grenzen und die sogenannte Seenotrettung dafür, daß beiden eine riesige Hintertür offensteht.

Die Politik versetzt die Soldaten in eine Situation der zynischen Dissonanz. Von ihnen werden außer fachlich-technischen Fähigkeiten heroisches Verhalten und heldische Tugenden erwartet: Extreme Risikobereitschaft, Tapferkeit, Selbstlosigkeit, die Orientierung auf ein kollektives Gelingen sowie die Fähigkeit, sich unterzuordnen und Disziplin zu halten. Sie sollen äußerstenfalls bereit sein zum Opfer für eine Sache, die ihr Selbst übersteigt. Was kann das noch sein, nachdem Gott tot ist und die eigene Nation zum Unwert erklärt wurde?

Es sind die „Werte“, die „westlichen“, zum Beispiel „die Menschenrechte“, für die sie bereit sein sollen zu sterben. Diese Werte konkretisieren sich nach Ansicht unserer Politiker eben auch in den muslimischen „Frauen (…) in höchsten Ämtern, bei Gerichten oder anderen Funktionen“. Der Wertekanon erweist sich im Ernstfall als ein Konglomerat aus Hybris, Weltfremdheit, humanitaristischer Verblendung und Unterwürfigkeit gegenüber Fremdinteressen.

Angehörige heroischer Gemeinschaften, die dennoch bereit sind, sich für das Allgemeinwohl in die Schanze zu werfen und – wie es im Fahneneid heißt – „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer (…) verteidigen“ zu wollen, werden in die perverse Lage versetzt, am Hindukusch und anderswo für eine Politik den Kopf hinzuhalten, die den Hindukusch nach Deutschland verpflanzt und  – Stichwort Messerstecher – potentiell geeignet ist, die eigene Familie zu gefährden.

Die Dissonanz wächst sich zur Schizophrenie aus, wenn die heroische Haltung, die Soldaten abverlangt wird, von der postheroischen Gesellschaft verhöhnt, angefeindet und staatlicherseits zum Verdachtsfall erklärt wird. Im Jahresbericht der neuen – gleichfalls ohne Sachkenntnis, aufgrund einer parteiinternen Rochade ins Amt gelangten – Wehrbeauftragten des Bundestages, Eva Högl (SPD), rangiert das Thema Rechtsextremismus weit vor den Material- und Ausstattungsproblemen der Truppe.

Der „Kampf gegen Rechts“ hat unter von der Leyen und Kramp-Karrenbauer auch das Kommando Spezialkräfte (KSK) ereilt, eine Eliteeinheit der Bundeswehr, die zur Geiselbefreiung, zur Festsetzung von Kriegsverbrechern oder Terroristen ausgebildet wird. Der Titel „Elite“ steht in dem Fall für nachprüfbare Qualität. Das KSK arbeite nur noch „auf Bewährung“, drohte die Verteidigungsministerin im Sommer 2020 und kündigte nach dem Bekanntwerden einiger rechtsextremistischer Verdachtsfälle an, mit dem „eisernen Besen“ durch den Verband zu kehren.

Nun ist „rechts“ heute das Synonym für Realitätssinn und den gesunden Menschenverstand. Wer als Elitesoldat gegen Terrorismus, Islamismus, Geiselnahmen im Einsatz ist, sammelt Erfahrungen, die das Vokabular multireligiöser, antirassistischer und „woker“ Stuhlkreise als das Gelalle von Anstaltsinsassen erscheinen lassen.

Wer in der Gefahr lebt, in der Wüste auf Minen zu treten oder einem Selbstmordanschlag zum Opfer zu fallen, der kann Diskussionen über Diversity und Gender nicht ernst nehmen und findet die Asylpolitik verantwortungslos. Das führt zu kognitiven Dissonanzen und Frustrationen, die sich im Schutz eines elitären Korpsgeistes und in internen Chatgruppen entladen. Wird dieses Elitebewußtsein auf den Geist der sogenannten Zivilgesellschaft heruntergebrochen, schlachtet Deutschland „seine letzten Idealisten“, wie ein KSK-Angehöriger gegenüber der Welt im Schutz der Anonymität sagte.

