Stationen

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Feigistisch

Eindrucksvoll poltert Hadmut Danisch seine Version des Erkenne die Lage! ins Land, nämlich:

"Wir werden seit Jahren in praktisch allen Gesellschaftsbereichen von durchgeknallten Ideologen manipuliert, eingeschüchtert, verändert, unter Druck gesetzt, in praktisch allen Verhaltensweisen beeinträchtigt. Nämlich den Feministen, Genderisten, Social Justice Warriorn, Politikern, Journalisten.
Wir dürfen keine nackten Frauen auf Werbungen mehr zeigen, müssen immer und überall Quoten einhalten, Pippi Langstrumpf umschreiben, dürfen dies und das nicht mehr sagen, nicht mehr auf separate Klos gehen, müssen * reden, alles doppelt sagen, und, und, und.
Und diese Ideologen, die sich im Besitz der überragenden Wahrheit wähnen, intellektuell nicht erreichbar sind, voll von Neid und Hass auf eine freie Spaßgesellschaft sind, weil sie in ihr krankes absurdes Ideologiegebäude nicht passt (ich rede von Linken), haben uns so terrorisiert, dass wir uns in allem einschränken, verändern, anpassen, duckmäusern.
Der linke Staatsterrorismus verhält sich nach demselben Muster wie islamische Terroristen: Alles, was nicht in die eigene Ideologie passt, wird exemplarisch niedergemacht und damit Terror verbreitet. Töte einen, versetze Tausende in Angst.
Nur mit dem Unterschied: der linke Political-Correctness-Terror beschränkt sich bisher meist auf verbale und gesellschaftliche Gewalt.
Man wird politisch, gesellschaftlich, karrieremäßig, persönlich gemordet, nicht körperlich. Der Anschlag etwa auf Brüderle war nichts anderes: „Schaut her, so legen wir Euch um, wenn Ihr Euch nicht an unsere heiligen Gesetze haltet!”
(...)
Und jetzt kommen die gleichen Leute, die sich jahrelang in jeder erdenklichen Weise unter dem linken Staatsterrorismus verbogen oder diesen selbst betrieben haben, unter dem wir alle unsere Verhaltensweisen verändert und unsere offene, freie, aufgeklärte Gesellschaft aufgegeben haben, und erklären, dass wir uns von islamischen Terroristen, die das alles genau gleich, aber eben viel heftiger machen, unsere Lebensweise, unsere offene Gesellschaft nicht nehmen lassen wollten.
Es ist so lächerlich: Die Gesellschaft, die vor jeder dummen, kleinen, ranzigen Feministin einknickt, die nicht mehr kann, als alle als Sexisten und Nazis zu beschimpfen, und denen man dafür quasi die gesamte Presse und das Fernsehen komplett überreicht hat, diese Gesellschaft redet sich jetzt ein, sie könnte, wolle und würde Terroranschlägen mit Bomben und LKW in Menschenmengen widerstehen.
(...)
Man hat jetzt schon von Leuten gehört, die sich nicht mehr in U-Bahnen, nicht mehr auf Weihnachtsmärkte, nicht mehr bei Nacht raus, oder auch nicht mehr in den Minirock trauen. Genau so seid Ihr auch vor den Gender-Ideologen eingeknickt, vor jedem Spinner, der Euch 'Sexist', 'Nazi', 'homophob' oder sowas genannt hat. Ihr seid mehr als feige, Ihr seid schon feigistisch. Und Ihr wollt Euch Bomben und Kalaschnikows in den Weg stellen?"
(Der ganze Text hier.)   Hadmut Danisch


Ich bitte die geneigten Leser dieses Diariums um Pardon für gelegentliche Redundanzen, zu welchen mich gewisse Ereignisse nötigen, sofern ich sie nicht unkommentiert verstreichen lassen will. Wohlan denn:

Was macht der brave Deutsche drei Tage, nachdem ein islamischer Radikaler bei einem Anschlag dreizehn Menschen getötet hat? Geht er auf die Straße gegen mörderischen religiösen Fanatismus? Aber wo! Er kämpft gegen "rechts". Das hat er schon oft geübt, etwa zu Kirchweye, wo dieses noble Zeichen gesetzt wurde, nachdem ein Türkischstämmiger einen Deutschen totgeprügelt hatte und "Nazis" am Tatort trauern wollten. Die Initiative "München ist bunt" – hier wieder nur als pars pro toto für mutmaßlich Dutzende vergleichbare Kaspereien erwähnt – ruft heute Abend zum "Zusammenstehen" bzw. zusammen Herumstehen "gegen nationalistische Populisten, Angstmacher und Hetzer". Warum?
Die Antwort ist erschütternd simpel (wenn wir von der knalldeutschen fundamentalistischen Verhetztheit bis in die Kataklysmen des Endsieges und noch darüber hinaus absehen, die wahrscheinlich in einem tendenziell suizidären Defekt des Nationalcharakters gründet): Von "rechts" droht den Demonstranten keinerlei Gefahr.
Nichts ist wohlfeiler, als ein paar Parolen gegen die schlimmen Rechtspopulisten zu skandieren und dann mit einem guten Gefühl heimzugehen. Es kostet nicht das Geringste und befriedigt schlichte Gemüter zuverlässlich. Eine Demo gegen den radikalen Islam indes könnte den einen oder anderen virilen Kontrahenten auf den Plan rufen. Und darauf sind unsere effeminierten und durchpazifizierten Aktivisten nicht eingerichtet. Nie würden sie gegen den islamischen Terror, gegen Salafisten, Wahabiten oder auch nur für die Menschrechte in Saudi-Arabien und im Iran oder für Frauenrechte und die Schwulenehe beispielsweise auf den Straßen in Berlin-Neukölln, Dortmund, Essen oder Duisburg-Marxloh demonstrieren. Es sind Wichte, die sich wohlfühlen wollen, ihr ganzer "Kampf gegen rechts" ist Bestandteil eines Wellnessprogrammes und wenig außerdem.
Feigheit ist der Universalschlüssel zu den Narreteien dieser sturmreifen Zivilgesellschaft.   MK am 22. 12. 2016

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