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Sonntag, 22. März 2015

Das Märchen von der Unschädlichkeit

Immer noch gibt es leider Leute, die Haschisch legalisieren wollen, obwohl die Argumente des unsäglichen Günter Amendt als längst widerlegt angesehen werden sollten. 

Das einzige Argument für eine Legalisierung könnte darin bestehen, dass es seit etwa 10 Jahren eine genetisch modifizierte Variante von Cannabis sativa gibt, deren Wirkung sehr viel stärker ist und seitdem nicht nur mit Strichnin und Fingernägeln verlängertes Haschisch gefährlich ist, sondern auch ganz normales, womöglich selbst angebautes "natürliches" "Gras"... Durch Legalisierung könnte diese Gefahr vermieden werden. Man könnte das Kraut wie Kamille mit standartisierter Konzentration der Wirkstoffe in der Apotheke oder bei LIDL kaufen. Ich glaube aber, dass die Zielgruppe sich das illegale Zeugs dann erst recht reindrehen würde. Ich kann zwar nicht beweisen, dass das so ist, und dass mein - zugegeben irrationaler - Riecher unfehlbar ist, aber das beeindruckt mich wenig.

Ich halte ein striktes Verbot und die dazu gehörende Dämonisierung für den besseren Weg und schlage daher vor, statt Haschisch zu legalisieren, die Dealer öffentlich auszupeitschen, wenn schon etwas geändert werden soll.

(Ich mache natürlich nur Spaß. Aber alle, die nicht glauben, dass Grausamkeit wirkungsvoll sein kann, weil angeblich sogar bewiesen sei, dass Abschreckung sowieso nicht funktioniere, seien auf Gary Becker verwiesen, der dieses Märchen bisher als einziger mal unter die Lupe genommen hat)

Was den immer wieder vorgebrachten Hinweis angeht, es stürben in Deutschland mehr Leute an Alkohol als an Haschisch, so ist folgendes zu bedenken:

1. Jede Kultur hat IHR Laster, keine will die der anderen rückhaltlos übernehmen, keine will aber auch auf IHR traditionelles Laster verzichten; was ihr gutes Recht ist! 
2. Das unter "erstens" genannte Argument ist ein Beispiel für gesunden Menschenverstand. Die Argumente der Befürworter dagegen sind blinder Rationalismus, der nicht nur wie ein Schlag ins gesunde Bauchgefühl ist, sondern vor allem unfähig, fatale Folgewirkungen einer vielleicht gut gemeinten und subjektiv als gut empfundenen Absicht einzuschätzen. Das hatten wir schon mal: der Hedonismus der 70-er Jahre führte zur Explosion des Pädophilismus, der - wie immer wenn irgendwo gute Sitten zum Einsturz gebracht werden - besonders dort zum exzessiven Sittenverfall führen, wo einst die guten Bräuche besonders sittsam gefördert worden waren, und den wir so schnell leider auch nicht wieder loswerden werden. 

Es ist dies das alte Problem das man mit den Schreibtischtätern hat, die am Reißbrett den Neuen Menschen erfinden wollen und sich Verwirklichbare Utopien ausdenken, die "real existieren" sollen, durch die am Ende aber nur das, was vorher nur ein Tal der Tränen war, in die Hölle auf Erden verwandelt wird; weil es der Natur des Menschen zuwiderläuft.
3. Wer Hasch legalisiert haben will, hat meistens keine Kinder und ist selber unreif.

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