Die postheroische Zivilgesellschaft rühmt sich, vordemokratisches Heldentum durch aufgeklärte Zivilcourage ersetzt zu haben. In der Realität bedeutet Zivilcourage, stets den stärkeren Bataillonen zu folgen, sich dabei lärmend als Avantgarde aufzuspielen und stets auf den eigenen sozialen Profit zu schielen. Kommt es hart auf hart, nehmen die Mitläufer Reißaus.

Idealisten mit der Bereitschaft zum Heroismus aber müssen sich die Frage vorlegen, ob sie sich den Einsatz für einen Staat, der sich selbst verneint und sie bei erstbester Gelegenheit verheizt, noch zumuten wollen. Der greise Altkanzler Helmut Schmidt wandte sich am 20. Juli 2008 an die „(lieben) junge(n) Soldaten“, die zur Rekrutenvereidigung vor dem Reichstagsgebäude angetreten waren, mit der Versicherung: „Ihr müßt wissen: Euer Dienst kann auch Risiken und Gefahren umfassen. Aber ihr könnt euch darauf verlassen: Dieser Staat wird euch nicht mißbrauchen.“ Könnte er diese Worte heute guten Gewissens wiederholen?

Nun sollen die Afghanistan-Veteranen doch noch eine offizielle Würdigung vor dem Reichstag erfahren. Auch der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck findet das gut, denn: „Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Es ist der Bundestag, der über die Einsätze entscheidet, in denen die Soldatinnen und Soldaten ihr Leben riskieren, weil Deutschland seine Verantwortung in der Welt wahrnimmt.“ Läßt man die Leerformel „Verantwortung“ weg, dann hat Habeck recht. Im Reichstagsgebäude hat der Bundestag den sinnlosen Einsatz beschlossen und wieder und wieder bestätigt. Um die Beteiligten angemessen zu würdigen, müßten die Soldaten den Politikern den Rücken zudrehen.    Hinz

Die #GebärstreikVerena tut sich wieder hervor

 

Die Gunst der Stunde nutzend. Denn die Ansicht, dass der Regen eine direkte Folge des Klimawandels ist, wird gerade mächtig vorangetrieben. Birgit Kelle lässt es aber nicht unkommentiert geschehen.

Freitag, 30. Juli 2021

Die Würzburger Tagespost teilt mit


Die mediale Inszenierung von Politik ist überlebenswichtig. Als Gerhard Schröder 2002 in Gummistiefeln durch das Elbhochwasser schritt, hatte das mehr Auswirkungen auf den Wahlausgang als jeder Programmparteitag, den die SPD hätte veranstalten können. Parteistrategen wissen das, und so ist die aktuelle Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz nicht nur Nahkampfgebiet für THW, Feuerwehr und unzählige ehrenamtliche Helfer, sondern auch für ambitionierte Politiker angesichts der nahenden Bundestagswahl. Es menschelt knietief im Hochwasser. Betroffenheit zu inszenieren, ist jetzt ganz wichtig. Bedeutungsschwangere Mienen sind besonders hoch im Kurs.

Ich wage die These, den betroffenen Bewohnern wären schnelle Gelder wichtiger. Außerdem haben sie gerade nicht nur kein Haus, kein Wasser und keinen Strom, sondern auch kein WLAN, um im Internet mitzuverfolgen, ob und unter welchen Bedingungen sie sich von welchen Helfern retten lassen sollen. Gerade entdeckte die ARD ein paar rechtsradikale „Querdenker“, die in der Eifel mit anpacken. Gut, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk die guten und die bösen Helfer sortiert. Nicht auszudenken, wenn da jemand von einem Nazi aus der Flut gerettet wird. Ein Gesinnungsschnelltest an den Zufahrtsstraßen zum Katastrophengebiet wäre sicher hilfreich. Politische Hinterbänkler inszenieren sich derweil mit Sandsack in der Hand. Foto für Instagram nicht vergessen!

