Stationen

Mittwoch, 19. Januar 2022

Was man noch lesen kann

 

"Wenn man nur die Alten liest, ist man sicher, immer neu zu bleiben." Marie von Ebner-Eschenbach


"Die zeitgenössische Literatur ist zu jeder Zeit der schlimmste Feind der Kultur.
Der gehetzte Leser verschwendet seine Zeit damit, tausend mittelmäßige Bücher zu lesen, die seinen kritischen Sinn verderben und seine literarische Sensibilität verstümmeln."    Nicolás Gómez Dávila
 
"Es gibt doch keine größere Erquickung für den Geist als die Lektüre der alten Klassiker: sobald man irgendeinen von ihnen, und wäre es auch nur auf eine halbe Stunde, in die Hand genommen hat, fühlt man alsbald sich erfrischt, erleichtert, gereinigt, erhoben und gestärkt; nicht anders als hätte man an der frischen Felsenquelle sich gelabt. Liegt dies an den alten Sprachen und ihrer Vollkommenheit? Oder an der Größe der Geister, deren Werke von den Jahrtausenden unversehrt und ungeschwächt bleiben? Vielleicht an beidem zusammen.
Dies aber weiß ich, daß, wenn, wie es jetzt droht (die Barbaren sind schon da; die Vandalen werden nicht ausbleiben), die Erlernung der alten Sprachen einmal aufhören sollte, dann eine neue Literatur kommen wird, bestehend aus so barbarischem, plattem und nichtswürdigem Geschreibe, wie es noch gar nicht dagewesen."  Arthur Schopenhauer: 'Parerga und Paralipomena', § 296
 
Mittlerweile kann die einstige deutsche Sprache, die, so Schopenhauer, "doch einige der Vollkommenheiten der alten besitzt", also die Sprache Goethes, Kleists, Schopenhauers, Stifters, Thomas Manns, Ernst Jüngers, auch zu diesen alten gerechnet werden.

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