Stationen

Sonntag, 14. Juli 2019

Was ich alles hasse




Hinzuzufügen wäre, dass ich an den Deutschen hasse, dass und wie sie ihre Klassiker (zu Gunsten von Böll, Kafka, Brecht, Benn, Handke, Scheck und Habeck) verhöhnen.
Mehr als diese Verherrlichung des progressiven Nichts verachte ich nur die konservativen Versager, die Goethe so zitieren, als seien seine Worte in Wirklichkeit von Wilhelm Busch und umgekehrt.
Hinzuzufügen wäre auch, dass nicht nur Goethes, sondern auch Ernst Jüngers Werk von Mediterraneität durchdrungen ist. Auch bei Joachim Fest und Klonovsky ist sie zu finden.

Bei Dirk Schümer und Volker Schaub jedoch nicht. Auch Martin Mosebach ist diesbezüglich merkwürdig unbeholfen. Giovanni Di Lorenzo ist von Italien und dem deutschen Italienbild gleichermaßen überfordert, und Markus Lanz nicht einmal das.


Hoch lebe Italien, wo Roberto Benigni Tausende Menschen vor dem Dante-Denkmal auf der Piazza Santa Croce versammelt, um ihnen Dante aus- und inwendig (by heart) zeitgemäß, unzeitgemäß und zeitlos vorzutragen. Die Italiener brauchen keine Identitäre Bewegung, weil sie bis aufs Mark identitär sind. Von Süd bis Nord und von Kopf bis Fuß und von Stiefel bis Herz. Und sie halten, trotz aller Wirrungen des Zeitgeists, die den Anschein erwecken könnten, Italien sei genauso a.A. wie Deutschland, die Familie hoch.

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