„Hand in Hand, ein Foto bewegt“, kommentierte bedeutungsschwanger die Tageszeitung „Die Welt“, angesichts von Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die in Trauerflor gekleidet Hand in Hand theatralisch das Krisengebiet durchschreiten. Zwei Landesmütter in tiefer Sorge vereint. Fast kann man Tränen der Rührung aus dem Bildrand tropfen sehen. Es scheint trotz vieler Journalisten und unzähliger Kameras vor Ort für die bundesweite Berichterstattung nur dies einzige Bild zu geben, sonst würde medial sicher auch ein anders genutzt?

Wir schalten um zu NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Von seinem mehrstündigen Besuch im selben Hochwasser an der Seite von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier scheint es auch nur ein einziges Bild zu geben: jenes, wo er im Hintergrund mit jemandem scherzt und lacht. Er lacht! Welch Skandal! Nicht kanzlertauglich! Der Twitter-Mob hat geurteilt und fordert sofort #LaschetRücktritt, denn #LaschetLacht.

Es existiert ein ähnliches Lach-Bild mit Steinmeier, das wiederum interessiert keinen, denn der ist auch kein Kanzlerkandidat. Wenigstens hat er Glück, dass ihm kein Nazi ins Bild gelaufen ist oder um ein spontanes Selfie bat. Dieses Fettnäpfchen erledigt gerade wieder einmal Philipp Amthor von der CDU als willkommenen Ansatzpunkt einer Skandalisierung im Netz. Weiß eigentlich jemand, was aus dem Flüchtling wurde, dessen Selfie mit Kanzlerin Merkel um die Welt ging? Hoffentlich ist er vorbildlich integriert.

Die mediale Inszenierung ist nie neutral, sie hat immer ein Ziel. Wählerstimmen, Selbstinszenierung, Demontage oder schnöde Umsatzzahlen. Die Diktatoren dieser Welt wissen das – genauso gut wie die Deutsche Presse Agentur oder die Parteizentralen. Wir wollen authentische Politiker, nahbare Menschen, gleichzeitig macht es der mediale Betrieb so schwer für Politiker, unter der Beobachtung ständig präsenter Kameras wirklich Mensch zu sein.

Von einem Donald Trump existieren in deutschen Medien nahezu nur Bilder mit fratzenhaften Gesichtsausdrücken. SPD-Vorsitzende Saskia Esken bewirbt sich auf jedem Bild ganz unfreiwillig als Hauptdarstellerin für russische Agentenfilme. Baerbock sieht immer niedlich und sympathisch aus. Habeck scheint dauerhaft auf einem Ponyhof zu leben. Merkel besitzt nur einen Gesichtsausdruck.

Aber kein Foto mit den Angehörigen der Opfer des islamistischen Messerattentäters kürzlich in Würzburg. So, wie ein Bild als Symbol um die Welt gehen kann, ist ein fehlendes Bild auch eine Aussage. „Bitte da drüben in die Sonne“, arrangiert derweil in Bad Münstereifel ein Fotograf Merkel und Laschet vor einem Trümmerfeld. Keiner lacht diesmal. Lektion gelernt.   Tagespost

 

Was israelische Leser über Joseph Schuster und den mit 13 Millionen € von der Regierung bezahlten "Zentralrat" der Juden denken

»Ich denke, das A und O in einem neu zusammengesetzten Parlament ist, dass es einen klaren Konsens der demokratischen Parteien gibt, sich zwar politisch mit der AfD auseinanderzusetzen, aber eine irgendwie geartete Zusammenarbeit von vornherein klar auszuschließen«, sagte Joseph Schuster, Vorsitzender des regierungsfinanzierten »Zentralrats der Juden« der Neuen Osnabrücker Zeitung. »Das ist auch das, was letztendlich jüdisches Leben ermöglicht."

