Stationen

Mittwoch, 10. April 2019

Mephisto könnte nicht teuflischer sein als die Frau ohne Eigenschaften

So manch ein Anhänger der konservativen Parteien in Europa mag heute gejubelt haben. In Mailand trafen sich Salvini und Meuthen, auch Finnen und Dänen waren vor Ort, andere zukünftige Partner waren immerhin mit Grüßen zugegen: Franzosen, Ungarn sicher, vielleicht auch Polen und Tschechen. Der Traum einer geeinten, starken, europakritischen Fraktion nimmt offenbar Gestalt an.

Damit wäre der Durchmarsch des EVP-Kandidaten Weber keineswegs mehr sicher, denn die EVP verlöre den Status als stärkste Fraktion im Europaparlament. Und dann?
Dann würde die Suche beginnen, eine Suche nach einer Allparteien-Koalition im vermeintlichen Kampf gegen RÄCHTS. Deswegen all die aufgeblasenen europäischen Schicksalsfragen. Alle alternativlos. Und damit natürlich die Suche nach einem Kandidaten, der von Sozialisten, Linken, Liberalen und Grünen mitgetragen würde. Und der sich um das jetzige EU-ropa, so bunt, so vielfältig, verdient gemacht hat. 

Jemand, der das CSU-Mitglied Weber nicht wirklich unterstützt und auch bisher wenig unternommen hat, um Orban in der EVP zu halten. Weil man gerade politisch die Dinge eben „vom Ende her denken“ muss. Es ist kein Kandidat, es ist eine Kandidatin. Es ist die Stunde der Angela Merkel. Wir erinnern uns: ihre Maxime war und ist es immer wieder, das national Unlösbare auf die nächsthöhere Ebene zu verlagern und jedes von ihr verursachte Chaos durch ein noch größeres Chaos vergessen zu machen. Deutschland hätte sie los und die EU hätte sie „gewonnen“. Juncker könnte jubeln und die große Vorsitzende ihr Werk fortsetzen. Alle Projekte blieben an Bord: von Migration, Mobilität, Energie, Russlandsanktionen und was da noch kommen mag, auf dem Weg in die EUdSSR. Die „letzte Verteidigerin der freien Welt“.
Was für ein Plan!
Schau’n wir mal, dann seh‘n wir’s schon!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.