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Mittwoch, 28. März 2018

Staatlich organisierte Demonstration gegen ortsansässige Bürger, unterstützt von den Antifa-Liktoren

Nach den Demonstrationen in Kandel am vergangenen Samstag hat die Polizei schwere Vorwürfe gegen die sogenannte Antifa erhoben. Aus einer linksradikalen Demonstration heraus hatten Teilnehmer Beamte mit Knallkörpern beworfen und verletzt.
Entgegen ersten Meldungen seien nicht drei, sondern acht Polizisten verletzt worden, teilten Polizeivertreter laut der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in einer Zwischenbilanz in Ludwigshafen mit. Bislang gebe es 14 Anzeigen, elf gegen Anhänger des linken, drei gegen Personen des rechten Spektrums. Die Polizei habe eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, um weitere mögliche Straftaten aufzuklären.
„Wir waren am Einsatztag ein Stück weit überrascht von der Aggressivität, die von der Antifa ausgegangen ist“, sagte Abschnittsleiter Peter Landau von der Bereitschaftspolizei. Die Linksextremen hätten von Beginn an gegen Auflagen wie das Vermummungsverbot verstoßen und dann versucht, zu einer Demonstration gegen Masseneinwanderung vorzudringen.

Der stellvertretende Polizeipräsident Eberhard Weber sagte, man hoffe, daß sich die Situation mit Blick auf weitere Demonstrationen beruhige. „Aber valide einschätzen können wir das nicht.“ Obwohl das Präsidium in Ludwigshafen das zweitgrößte in Rheinland-Pfalz sei, könne es solche Einsätze wie in Kandel nicht alleine stemmen.

In Kandel waren am Samstag rund 2.000 Teilnehmer, darunter auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), einem Aufruf des Bündnisses „Wir sind Kandel“ gefolgt. Sie demonstrierten nach eigenen Angaben gegen Haß und Hetze. Gleichzeitig fanden sich rund 1.000 Personen zu einer Kundgebung der Initiative „Kandel ist überall“ ein. Zudem waren laut Polizei rund 250 bis 300 Linksextreme in dem 9.000 Einwohner großen Ort. Die AfD äußerte scharfe Kritik an der Teilnahme Dreyers.

Seit dem gewaltsamen Tod der 15 Jahre alten Mia V. in Kandel finden in dem Ort regelmäßig Demonstrationen von einwanderungskritischen Organisationen statt. Tatverdächtiger in dem Fall ist ein mutmaßlich volljähriger Flüchtling aus Afghanistan. Die nächste Demonstration ist für den 7. April angemeldet.   JF

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