Leser von Israel National News reagierten mit teils heftiger Ablehnung auf den wahlkampfpolitischen Vorstoß des Vorsitzenden des »Zentralrats«:

»Die AfD ist nicht antisemitisch, und es sind genau solche Aussagen, die den Antisemitismus weiter befeuern. Viele Menschen haben viel in den Antisemitismus investiert, und verdienen damit viel Geld und große Gehälter. Ich wette, dieser deutsche jüdische Sprecher verdient ein nettes Sümmchen damit, den Antisemitismus zu befeuern.«

»Schuster ist ein weiterer Versager als Anführer – er folgt blind der Regierung, die seinem Zentralrat 13 Mio. Euro im Jahr bezahlt. Die AfD ist nicht antisemitisch – sie hat Antisemiten ausgeschlossen. Es gibt auch in der CDU/CSU, Grüne, SPD und Linke Antisemiten, aber die werden nie hinausgeworfen wie bei der AfD. Schuster muss nur etwas sagen, um relevant zu bleiben.«

»Unter der 'Führung‘ des Dr. Schuster und dieser Bundesregierung nimmt der Antisemitismus jedes Jahr in Deutschland zu. Unter dieser Bundesregierung stimmt Deutschland bei der UNO fast immer gegen Israel. Unter dieser Bundesregierung nannte der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel Israel einen Apartheidsstaat. Vor kurzem besuchte Bundespräsident Steinmeier Israel in Begleitung eines Exil-Israelischen Professors in seiner offiziellen Delegation, der nach dem Untergang Israels ruft – und traf sich nicht mit Netanjahu. Schusters Zentralrat bekommt 13 Mio. Euro im Jahr von dieser Bundesregierung. Das sagt alles!«

Bei seiner Rede zur AfD im Bundestag am 24.6.2021 wies der deutsch-israelische Schriftsteller Chaim Noll darauf hin, dass es in keinem anderen Land der Welt einen sogenannten »Zentralrat der Juden« gebe: »Der Zentralrat ist eine beispiellose Einrichtung, die es in anderen Ländern nicht gibt, und die auch im Judentum unbekannt ist. Das ist eine von der Bundesregierung finanzierte, staatliche Institution, zur Verwaltung der Juden des Landes. Das gibt es sonst nirgendwo. Das ist die eigentliche Tragik der Juden in Deutschland, dass Sie hier diesem Regime unterworfen sind. In anderen Ländern sind die jüdischen Gemeinden autonom.«   FW

 

"...das politische Gemächt hochgeschnürt."

Pressestimmen 

Wie man einen Walzer mit großen Schritten tanzt

Es gibt in der Geschichtswissenschaft – dieser Begriff ist ein Oxymoron, ich weiß – bekanntlich Fragen, die von Tabus umstellt sind. Die Existenz historischer Tabus hat immer und ausschließlich mit politischen Machtansprüchen in der jeweiligen Gegenwart zu tun. Solche Denkbeschränkungen haben also keinerlei Anspruch auf Dignität; sie zu attackieren ist die Pflicht jedes Geistesmenschen. In diesem Sinne ist ein revisionistischer Historiker ein weißer Schimmel – das Gegenteil wäre der Staats- oder Kirchenhistoriker. Da die meisten Professoren Staatsbeamte sind bzw. vom Staat finanziert werden, vertreten auch die meisten Geschichtsprofessoren die in ihrem Fach politisch erwünschten Positionen. Wenn es dort Tabus gibt, werden sie mehrheitlich nicht daran rühren, denn das brächte nur Ärger. Allerdings schützt nicht notwendig jedes Tabu eine Legende oder eine Mythe; es kann auch eine Wahrheit schützen, so wie gewisse Wahrheiten „rassistisch” sein können und Diktatoren im Recht. Jedenfalls dürfte es auf Erden nur wenige Länder geben, in denen tabulos über sämtliche historischen Fragen diskutiert werden kann, irgendein staatstragender Mythos war und ist immer gefährdet.

