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Donnerstag, 23. Januar 2020

Satire? Subversion? Salonfaschismus? Systemsadomasochismus?

Kaum zu glauben, aber Til Schweiger hat etwas Richtiges gesagt. Eigentlich war er in der gestrigen Ausgabe der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" zu Gast, um über seinen neuen Film "Die Hochzeit" zu sprechen, der am 23. Januar in den deutschen Kinos startet. Doch schon bald mischte sich der Schauspieler und Regisseur in das politische Gespräch zwischen dem Moderator und CDU-Politiker Carsten Linnemann ein. In der Sendung ging es unter anderem um die sozialen Medien und um den Journalismus in Deutschland.
Den Anstoß zur Debatte gab eine Nachricht, die Linnemann nachsagte, er verwehre Kindern, die kein Deutsch sprechen könnten, die Schule. "Das macht mich so wütend, wenn ich so eine Geschichte höre", so Schweiger. "Das wird dann medial so falsch dargestellt, und zwar bewusst. Das machen die ja extra. Die haben alle Abitur. Die können alle lesen." Weiter sagte der 56-Jährige: "Das kotzt mich so an in diesem Land".
Als Linnemann beschrieb, wie er bei einem darauffolgenden Interview besonders darauf achtete, was freigegeben werde, waren sich die beiden Männer darüber einig, dass man trotz des drohenden Shitstorms bei seiner Meinung bleiben müsse. "Du musst deiner Meinung treu bleiben und immer deine Meinung sagen, da fährst du am besten damit", so Schweiger - egal, welcher Gegenwind dann kommen würde. Er selbst habe damit Erfahrung: Er bekäme sehr viele Kommentare in den sozialen Medien. "Ich bin von linksradikal bis Nazi - bei mir ist alles dabei", lachte er.
Zuletzt erklärte Schweiger noch, dass er die CDU wählen würde, wenn Friedrich Merz Kanzlerkandidat wäre, "weil der spricht Tacheles." Dann fügte er hinzu: "Oder Bosbach. Den würde ich selber nach Berlin tragen."

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