Alle Tabus im besten Deutschland, das es je gab, hängen mit dem Dritten Reich zusammen. Dessen Überführung aus der Historiografie in die Dämonologie ist hierzulande halbwegs abgeschlossen. Das heißt, die Nationalsozialisten dürfen niemals, mit keiner ihrer Handlungen und auch nicht im abseitigsten Detail, im Recht gewesen sein, denn das würde ihre Verbrechen relativieren, wie das etablierte Eselswort heißt. Vor diesem Hintergrund muss man auch die Diskussion über die sogenannte Präventivkriegsthese betrachten, also die Frage, ob Hitler im Juni 1941 Stalin mit seinem Angriff nur zuvorkam.

Zuletzt hat sich Wladimir Putin zu diesem Thema geäußert, und zwar ungefähr so, wie sich ein KPdSU-Generalsekretär dazu hätte äußern können: Die Sowjetunion trage, erstens, keine Mitschuld am Ausbruch des Weltkrieges, den sie, zweitens, praktisch im Alleingang gewonnen habe. Putin hat den Sieg der Roten Armee über die Wehrmacht zur entscheidenden identitätsstiftenden Tat für das neue Russland erkoren, worin er sich nicht sonderlich von seinen kommunistischen Amtsvorgängern unterscheidet. Den Kommunismus selber hat er allerdings verabschiedet. Wie der Historiker Jörg Baberowski einmal sagte, hat der Kreml-Chef ein Land übernommen, das in Täter und Opfer des Kommunismus geteilt war, und die Chance zur Herstellung der inneren Einheit darin erblickt, alle gemeinsam zu Siegern über Nazideutschland zu erklären. Kollektiv Sieger zu sein ist ein Angebot, das sich schwer ablehnen lässt. Ein spiegelverkehrter Prozess lief bekanntlich im wiedervereinigten Deutschland ab, dessen Gründungsmythos nach dem Willen u.a. des Hl. Joschka und seines Ordens vom schuldhaften Deutschsein Auschwitz heißt und dessen gesamte Mentalität vom Zusammenbruch 1945 geprägt ist (die 68er hätten ihre Väter vergöttert, wenn sie den Krieg gewonnen hätten).

Bevor ich noch weiter abschweife, zur Sache. Vor vier Tagen fand in Schnellroda eine Podiumsdiskussion zwischen dem AfD-Europaabgeordneten Maximilian Krah und dem Historiker Stefan Scheil statt, in der das Thema kontrovers – tatsächlich kontrovers – diskutiert wurde. Hier treffen zwei Diskutanten aufeinander, von denen der eine sich für meine Begriffe zu sehr die russische Position zu eigen macht, während der andere in Bezug auf Hitler und die Seinen die Grenze zwischen Verstehen und Verständnis – ich könnte auch sagen: Exkulpation – verwischt. Aber es ist ein interessanter, freier Dialog, und allein deswegen hörenswert.

Die Veranstaltung stand unter dem plakativen Motto: „1941 – Präventivkrieg oder Überfall”. Ein Überfall war das Unternehmen „Barbarossa” keineswegs; wenn zwei hochgerüstete Riesenarmeen gegeneinander aufmarschiert sind, kann diejenige, die mit den Kampfhandlungen beginnt, die andere Seite schwerlich überfallen. Überfallen kann man auf Staatsebene nur einen unvorbereiteten Gegner. Der „Überfall” war ein Angriff. Aber ein Präventivkrieg?

Die Sache mit dem Präventivkrieg hat zunächst eine triviale Seite. Nahezu jeder Angriff eines Staates auf einen anderen wurde im Nachhinein als Präventivschlag verkauft, also als Versuch, dem Gegner zuvorzukommen. (Sogar das Imperium Romanum ist eigentlich nur entstanden, weil die Römer ihre Grenzen sichern wollten.) Nach diesem Muster hätte Stalin, wenn er 1941 angegriffen hätte, einen Präventivkrieg geführt. So hatte es ihm Marschall Schukow in seinem Memorandum vom 15. Mai 1941 ja auch vorgeschlagen: Wir müssen Hitler zuvorkommen. Wörtlich: „Wenn man in Betracht zieht, dass Deutschland sein Heer mit eingerichteten Rückwärtigen Diensten mobil gemacht hält, so kann es uns beim Aufmarsch zuvorkommen und einen Überraschungsschlag führen. Um dies zu verhindern und die deutsche Armee zu zerschlagen, erachte ich es für notwendig, dem deutschen Kommando unter keinen Umständen die Initiative zu überlassen, dem Gegner beim Aufmarsch zuvorzukommen und das deutsche Herr dann anzugreifen, wenn es sich im Aufmarschstadium befindet, noch keine Front aufbauen und das Gefecht der verbundenen Waffen noch nicht organisieren kann.”

Wenn man weit genug vom Panoramagemälde des Zweiten Weltkriegs zurücktritt, wenn man gewissermaßen vom Mars auf die Erde blickt und zugleich einen größeren Zeitraum als nur den Sommer 1941 ins Auge fasst, dann führte Hitler gegen Stalin einen Präventivkrieg, weil er eben derjenige war, der als erster angriff. Die beiden großen Ideologiestaaten des 20. Jahrhunderts mussten irgendwann aufeinderstoßen, und einer hatte den Anfang zu machen. Egal, wer von beiden diesen Anfang machte, er kam dem anderen zuvor. Wir drehen uns im Kreise einer wechselseitigen Tautologie. Hat der Begriff Präventivkrieg dann noch einen Sinn?

Um die Frage einzuschränken, muss sie lauten: Führte Hitler auch subjektiv einen Präventivkrieg? War er sich dieser Tatsache bewusst? Oder führte er sozusagen einen unbewussten Präventivkrieg?

Der Feldzug gegen die Sowjetunion werde ein „Sandkastenspiel”, frohlockte der deutsche Führer vor dem Angriff; die Rote Armee sei ein „Witz”. Alfred Jodl ließ seinem Stab ausrichten, „nur das für den Sommer nötige Gepäck” mitzunehmen, bis Herbst sei man „bestimmt wieder zurück”. „Der Bolschewismus wird wie ein Kartenhaus zusammenbrechen”, notierte Joseph Goebbels in sein Tagebuch. Die Russen würden „überrannt wie bisher kein Volk”. In der Nacht vor Beginn des „Sandkastenspiels” schien Hitler indes eine Ahnung zu beschleichen. Ihm sei zumute, sagte er, als würde er „die Tür zu einem dunklen, nie gesehenen Raum” aufstoßen, „ohne zu wissen, was sich dahinter befindet”. Spricht so jemand, der präventiv zu handeln meint? Der Unwille der Nazi-Führung, zwischen einem Krieg gegen den Bolschewismus und einem Krieg gegen die „slawischen Untermenschen” zu unterscheiden – also einen antikommunistischen Befreiungskrieg auszulösen und so das Sowjetreich zum Einsturz zu bringen –, spricht ebenfalls gegen die Präventivkriegsthese.

Mit der Hybris auf seiten der Nationalsozialisten korrespondierte eine verblüffende Unkenntnis der Kräfte des Gegners. Die Wehrmacht war sowohl überrascht von der enormen Zahl als auch von der Qualität der sowjetischen Waffen. Schwere Panzer wie den T 34 oder den Kliment Woroschilow (KW) besaßen die Angreifer nicht. Heinz Guderian schreibt in seinen Erinnerungen, dass Hitler noch im Frühjahr 1941 einer russischen Offizierskommission gestattet habe, die deutschen Panzerschulen und Panzerfabriken zu besichtigen, und die Russen angesichts des Panzers IV nicht glauben wollten, „daß dieser unseren schwersten Typ darstellte. Sie erklärten immer wieder, wir verheimlichten ihnen unsere neuesten Konstruktionen, deren Vorführung ihnen Hitler zugesagt habe.” Hitler selber hat beteuert, dass ihm der Entschluss, die UdSSR anzugreifen, weit schwerer gefallen wäre, wenn er gewusst hätte, auf welchen Gegner er sich einließ.

Auf den rationalen Kern zusammengeschmolzen und von ideologischem Tamtam befreit, bleibt von der sogenannten Präventivkriegsthese die Frage übrig: Plante Stalin einen Krieg, und wenn ja, mit welchen Zielen? Stalin war ein Fuchs, verschlagen, schlau und argwöhnisch. Hitler war ein Hasardeur, er spielte immer va banque, und er war besessen von der Idee, dass er zu seinen Lebzeiten alle seine Ziele erreichen müsse. In diesem singulär egozentrischen Weltbild spielte präventives Handeln so wenig eine Rolle wie das Denken in traditionellen staatlichen Einflusssphären. Der Fuchs hat den Hasardeur bekanntlich besiegt. Ob er im Sommer 1941 bereits angriffsbereit war, steht dahin. Wie weit er vorstoßen wollte, ebenfalls. Dass er angreifen wollte, wenn sein deutscher Zwillingsbruder in einem Krieg im Westen gebunden sein würde, steht außer Zweifel. Stalin war das russische Volk so egal wie Hitler das deutsche. Aber den Selbstmord betrachtete der rote Massenmörder nicht als Option. Va banque hätte er nie gespielt.

Über all das sollte man frei diskutieren können. Leider scheint sich Wladimir Putin entschieden zu haben, dem deutschen Tabu-Gatter ein russisches Gegenstück beizugesellen.     MK

FAZ und Kretschmann

 Sie sind die Kinder Maos,

sie wollen nur das Chaos.



Wohin wird das noch führen?

Man kann von Glück sagen, wenn man in einer Epoche gelebt hat, in der sich die Dummheit keinen Weg gebahnt hat. Solche Epochen des Glücks sind wie ein klimatisches Optimum: selten.

Der Wunsch, totale Kontrolle über die Bürger einzurichten, greift immer mehr um sich. Wie immer seit 1945 sind es Linke, die sich dabei besonders hervortun und überall Gesslerhüte aufstellen. Wie immer argumentieren sie moralisch bzw. pseudomoralisch, denn diese Moralapostel haben keine Skrupel und haben nie ernsthaft über ethische Fragen nachgedacht.


Buschkowsky: Politik hat kriminelle Clans jahrelang gewähren lassen

Der ehemalige Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky, hat Politik und Behörden eine Mitschuld am kriminellen Treiben organisierter Großfamilien in der Hauptstadt gegeben. Diese hätten solche Strukturen groß werden lassen, sagte er der Bild-Zeitung. „Das ist doch immer schöngeredet worden.“

Anlaß für seine Kritik sind mehrere Verdachtsfälle von Corona-Abrechnungsbetrug in Berlin. Die Polizei ist am Mittwoch gegen 50 mutmaßliche Betrüger vorgegangen, die Corona-Testzentren betreiben und bei den Schnelltests wohl falsche Zahlen gemeldet haben, um mehr Geld zu kassieren.

„Sie sind da erfolgreich, wo der Staat nicht in der Lage ist, etwas organisiert auf die Beine zu stellen. Das Ergebnis sehen wir gerade wieder bei den betrügerischen Tests“, führte Buschkowksy aus. „Das riecht alles sehr nach organisierter Kriminalität, und die ist in Berlin in Händen von im Familienkreis organisierten Großfamilien. Und wenn es da den schnellen Euro zu kassieren und abzuzocken gilt, dann sind sie sofort bei der Stelle.“

Die Behörden wüßten über das Treiben solcher Familien Bescheid und kennen deren Namen. Die Clan-Netzwerke seien aber nicht mehr kontrollierbar. Die Sicherheitskräfte würden ihnen nur noch erfolglos hinterherrennen.  JF

Die drei Verdächtigen Migranten im Fall der Vergewaltigung einer Jugendlichen in Leer sind mit der ersten Flüchtlingswelle nach Deutschland gekommen. Die beiden Syrer im Alter von 18 und 20 Jahren sowie der 21jährige Iraker leben laut Informationen der Bild-Zeitung wohl seit 2015 in der Bundesrepublik.

Zudem habe die Zeitung erfahren, daß das Opfer erst 16 Jahre alt sei. Die drei Männer sollen sie vergangene Woche in eine Wohnung in der Leeraner Südstadt gelockt und sich an ihr vergangen haben.

Zunächst entschied der zuständige Haftrichter, daß die Verdächtigen nicht in Untersuchungshaft mußten, weil keine Fluchtgefahr bestehe. Nach einer erfolgreichen Beschwerde der Staatsanwaltschaft Aurich befinden sich die Männer nun aber doch hinter Gittern.

Die Migranten wohnten zum Zeitpunkt der Tat nicht in einer Flüchtlingsunterkunft, sondern in einer privaten Wohnsiedlung in der ostfriesischen Stadt. Dort lebten sie mit ihren Familien zusammen.

Kritik übte der ehemalige FDP-Fraktionschef im Landtag Nordrhein-Westfalen, Gerhard Papke. er sieht in der Tat die „brutale Realität gescheiterter Integrationspolitik“. Die mutmaßlichen Täter „waren sozial nicht isoliert. Alle wohnten bei ihren Familien. Offenbar hat ihnen dort niemand erklärt, daß Frauen kein Freiwild sind. Da hilft dann auch kein freundlicher Integrationskurs“, schrieb Papke auf Twitter.

 

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster hat entschieden, daß über Italien eingereiste Asylbewerber nicht ohne Weiteres in das EU-Land abgeschoben werden können. Es gab damit den Klagen zweier Afrikanern statt, die gegen die Ablehnung ihrer Anträge protestiert hatten.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, daß den Männern „für den Fall ihrer Rücküberstellung nach Italien die ernsthafte Gefahr einer unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung“ drohe. Denn unabhängig von ihrem Willen würden sie dort keine Unterkunft oder Arbeit finden können. So stehe ihnen in Italien kein Recht auf eine Unterbringung mehr zur.

Zuvor hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihre Bitten um Asyl mit der Begründung abgelehnt, die italienischen Behörden seien für den Somalier und den Malier zuständig. Nach geltendem EU-Recht und dem Dublin-Verfahren bearbeitet das Land die Asylverfahren, in dem die Migranten in die Europäische Union einreisen.

Im Januar hatte das Oberverwaltungsgericht bereits entschieden, daß Asylbewerber derzeit nicht nach Griechenland abgeschoben werden dürfen. Die Richter argumentierten damals auch mit der Gefahr einer „unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung“ vor Ort.    JF

Die Leipziger Polizei hat eine Belohnung von 90.000 Euro für Informationen aus der Bevölkerung zur Ergreifung linksextremer Gewalttäter ausgesetzt. In der Silvesternacht 2019/2020 hatten im Stadtteil Connewitz zwei bislang Unbekannte zwei Polizisten angegriffen und unter anderem gegen den Kopf getreten.

Nach Angaben der Polizei mußte einer der Beamten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und operiert werden. Die Leipziger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes in zwei Fällen. Für den Geldbetrag kommt das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamts Sachsen auf.

In der Silvesternacht vor eineinhalb Jahren hatte es gewalttätige Ausschreitungen gegen Polizeibeamte in dem Stadtteil gegeben, in dem Linksextreme immer wieder randalieren. Der Bezirk gilt als Szene-Hochburg. Neben dem schwer verletzten 38jährigen wurden drei weitere Polizisten leicht verletzt. Die Polizei berichtete von einer Gruppe von 1.000 Feiernden, aus der heraus ein „brennender Einkaufswagen in eine Einheit“ geschoben worden sei. Außerdem seien die Einsatzkräfte „massiv mit Pyrotechnik“ beschossen worden.

Während der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) von „gezielten Angriffen auf Menschen“ sprach, die es gerichtlich zu verfolgen gelte, klagte die Landtagsabgeordnete der Linkspartei Julia Nagel über „ekelhafte Polizeigewalt“. Im September vergangenen Jahres hatte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, den Linksextremen in Connewitz „das Handwerk zu legen“.     JF